GHENT,BELGIUM,14.SEP.20 - SOCCER - UEFA Champions League, qualification, KAA Gent vs SK Rapid Wien, preview, press conference Rapid. Image shows head coach Dietmar Kuehbauer (Rapid). Photo: GEPA pictures/ Philipp Brem

Trainer-Chaos bei Rapid-Gegner Gent – Kühbauer unbeeindruckt

via Sky Sport Austria

KAA Gent hat sich noch vor dem Drittrunden-Spiel der Fußball-Champions-League-Qualifikation gegen Rapid am Dienstagabend (20.30 Uhr) von Trainer Laszlo Bölöni getrennt. Der 67-jährige Rumäne war damit nicht einmal ein Monat im Amt. Unter seiner Führung gab es in der Liga zwei Niederlagen und immerhin den ersten Saisonsieg in bisher fünf Partien.

Die Entscheidung kam nicht ganz überraschend, hatte es doch viel Kritik auch an der taktischen Ausrichtung unter Bölöni gegeben. Etwa auch von Starstürmer Roman Jaremtschuk. “Wir spielen wie eine Zweitligamannschaft, die Art, wie wir Fußball spielen, ist einfach schlecht”, hatte dieser gemeint. Als Folge wurde er vom Coach für das jüngste Ligaspiel aus dem Kader gestrichen. Nun hat Bölöni den Machtkampf verloren.

Die Atmosphäre im und rund um das Team mache eine weitere Zusammenarbeit unmöglich, gab der belgische Vizemeister am Montagnachmittag die sofortige Absetzung des Coaches, der erst im August die Nachfolge von Jess Thorup angetreten hatte, bekannt. Als Interimstrainer wurde vorerst der erst im Sommer als Co-Trainer gekommene 38-jährige Wim de Decker eingesetzt. Unterstützt wird er vom Technischen Direktor Peter Balette.

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Interimstrainer soll’s richten

Wim de Decker und Peter Balette bekommen bei Gent die Chance, zur Dauerlösung aufzusteigen. “Wir suchen nicht unbedingt einen neuen Trainer. Wim bekommt die Chance, sich zu beweisen. Er hat in der Vergangenheit bewiesen, dass er zu großen Dingen fähig ist, und hat jetzt die Möglichkeit, das wieder zu tun. Und das mit Peter Balette. Ich glaube, das wird funktionieren”, sagte Ivan de Witte.

Gents Vorstandsvorsitzender gab sich bezüglich dem schnellen Aus von Laszlo Bölöni auch selbstkritisch: “In den 20 Jahren meiner Präsidentschaft habe ich bereits viele Entscheidungen getroffen. Wenn du hundert Entscheidungen fällst, wird es immer eine falsche geben.” Der 67-Jährige sei zwar ein großartiger Trainer, habe aber einfach nicht zum Club gepasst.

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Für De Decker ist es die zweite Trainerstation nach jener bei Royal Antwerpen, von wo er erst im Sommer als Co-Trainer gekommen war. “Das ist eine große Herausforderung. Ein Vorteil ist, dass ich die Mannschaft mittlerweile ziemlich gut kenne”, sagte der 38-Jährige. Hauptaufgabe sei es nun einmal, wieder Ruhe und Frieden ins Team zu bringen. Dann soll auch der sportliche Erfolg wieder zurückkehren. “Wir wissen, dass wir Qualität im Team haben, das wollen wir jetzt zeigen”, gab De Decker die Marschroute vor.

Balette hatte im Sommer seine Tätigkeit als Co-Trainer bei Gent beendet und jene als Technischer Direktor begonnen. Nun kehrt der 59-Jährige schnell wieder auf den Platz zurück.

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Kühbauer: “Entscheidung beeinflusst uns nicht”

Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer hat sich von der kurzfristigen Rochade auf der Betreuerbank von Gent unbeeindruckt gezeigt. “Die Entscheidung zum Trainerwechsel beeinflusst uns nicht. Wir kennen die Mannschaft und ihre Stärken”, erklärte der Burgenländer bei der Abschluss-Pressekonferenz am Montagabend in Belgien.

(APA)

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Beitragsbild: GEPA