Tränen auf der Bank: Brasilien-Star holt sich psychologische Hilfe
Brasilien-Star Richarlison durchlebt eine schwere Zeit. Nicht nur sportlich läuft es beim Tottenham-Star aktuell nicht. Nun erklärte der 26-Jährige, warum er während Brasiliens WM-Qualifikationsspiel gegen Bolivien weinte.
Seit dem WM-Achtelfinale gegen Südkorea (4:1) wartet Richarlison auf ein Tor für die Seleção. Bei Tottenham läuft es seit seinem 58 Millionen-Transfer ebenfalls noch nicht nach Wunsch. In 40 Spielen erzielte der Angreifer erst vier Treffer – doch nicht nur das macht dem Brasilianer zu schaffen. Nach seiner Auswechslung im WM-Qualispiel gegen Bolivien am vergangenen Freitag brach Richarlison auf der Bank in Tränen aus, obwohl Brasilien mit 4:1 führte.
Offenbar steckt mehr hinter dieser Szene. „In den vergangenen fünf Monaten habe ich abseits des Platzes eine turbulente Zeit durchlebt“, sagte Richarlison der brasilianischen Zeitung „O Globo“. „Jetzt sind die Dinge zu Hause ein wenig stabiler. Die Leute, die es nur auf mein Geld abgesehen hatten, sind nicht länger in meinem Umfeld.“ Medienberichten zufolge hat sich Richarlison von seinem Berater getrennt.
„Ich werde nach England zurückkehren und mir psychologische Hilfe suchen“
„In diesem Moment der Traurigkeit ging es nicht darum, dass ich schlecht gespielt habe“, erklärte der 26-Jährige. „Es ging mehr darum, die Dinge, die abseits des Platzes passiert sind, aus meinem System zu bekommen, das außer Kontrolle geraten war – nicht wegen etwas, das ich getan hatte, sondern wegen Menschen, die mir nahestanden.“ Nun aber käme alles wieder „in Fluss“, zeigte sich der Spurs-Star guter Dinge und sagte: „Ich werde nach England zurückkehren und mir psychologische Hilfe suchen, bei einem Psychologen, um meinen Kopf zu stärken.“
Anders als beim 5:1 gegen Bolivien traf er zwar am Mittwoch beim 1:0-Sieg in Peru für Brasilien, doch sein Tor wurde nach siebenminütiger VAR-Unterbrechung aberkannt.
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