Thomas Silberberger: „Solche Leistungen sind nicht akzeptabel, da werde ich extrem gegensteuern diese Woche“

via Sky Sport Austria
  • Christian Ilzer: „Die Reaktion auf den Rückstand war großartig“
  • Andreas Schicker: „Mit Kevin Friesenbichler habe ich in der Länderspielpause ein Gespräch gehabt, wo wir Klarheit geschaffen haben“
  • Raffael Behounek: „So gut sind wir nicht, dass hier in Graz 80 Prozent reichen würden“
  • Andreas Herzog: „Jakob Jantscher ist mit Freude und Leidenschaft dabei, ein Vorbild, das vorne weggeht“
  • Alfred Tatar: „Für Sturm war das der wichtigste Sieg in dieser Phase“

 

Der SK Puntigamer Sturm Graz schlägt die WSG Swarovski Tirol mit 3:2. Die Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.

 

SK Puntigamer Sturm Graz – WSG Swarovski Tirol, 3:2 (3:1)

Schiedsrichter: Josef Spurny

 

Christian Ilzer (Trainer SK Puntigamer Sturm Graz):

…nach dem Spiel: „Ich bin sehr froh, dass wir unser erstes Heimspiel in der Meistergruppe gewonnen haben, mit einem sehr guten Spiel. Die Reaktion auf den Rückstand war großartig. Insgesamt hat das Spiel ein sehr hohes Niveau gehabt. Wir haben die große Chance gehabt in der zweiten Halbzeit das Spiel mit 4:1 zuzumachen, aber so ist die WSG nochmal rangekommen und das hat unsere Nerven strapaziert.“

 

Andreas Schicker (Geschäftsführer Sport SK Puntigamer Sturm Graz):

…vor dem Spiel: „Wir haben uns intern ein klares Ziel gesetzt, nach Außen wollen wir es jetzt nicht aussprechen, aber ich glaube jeder kann es sich denken. Mit Kevin Friesenbichler habe ich in der Länderspielpause ein Gespräch gehabt, wo wir Klarheit geschaffen haben. Über den Inhalt wollen wir jetzt nicht in der Öffentlichkeit sprechen. Viele junge Spieler haben richtige Schritte gemacht und die Kluft zu den routinierten Spielern verringert haben, ich bin überzeugt, dass wir in naher Zukunft auch mehr Steirer sehen werden. Friesenbichler hat in dieser Saison schon bewiesen, dass er unheimlich wichtig für uns ist, wie er auch gegen den Ball arbeitet. Das zeigt, dass er richtig Qualität hat. Es wird auch noch Spiele geben in der Meisterrunde, in denen Kevin Friesenbichler wichtig sein wird.“

 

Stefan Hierländer (SK Puntigamer Sturm Graz):

…nach dem Spiel: „Wir haben uns das Leben ein bisschen schwergemacht, wir haben sehr viele Torchancen gehabt. Dann bekommen wir wieder ein Standardtor, das das Spiel offengehalten hat, das darf nicht passieren, die drei Punkte sind verdient. Es war ein ‚Mörderschuss‘ (sein Tor, Anm.), ich habe nicht gesehen, dass Oswald zu weit vor dem Tor gestanden ist, ich habe es mit Gefühl probiert.“

 

Thomas Silberberger (Trainer WSG Swarovski Tirol):

…nach dem Spiel: „In der ersten Halbzeit haben wir komplett alles vermissen lassen, um ein Spiel zu gewinnen, wir waren nicht wach, nicht aggressiv, haben alles vermissen lassen, was man braucht. In der Halbzeit hat es eine deftige Ansprache gegeben. In der zweiten Halbzeit hat es gepasst und durch den Anschlusstreffer ist es richtig dramatisch geworden, aber am Ende des Tages haben wir verdient verloren. Sturm war in der ersten Halbzeit klar besser und solche Leistungen sind nicht akzeptabel. Wir müssen aufpassen, dass wir in der Meistergruppe nicht durchgereicht werden. Gegen den LASK sind wir ähnlich aufgetreten. Ich bin stinksauer. In der ersten Halbzeit haben wir Sturm eingeladen, das stört mich massiv. Ich bin der Meinung, dass einige Spieler mich gar nicht hören. Das ist ein Alarmsignal für mich. Da werde ich extrem gegensteuern diese Woche. Für das arbeite ich nicht hart jeden Tag, dass ich mir in 20 Minuten alles ruinieren lasse.“

…vor dem Spiel über die Situation der WSG in der Meistergruppe: „Fakt ist, wir wollen heute gewinnen und die Tabelle kann dann eh jeder lesen. Wir könnten etwas Historisches schaffen, mir ist wichtig, dass in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, dass wir verdient in der Meistergruppe sind, da sind wir auf einem guten Weg. Wir ziehen auch heute unser Ding durch, ich habe mir taktisch nichts einfallen lassen, vielleicht hat sich Sturm was einfallen lassen. Wir sind gut beraten, wenn wir uns nicht zu sehr am Gegner orientieren, sondern unsere Stärken auf den Platz bringen.“

 

Raffael Behounek (WSG Swarovski Tirol):

…nach dem Spiel: „Sturm hat v. a. in der ersten Halbzeit verdient gewonnen, wir hätten 4:1, 5:1 hinten sein müssen. Wenn wir öfters so verteidigen im Kollektiv wie in der ersten Hälfte, dann werden wir in den nächsten acht Spielen keinen Punkt machen. In der zweiten Halbzeit haben wir so gespielt, wie wir uns das vorstellen, aber unterm Strich hat Sturm verdient gewonnen. Wir müssen jedes Spiel 100 Prozent da sein, so gut sind wir nicht, dass hier in Graz 80 Prozent reichen würden.“

 

Andreas Herzog (Sky Experte):

…vor dem Spiel über Sturm: „Platz vier ist realistisch, Platz drei wäre fantastisch.“

…über Jakob Jantscher: „Jakob Jantscher ist ein guter Fußballspieler, er blüht momentan förmlich auf, die ganze Atmosphäre, die derzeit hier bei Sturm herrscht und genau so spielt er auch. Er ist mit Freude und Leidenschaft dabei, ein Vorbild, das vorne weggeht und das gelingt ihm sehr gut.“

 

Alfred Tatar (Sky Experte):

…über den Sieg von Sturm: „Der Sieg ist sehr hoch zu bewerten, sonst wäre man hinter Wattens zurückgefallen, wenn Watens gewonnen hätte. Für Sturm war das der wichtigste Sieg in dieser Phase. Man schaut auch auf Platz zwei.“

…über die WSG: „Im Großen und Ganzen haben sich die Tiroler wieder ganz gut verkauft, man scheiterte letztlich an einer Sturm, die den ersten Heimsieg in der Meistergruppe unbedingt wollte. Für Wattens war es ein Bonusspiel. Die Leistung der WSG war im Großen und Ganzen in Ordnung.“