PASCHING,AUSTRIA,17.JUN.20 - SOCCER - tipico Bundesliga, championship group, Linzer ASK vs SK Sturm Graz. Image shows the rejoicing of Husein Balic (LASK). Photo: GEPA pictures/ Manfred Binder

Valerien Ismael: „Wir haben den Schlüssel gefunden“

via Sky Sport Austria
  • Nikon El Maestro: „Wenn man drei Standardtore kassiert gegen den LASK, dann kann man das vergessen“
  • Andreas Schicker zum Verfahren gegen El Maestro: „Ich bin da ziemlich entspannt und überzeugt, dass da nichts rauskommen wird“
  • Lukas Jäger: „Wir waren einfach nicht bissig genug“
  • Peter Michorl: „Man hat bei jedem Spieler gesehen, dass wir das heute unbedingt erzwingen wollen“
  • Hans Krankl: „Der LASK war sehr überzeugend, sehr spielbestimmend und sehr kraftvoll“

LASK gewinnt gegen SK Puntigamer Sturm Graz mit 4:0. Alle Stimmen zur Partie bei Sky und Sky X.

LASK – SK Puntigamer Sturm Graz 4:0 (3:0)

Schiedsrichter: Andreas Heiss

Valerien Ismael (Trainer LASK):
…über das Spiel: „Das ist die richtige Antwort, die ich erwartet habe. Heute waren wir von der ersten Minute an präsent und man hat gespürt, dass die Mannschaft die Kurve kriegen möchte und den Turnaround schaffen wollte. Wir haben hochverdient gewonnen. Wir sagen, wir sind jetzt angekommen in der Meistergruppe. (…) Großes Kompliment an die Mannschaft. Eine komplette Leistung heute über 90 Minuten.“

…über die Tatsache, dass man endlich wieder mal zu Null gespielt habe: „Wir haben neun Gegentore in vier Spielen bekommen, das war viel zu viel. Und auch die Art und Weise, wie wir die Tore kassiert haben, war viel zu billig. Wir waren nicht zufrieden in vielen Situationen, aber die Mannschaft hat wieder Charakter gezeigt und alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Das gibt uns jetzt natürlich ein gutes Gefühl. Wir können es, wir haben den Schlüssel gefunden. Und jetzt dürfen wir nicht locker lassen.“

…über eine mögliche Aufholjagd in der Tabelle: „Es ist wichtig, dass wir an das nächste Spiel denken. Wir brauchen nicht weit nach vorne schauen momentan. Schritt für Schritt kommen wir zurück.“

Peter Michorl (LASK):
…über das Spiel und ob das mit dem Karma nun vorbei sei: „Ich glaube nicht an Karma. Wir haben in den letzten Spielen einfach nicht diese letzte Überzeugung gezeigt, die wir heute gezeigt haben. Heute haben wir einen super Auftritt in der ersten Halbzeit hingelegt. Wir haben auch wieder mal unsere Tore gemacht und unsere Chancen gemacht. Dann gehst du mit 3:0 in die Halbzeit und dann hast du ein super Gefühl. (…) Ich glaube, man hat bei jedem Spieler auch gesehen, dass wir das heute unbedingt erzwingen wollen, dass wir den Turnaround schaffen wollen. Wir haben uns in jeden Zweikampf reingehaut und jeder war für den anderen da. Und dann haben wir zum Glück auch wieder mal zu Null gespielt.“

Dominik Frieser (LASK):
…über das Spiel: „Nach den drei Nicht-Siegen war das schon sehr wichtig. Wir haben gewusst, dass wir in den letzten Spielen auch keine schlechten Spiele gemacht haben. Heute war es einfach wichtig, dass wir die drei Punkte einfahren – egal wie.“

…über die Leistung: „Wir haben wieder von der ersten Minute unser Spiel auf den Platz bekommen, haben extrem gut gepresst und Sturm ist nicht ins Spiel gekommen. (…) Es war wichtig, dass wir das Tor am Anfang gemacht haben.“

Nikon El Maestro (Co-Trainer SK Puntigamer Sturm Graz):
…über das Spiel: „Ganz ehrlich, abgesehen von den Standards war es ausgeglichen von den Chancen. Aber wenn man drei Standardtore kassiert gegen den LASK, dann kann man das vergessen. Dann hat man keine Chance. Jeden abgewehrten Ball nach den Standards wollten sie mehr und haben sie auch gekriegt.“

…auf die Frage, in welcher Situation man sich im Moment befinde: „In einer sehr schwierigen. Wir müssen uns herrichten, wir spielen in drei Tagen wieder gegen die gleiche Mannschaft.“

…auf die Frage, ob er von manchen Spielern enttäuscht sei: „Nein. Generell von uns allen.“

