Übernahme zu „99,9 Prozent“ fix! ER soll Austria Klagenfurt retten

Laut einem Bericht der „Krone“ plant der Münchner Immobilieninvestor Adam Delius, die finanziell angeschlagene Austria Klagenfurt zu übernehmen.

Der Präsident des slowenischen Fußballklubs Olimpija Ljubljana erklärte gegenüber der Zeitung, dass die Übernahme zu „99,9 Prozent“ sicher sei. Ein mündlicher Deal mit Klagenfurt-Vizepräsident Zeljko Karajica sei bereits vereinbart worden.​

Austria Klagenfurt steht derzeit vor erheblichen Herausforderungen: Der Verein erhielt in erster Instanz keine Lizenz für die Bundesliga und die 2. Liga, da eine Bankgarantie in Millionenhöhe fehlt. Zudem befindet sich der Klub sportlich im Abstiegskampf und liegt nur zwei Punkte vor dem Tabellenletzten SCR Altach.​

„Sprungbrett nach Europa“

Adam Delius ist seit 2021 Präsident von Olimpija Ljubljana und führte den slowenischen Verein 2023 zum Meistertitel und Pokalsieg. Mit der geplanten Übernahme der Austria Klagenfurt will er nun auch in Österreich Fuß fassen. „Ich spiele wohl bald mit Olimpija um die Champions League. Klagenfurt hat auch die Basis, die wir in Laibach haben. Wir sind das Sprungbrett nach Europa, strategisch und geographisch würde alles zusammenpassen“, wird Delius zitiert.

Bis zum kommenden Dienstag (22. April) muss Austria Klagenfurt alle notwendigen Unterlagen für das Protestkomitee einreichen.​ „Für die Lizenzierung braucht Karajica eine schnelle Lösung. Die biete ich ihm, indem ich zwei oder drei Spieler kaufe. Zunächst machen wir eine Kooperation – geht danach alles über die Bühne, wird es ein Volltreffer für alle Beteiligten“, erklärt Delius.

„Win-win-situation für beide Seiten“

Karajica äußerte sich dazu auf den offiziellen Kanälen von Austria Klagenfurt wie folgt: „Es ist richtig, dass zwischen den Verantwortlichen der Austria Klagenfurt und Olimpija Ljubljana in den vergangenen Wochen konstruktive Gespräche über eine mögliche umfangreiche Kooperation stattgefunden haben. Ziel dieser Gespräche war es, die Potenziale einer Zusammenarbeit zwischen den beiden Vereinen zu eruieren, die auf eine nachhaltige Weiterentwicklung in strategischer, sportlicher und wirtschaftlicher Hinsicht abzielt. Aufgrund der geografischen Nähe von Klagenfurt und Ljubljana und der positiven Entwicklung beider Klubs in den zurückliegenden Jahren sehen die Beteiligten eine Win-win-situation für beide Seiten. So soll es einen stetigen Austausch auf Management-Ebene sowie eine Zusammenarbeit im Scouting und im Nachwuchs geben, um Top-Talenten aus der Alpe-Adria-Region eine gemeinsame attraktive Plattform bieten zu können. Es handelt sich allerdings um einen laufenden Prozess, bei dem sämtliche rechtlichen, wirtschaftlichen und strukturellen Aspekte mit der gebotenen Sorgfalt bewertet und geprüft werden.“

Artikelbild: GEPA