Throwback: Seidls Freistoß-Hammer kippt Topspiel gegen Sturm

Am Sonntag empfängt der SK Rapid im Topspiel der 25. Bundesliga-Runde den SK Sturm Graz (ab 16:30 Uhr live auf Sky Sport Austria 1 – streame mit Sky X).

In Wien geht es dabei um die Tabellenführung – der Sieger übernimmt Platz eins, bei einem Remis bleibt Sturm an der Spitze. Vor dem Duell blicken wir noch einmal auf das letzte Aufeinandertreffen der beiden Klubs.

Mit 114 km/h rein ins Glück

Wir schreiben den 2. November 2025: Im Topspiel der 12. Runde empfängt Rapid den SK Sturm Graz. An den Seitenlinien stehen damals noch Peter Stöger und Jürgen Säumel. Die erste Hälfte verläuft zerfahren und nervös auf beiden Seiten, klare Torchancen sind zunächst Mangelware.

Kurz vor der Pause schlägt Sturm jedoch zu: Maurice Malone, damals frisch von der Wiener Austria gekommen, bringt die Gäste in Führung. Rapid hat Glück, nicht höher in Rückstand zu geraten: Hedl-Ersatz Paul Gartler rettet wenig später mit einer starken Doppelparade.

Nach dem Seitenwechsel erhöht Sturm den Druck, schnürt Rapid phasenweise ein. Die Hütteldorfer verteidigen mit viel Einsatz und stehen weiterhin unter Druck – bis zur 66. Minute: Kapitän Matthias Seidl tritt zum Freistoß an und sorgt für den Moment des Spiels. Aus rund 28 Metern hämmert er den Ball mit 114 km/h unhaltbar ins rechte Kreuzeck.

Wendepunkt der Partie: Das Traumtor von Matthias Seidl im VIDEO

Danach drängt Rapid auf den Sieg. Dieser fällt schließlich durch ein Eigentor: Nenad Cvetkovic bringt den Ball scharf von rechts zur Mitte, Dimitri Lavalee lenkt ihn aus kurzer Distanz unglücklich ins eigene Tor. Rapid dreht das Spiel und gewinnt mit 2:1.

Der Beginn einer Unserie

Nach dem 2:1-Erfolg im August gewann Rapid damit auch das zweite Saisonduell gegen Sturm, insgesamt sogar die letzten drei Aufeinandertreffen. Der letzte Sieg der Grazer datiert vom 4. April des Vorjahres.

Nach der 12. Runde lag Rapid noch auf Rang zwei, nur einen Punkt hinter Salzburg, Sturm war Vierter. Doch für die Hütteldorfer folgte ein Einbruch: Es bleibt der letzte volle Erfolg vor einer Serie von sieben Bundesliga-Spielen ohne Sieg. Erst Ende Februar gelang mit einem 2:0 gegen den WAC wieder ein Erfolgserlebnis. Auch international und im ÖFB-Cup blieb Rapid in dieser Phase ohne Erfolg. Die Konsequenz: Trainer Peter Stöger musste Ende November gehen.

Rapid löst Vertrag mit Ex-Trainer Stöger auf

Rapid im Aufwind

Unter Johannes Hoff Thorup zeigt Rapid wieder klar nach oben, Spielidee und System greifen zunehmend. Vier der letzten fünf Spiele konnten die Hütteldorfer gewinnen. Die Wiener haben sich eine gute Ausgangsposition in der Meistergruppe erarbeitet und mischen wieder im Titelrennen mit.

Ebenfalls eine gute Ausgangslage auf den Meistertitel hat der amtierende Champion: Sturm Graz thront unter Neo-Trainer Fabio Ingolitsch an der Tabellenspitze der ADMIRAL Bundesliga.

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(Red.) / Bild: GEPA