Trainerteam um Grabherr übernimmt in Altach
Der SCR Altach ist nach dem Abgang von Erfolgstrainer Damir Canadi zum SK Rapid Wien auf der Suche nach einem neuen Cheftrainer, will sich dabei aber Zeit lassen, wie Sportdirektor Georg Zellhofer erklärte. Interimistisch übernimmt ein Trainerteam rund um den ehemaligen Co-Trainer Werner Grabherr. Vor dem Topspiel am Samstag gegen Sturm Graz (ab 15:30 Uhr live & exklusiv auf Sky Sport Austria HD), wo die Vorarlberger mit einem Sieg sogar die Tabellenführung übernehmen könnten, wird es also keinen „neuen“ externen Trainer in Altach geben.
Der zuletzt gehandelte Goran Djuricin absolvierte heute sein erstes Training als Co-Trainer von Damir Canadi beim SK Rapid Wien. Und auch Sky-Experte Martin Scherb, dessen Name als möglicher Canadi-Nachfolger des öfteren gefallen ist, wird am Freitag seiner Tätigkeit als Experte bei der Liveübertragung der Sky Go Ersten Liga auf Sky Sport Austria HD nachgehen.
Vierköpfiges Trainerteam bekommt Vertrauen
Derweil übernehmen Werner Grabherr, Didi Berchtold, Sebastian Brandner und Martin Hämmerle die Geschicke auf dem Trainingsplatz. Werner Grabherr war vor allem im taktischen Bereich die rechte Hand von Damir Canadi und wird das Training leiten.
Didi Berchtold, der Cheftrainer bei den Amateuren in der Regionalliga West ist, wird nun seinen Fokus ebenfalls auf die erste Mannschaft lenken. In der Regionalliga West ist die Herbstsaison ohnehin schon vorbei. Sebastian Brandner wird seine Arbeit als Torwart-Trainer fortsetzen und Physiotherapeut Martin Hämmerle wird, wie auch schon bisher, die Athletikeinheiten im Training leiten.
Sportdirektor Georg Zellhofer hat das volle Vertrauen in das neue Team: „Es ist ausgemacht, dass dieses Team die Chance bekommt. Sie haben sich diese Chance verdient. Wir verspüren nicht den ganzen großen Druck voreilig einen Trainer zu holen.“ Zellhofer übernimmt die Verantwortung für diesen Schritt und will, dass alle in Altach noch enger zusammenrücken. Deshalb werde er als Zeichen des Zusammenhalts auch bei den Trainingseinheiten mitdabei sein, jedoch bei den Spielen nicht auf der Bank Platz nehmen.
Ob das eine längerfristige Lösung ist, bleibt abzuwarten. Zellhofer betonte jedoch, dass die nächsten Spiele – egal ob sie erfolgreich oder nicht so erfolgreich verlaufen – keine Auswirkungen auf die Trainersuche haben sollen.
Altachs Restprogramm bis zur Winterpause:
15. Runde: Sturm Graz (H)
16. Runde: SV Mattersburg (A)
17. Runde: SV Ried (H)
18. Runde: Red Bull Salzburg (A)
19. Runde: Wolfsberger AC (A)
20. Runde: SK Rapid Wien (H)
Der Abgang von Damir Canadi und Martin Bernhard war natürlich ein herber Schlag für die Überraschungsmannschaft dieser Bundesliga-Saison. Ganz getrennt von den beiden haben sich die Vorarlberger ohnehin noch nicht, wie ein Blick auf die Webseite der Altacher zeigt. Dort werden Damir Canadi und Martin Bernhard noch unter den Trainern geführt.
Bild: GEPA