UEFA: Grieche Theodoridis neuer Generalsekretär

via Sky Sport Austria

(APA) Der Grieche Theodore Theodoridis ist neuer Generalsekretär der Europäischen Fußball-Union (UEFA). Der Dachverband berief den 50-Jährigen am Freitag in einer Sondersitzung des Exekutivkomitees zum Nachfolger von Gianni Infantino, der in der Vorwoche zum Präsidenten des Weltverbands FIFA gewählt worden war. Indes denkt die UEFA daran, die mögliche Wahl eines Platini-Nachfolgers zu beschleunigen.

Theodoridis war bisher Infantinos Stellvertreter, gilt als Vertrauter des Schweizers und war ihm auch im FIFA-Wahlkampf zur Seite gestanden. Und er äußerte sich am Freitag auch zur Frage einer Präsidentenwahl. Demnach könnte die UEFA von der vorgeschriebenen Drei-Monats-Frist für die Wahlen abweichen, sollte Noch-Präsident Michel Platini den Kampf gegen seine Sechs-Jahres-Sperre vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS verlieren. “Sobald es eine Entscheidung gibt, könnten wir sofort die Exekutive einberufen und den Prozess für die Wahl beschleunigen”, sagte Theodoridis dazu.

Die UEFA hielt allerdings an ihrer Entscheidung fest, nicht vor dem CAS-Urteil im Fall Platini einen neuen Chef zu suchen. Dem Franzosen wird eine dubiose Millionen-Zahlung von Ex-FIFA-Präsident Joseph Blatter vorgeworfen. Beim UEFA-Kongress am 3. Mai in Budapest soll es nach bisherigem Stand keine Wahlen geben. Derzeit führt Vize-Präsident Angel Maria Villar Llona formal die UEFA-Geschäfte.

Auf der Agenda für das Treffen in Budapest stehen hingegen der Entscheid über die Wahl einer weiblichen Vertreterin in das UEFA-Exekutivkomitee bzw. der Entscheid über die Aufnahme des Kosovo als 55. UEFA-Mitglied. Sollten UEFA und auch die FIFA zustimmen, könnte der Kosovo sogar von September an Qualifikationsspiele für die WM 2018 in Russland bestreiten.

Weiters gab die UEFA bekannt, dass beim Champions-League-Finale in Mailand (28. Mai) und beim Europa-League-Finale in Basel (18. Mai) die Torlinientechnologie zum Einsatz kommen wird. Bereits im Jänner hatte die UEFA beschlossen, die Torlinientechnologie bei der EM in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli) und ab der kommenden Saison auch in der Champions League einzusetzen.

 

Titelbild: GEPA