LASK Ried

„Unter der Gürtellinie“: Gegenseitige Vorwürfe nach LASK-Finaleinzug in Ried

Der LASK ist über 60 Jahre nach dem größten Triumph wieder auf Großes aus. Unter Cup-Spezialist Dietmar Kühbauer zogen die Linzer durch ein hart erkämpftes 2:1 nach Verlängerung in Ried ins Endspiel um den ÖFB-Cuptitel gegen Altach ein.

Dem Erfolg im Innviertel folgten unschöne Szenen im Linzer Jubel. Kühbauer verweigerte seinem Gegenüber Maximilian Senft den Handshake und fuhr danach harte Bandagen gegen Rieds Spielweise auf. Der LASK will nun auch in der Bundesliga aufs Ganze gehen.

„Das geht zu weit“ – Kühbauer verweigert Senft den Handschlag

Nach dem Schlusspfiff nach 123 Minuten entluden sich im vollen Rieder Stadion noch einmal die Emotionen. Die LASK-Spieler feierten für die Rieder zu provokativ. Die Gäste sahen sich wiederum anhaltenden Beleidigungen ausgesetzt. „Ich bin niemand, der provoziert. Aber heute war so ein Tag, wo man ein bisschen übertrieben hat. Manche Sachen waren unter der Gürtellinie“, sagte Sasa Kalajdzic. Lukas Jungwirth sprach lieber von den positiven Emotionen. „Nach einer Verlängerung ins Finale einziehen, es gibt selten etwas Geileres“, meinte der LASK-Torhüter.

Kühbauer erneut im Endspiel

Am 1. Mai in Klagenfurt wird der LASK gegen Altach wieder der Favorit sein. 1965 holten die Athletiker zuletzt einen Titel. Damals war es das Double. Über sechs Jahrzehnte später könnte dies wieder gelingen. Für Kühbauer ist es sein zweites Cup-Endspiel in Folge, im Vorjahr hatte er mit dem WAC gefeiert. Mit den Linzern geht er am Wörthersee als Favorit ins Spiel. „Wir werden Altach Respekt zeigen. Wenn wir glauben, wir spielen 90 Minuten und sind dann Sieger, dann sind wir am falschen Dampfer“, warnte Kühbauer vorneweg.

In der Liga geht es für sein Team am Sonntag gegen Rapid (ab 16:30 Uhr LIVE & EXKLUSIV auf Sky Sport Austria!) weiter. „Das muss uns positive Energie geben für die nächsten Runden. Wir wollen schauen, dass wir auch da dabei sind“, sagte Kühbauer über das Meisterrennen. In den kommenden Tagen ist Regeneration angesagt. In Ried musste der LASK bis zur letzten Sekunde dagegenhalten. Schön war es nicht anzusehen, was auf dem Rasen geboten wurde. Viel Kampf und wenig spielerische Linie war zu sehen. Das wussten auch die Linzer. „Wir sind im Finale, der Rest ist egal“, betonte Kalajdzic.

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(APA).

Beitragsbild: GEPA.