Top-Werte in La Liga: Der steile Aufstieg des „Kaisers“ von Elche

Innenverteidiger David Affengruber vom FC Elche hat sich durch Top-Werte in einer der besten Ligen der Welt ins Rampenlicht gespielt.

Auch die Spitzenteams Europas haben den 25-Jährigen auf dem Zettel. Affengruber steht nach der möglichen Erfüllung seines WM-Traums im Sommer wohl vor der Qual der Wahl! Auch weil sich der ÖFB-Teamspieler nach seinem Wechsel nach Spanien vor zwei Jahren stetig entwickelte und auch auf großer Bühne in der laufenden Saison überzeugte.

Affengrubers steiler Aufstieg zum Top-Verteidiger

Auch in der La Liga-Saison 2025/26 konnte der spielintelligente und zweikampfstarke Innenverteidiger noch einen drauflegen und absolvierte 33 von 35 möglichen Saisonspielen. Als Krönung führte er Elche Ende Jänner sogar erstmals als Kapitän aufs Spielfeld, erhielt von den eigenen Fans den Spitznamen „Kaiser“ und füllte Ende März die spanischen Zeitungen, als er beim 3:2-Heimsieg gegen Atletico Madrid mit einem Treffer glänzte. Nicht nur die Leistungen Affengrubers, sondern viel mehr seine Top-Werte in der Saison 25/26 untermauern seine Ambitionen – auch im Vergleich mit anderen Top-Verteidigern und Positionskonkurrenten aus La Liga wie Eder Militao oder Dean Huijsen von Real Madrid sowie Pau Cubarsi vom FC Barcelona.

Zweikampfmonster Affengruber als Fels in der Brandung

Der 1,85 Meter große Affengruber gewinnt im Schnitt in dieser La Liga-Saison 70% seiner Bodenzweikämpfe bei einer hohen Anzahl von 5,6 Bodenzweikämpfen pro Spiel. Er führt durch seine proaktive Art des Verteidigens nicht nur viele Zweikämpfe, sondern gewinnt diese sowohl tief im eigenen Drittel, aber auch hoch im Gegenpressing sowie im freien Raum sehr regelmäßig. Damit gehört er zu den Top 15% der La Liga-Innenverteidiger im Bodenduell. Als Vergleich kommt Eder Militao, der lediglich in 2,5 Bodenzweikämpfe pro Spiel verwickelt ist, in dieser Kategorie lediglich auf einen Wert von 64%. Auch in der Luft beeindruckt der sprungstarke Affengruber mit überzeugenden Werten: 64% gewonnene Kopfballduelle untermauern diese These. Er spielt immer wieder als zentraler Part der Dreierkette von Elche, kann hier mit viel Tempo als mittlerer Mann rausverteidigen, in die Luft steigen und Bälle klären. Auch was diesen Wert betrifft, gehört Affengruber zu den besten 20% der Innenverteidiger in der höchsten Liga Spaniens. Im Vergleich mit den Innenverteidigern der Top-Teams steht lediglich Aymeric Laporte von Athletic Bilbao mit einer Erfolgsquote von 68% hier sprichwörtlich „über den Dingen“.

Offensives Verteidigen von Affengruber als Trumpf im Spiel von Elche

Der zweifache österreichische Meister dominiert auch in der Kategorie der Balleroberungen mit 4,7 Balleroberungen pro Spiel. Durch seine erfolgreiche und mutige Zweikampfführung erobern nur drei Verteidiger in La Liga mehr Bälle als David Affengruber. Auffällig ist vor allem, dass er nach Ballgewinnen schnell per Pass oder Lauf mit Ball nach vorne umschaltet. In den folgenden Kategorien zählt der Innenverteidiger sogar zur absoluten Spitze in den Top 5-Ligen Europas: Der 25-Jährige kommt auf überragende 27,8 Pressingaktionen sowie 1,6 Interceptions pro Spiel. Dean Huijsen, Innenverteidiger der „Königlichen“ im Vergleich nur zu 26,8 bzw. 0,9. Diese Werte untermauern Affengrubers proaktive und aggressive Spielweise. Gerade im Gegenpressing nach Ballverlust hat er keine Angst hoch und mutig zu verteidigen, schiebt immer sehr nah an den Gegner ran, kann ihn so direkt bei der Ballannahme stören, den Ball erobern oder direkt klären. Diese starke Aggressivität und das Verteidigen auf dem „Front Foot“ bedingt, dass Affengruber immer wieder früher als der Gegner an den Ball kommt, den Pass unterbricht und abfängt bevor er beim Gegner ankommt.

Affengrubers großartige Entwicklung im Passspiel

Der Niederösterreicher, der im Nachwuchs des FC Red Bull Salzburg ausgebildet wurde, kommt pro Spiel durchschnittlich auf 64 Pässe mit einer außerordentlichen Erfolgsquote. War der 25-Jährige bereits beim SK Sturm Graz in Österreich balldominant, hat er durch Elches sehr passlastige Spielweise auch in dieser Hinsicht den nächsten Entwicklungsschritt gemacht. Affengruber spielt mit die meisten Pässe aller Verteidiger außerhalb der Topklubs mit einer durchschnittlichen Erfolgsquote von 88%.

Progressivität als i-Tüpfelchen von Affengrubers Gesamtpaket

Affengruber überzeugt mit großen Qualitäten im Aufbau- und Übergangsspiel. Er spielt gerne progressiv, um Einfluss auf die Angriffsrichtung und das Tempo des Spiels zu nehmen. Er bricht im Vergleich zu Stars wie Pau Cubarsi oder Eder Militao deutlich mehr gegnerische Pressinglinien. Und hat so die Qualität, Spieler aus der Partie zu nehmen und viel Raumgewinn für die Offensivreihe von Elche zu erzielen. Zudem dribbelt der ÖFB-Teamspieler häufig und gerne an. Auch hier kommt der zweikampfstarke Verteidiger auf 17,5 progressive Läufe sowie Pässe und spielt 15,6% linienbrechende Pässe. Abgesehen von den oben genannten Top-Werten bringt Affengruber auch enorme Leadership-Qualitäten mit, die logischerweise in keiner Statistik aufscheinen.

Rekordtransfer für Elche als mögliche Konsequenz der stetigen Entwicklung Affengrubers

David Affengruber hat sich ins Rampenlicht gespielt und steht vor dem nächstgrößeren Schritt im Sommer. Laut Medienberichten der „Tuttosport“ aus Italien beobachten die Traditionsvereine Juventus Turin sowie der AC Mailand die Entwicklung Affengrubers genau. Die spanische Plattform „fichajes.com“ vermeldet zudem, dass Affengruber auch beim FC Sevilla sowie Atletico Madrid im Fokus steht. Interesse gibt es zudem aus Deutschland sowie England. Vor allem Manchester United soll die „Durchsetzungskraft und Führungsqualitäten“ des 25-jährigen Innenverteidigers sehr schätzen. Aufgrund der noch kurzen Restlaufzeit bis 2027 – also faktisch nur noch einem Jahr nach dieser Saison – dürfte der kommende Sommer für viele Vereine besonders spannend werden. Ein möglicher Transfer könnte somit die logische Konsequenz und Belohnung für seine stetige Entwicklung, gepaart mit Top-Werten in La Liga, sein.

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