Throwback: Als Andreas Weimann von Rapid-Anhängern bespuckt wurde

Die Rückkehr von Andreas Weimann zum SK Rapid weckt Erinnerungen – auch an ein unrühmliches Ereignis aus dem Jahr 2010. Damals stand der Stürmer bei Aston Villa unter Vertrag und gastierte mit den Engländern im Rahmen eines Qualifikationsspiels der UEFA Europa League in Hütteldorf.

Weimann – zu diesem Zeitpunkt U21-Teamspieler – verletzte sich in der Partie am rechten Knöchel. Der Offensivspieler wurde noch während des Spiels auf einer Trage vom Feld getragen.

Für Aufsehen sorgten dabei Vorfälle auf der Westtribüne: Als Weimann liegend vom Feld in Richtung Kabine transportiert wurde, verhöhnten ihn einige Rapid-Fans, bespuckten ihn und überschütteten ihn mit Bier.

Weimann selbst zeigte sich nach dem Vorfall fassungslos. „Ich verstehe solche Leute nicht“, sagte Weimann. „Man schüttet keinen Spieler, der auf einer Bahre liegt, mit Bier an. Da ist es egal, ob ich Ex-Rapidler bin oder nicht.“

Bei medizinischen Untersuchungen erhärtete sich der Verdacht auf zwei Bänderrisse bei Andreas Weimann. / Bild: GEPA

Vorfall „nicht zu tolerieren“

Der SK Rapid reagierte noch am selben Tag mit einer offiziellen Stellungnahme. In einer Aussendung stellte der Klub klar, dass „kein Spieler oder Betreuer einer Gastmannschaft von unseren Fans beschüttet, bespuckt, diskriminiert oder gar verletzt werden darf“. Besonders gravierend seien die Vorfälle gewesen, da Weimann aus dem Rapid-Nachwuchs stamme, sich stets zu seinem Ausbildungsverein bekannt habe und seine Familie aus zahlreichen Rapid-Mitgliedern und Abonnenten bestehe. Der Verein hielt fest: „Das ist nicht zu tolerieren“ und entschuldigte sich „aufrichtig bei der Familie Weimann“.

Rapids ehemaliger Stadionsprecher Andreas Marek beim Rückspiel in Birmingham mit dem verletzen Andreas Weimann. / Bild: GEPA

16 Jahre später schließt sich nun sportlich ein Kreis: Weimann ist zurück in Hütteldorf – diesmal wieder im Rapid-Trikot.

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(Red.) / Bild: GEPA