Toni Polster: Europacup für Köln und Stöger die “Krone”

via Sky Sport Austria

Der 1. FC Köln hat in dieser Saison die historische Chance sich erstmals nach 25 Jahren wieder für den Europacup zu qualifizieren. Nach einer hervorragenden Hinrunde, in der man sich in der oberen Tabellenhälfte festsetzte, lief es in den jüngsten Spielen jedoch nicht rund. Von den letzten zehn Bundesliga-Spielen konnte Köln nur zwei gewinnen, im Cup scheiterte man beim HSV. Vor allem in der Defensive zeigte man seit dem Winter-Abgang von Innenverteidiger Mergim Mavraj ungewohnte Schwächen.

Doch die Hoffnung auf die Europa League lebt dank der inkonstanten Leistungen der direkten Konkurrenten weiter. Derzeit rangiert die Mannschaft von Peter Stöger auf dem siebten Platz, lediglich drei Punkte fehlen auf Hertha Berlin auf Rang fünf. Der siebte Platz könnte bereits reichen, sollte der Pokalsieger unter den ersten sechs der Bundesliga landen. “Die Chance ist da, nur langsam müssen sie die Kurve kriegen”, sagt Toni Polster, der 163 Spiele für den FC absolvierte. Die Entwicklung der Mannschaft, die Peter Stöger vorangetrieben hat, sei laut Polster sensationell. Der Einzug in den Europacup wäre die “Krone” für Stöger und den 1. FC Köln.

Großen Anteil am Erfolg hat Kölns “Lebensversicherung” Anthony Modeste. Mit 23 Toren erzielte er mehr als die Hälfte aller Treffer (42) der Domstädter. Doch auch der Top-Torjäger befindet sich derzeit in einer kleinen sportlichen Krise. Ein Tor in den letzten vier Spielen genügt nicht den Ansprüchen des französischen Stürmers. Polster ist sich sicher: “Wenn Modeste wieder trifft, wird Köln auch wieder gewinnen.”

Angesprochen auf das österreichische Kölner Trainer-Duo fand Polste lobende Worte: “Stöger kann eine Mannschaft gut führen. Mit Manfred Schmid hat er einen genialen Assistenten an seiner Seite.” Seit 2013 trainieren die beiden Wiener die Kölner und, zuvor führten sie die Wiener Austria zum Meistertitel. Abschließend verriet der ehemalige FC-Stürmer, weshalb Stöger so beliebt in der Domstadt ist: “Er bringt auch den nötigen Humor für diese Stadt mit.”