Lukas Jäger (SK Puntigamer Sturm Graz):
…über das Spiel: „Ich denke, wir haben es in der ersten Halbzeit ganz schlecht gemacht. Wir haben zweimal bei den Standards geschlafen und bekommen ein Tor aus einem Standard und eines nach einem Einwurf. Das war heute zu wenig. Es ist schwierig eine Erklärung zu finden. Wir waren einfach nicht bissig genug. Der LASK war ein bisschen aggressiver als wir. (…) Wir haben nicht die richtigen Mittel gefunden und leider die erste Hälfte komplett verschlafen.“

…über die aktuelle Situation bei Sturm: „Es ist eine schwierige Situation. Wir haben zum Glück gegen Hartberg gewonnen, wollten heute nachlegen, das ist uns aber leider nicht gelungen.“

Andreas Schicker (Sportgeschäftsführer SK Puntigamer Sturm Graz):
…über seinen angeblichen Kontakt zu Nestor El Maestro beim Hartberg-Spiel: „Es hat keinen Kontakt in der Halbzeit zum Cheftrainer Nestor El Maestro gegeben. Es ist nun ein laufendes Verfahren, das der Senat behandeln wird und dann wird man sehen, was rauskommt. (…) Ich bin da ziemlich entspannt und auch überzeugt, dass da nichts rauskommen wird.“

…darüber, dass mit El Maestro immer was los sei: „Trotzdem ist er ein sehr, sehr guter Trainer. Aber natürlich könnte man es sich einfacher machen.“

…über das heutige Spiel: „Ich glaube, dass heute die letzte Überzeugung gefehlt hat, die wir in Hartberg definitiv gehabt haben. (…) Wenn du in Linz drei Standardtore kriegst, dann kannst du einfach nicht gewinnen. Vor allem in der ersten Halbzeit war das einfach zu wenig heute.“

…über die laufende Saison: „Platz fünf ist nach wie vor in Reichweite und das wird auch absolut unser Ziel sein. (…) Es zieht sich die ganze Saison dahin, wir sind nie in einen Lauf gekommen. Nestor El Maestro ist sicher ein Trainer, der sehr viel mit Überzeugung arbeitet und wenn du das nicht hast, dann wird es irgendwann schwierig.“

…über die Nicht-Berücksichtigung von Lukas Spendlhofer: „Das war jetzt aus sportlich, taktischen Gründen, dass wir ihn dieses Mal daheim gelassen haben. Es ist vom Trainer eine Entscheidung. Wir werden uns wieder zusammensetzen und schauen, was der beste Kader ist.“

…über den Vorwurf, dass man nicht wüsste, wofür Sturm stehe: „Zurzeit schaut es so aus. Ich kann den Zuschauer zuhause auch verstehen, dass er sagt: Für was stehen wir. Zu Beginn der Saison war das kurz da. Wir sind uns alle ziemlich im Klaren, was wir in der neuen Saison ändern müssen.“

Claus Hollmann (Sportpsychologe) in einem Videobeitrag vor dem Spiel:
…über den psychologischen Aspekt, dass man beim LASK mit dem Punkteabzug um die Früchte gebracht wurde: „Das führt dazu, dass man sich leicht in eine Opferrolle begibt. Eine Opferrolle ist keine gute Rolle auf Dauer, weil sie mit der eigenen Handlungsunfähigkeit in Zusammenhang steht. Opfer sind wenig Handlungsfähig, sind schwach, sind passiv.“

…über die zukünftige Situation beim LASK: „Ein wesentlicher Faktor wäre auch ein Annehmen der neuen Situation: Also ich kann es jetzt nicht mehr ändern, aber ich kann etwas zukunftsorientiert für die letzten sechs Spiele machen und alles herausholen, was in mir drinnen ist.“

…über die sportpsychologischen Folgen anhaltender Ungewissheit im Fall des LASK: „Ich bin überzeugt davon, dass die Spieler mit sehr viel positivem Feedback, mit sehr viel Wertschätzung und mit sehr viel Anerkennung konfrontiert waren. Das war so ein ganz ein positiver Drive. Und auf einmal ist das weg. Das erzeugt Irritation, das erzeugt Ungewissheit und wir wissen in der Psychologie, dass nichts unangenehmer ist, als Ungewissheit. Sogar ein erwiesenermaßen negatives Resultat ist leichter zu verarbeiten als Ungewissheit.“

Hans Krankl (Sky Experte):
…über das Spiel: „Sturm war erste Halbzeit ganz, ganz schlecht. Der LASK war sehr überzeugend, sehr spielbestimmend, sehr kraftvoll und Sturm hat eigentlich gar nichts entgegengesetzt.“

Alfred Tatar (Sky Experte):
…über Sturm und die Androhungen vor dem Hartberg-Spiel: „Für mich gibt es die Karte, die Andi Schicker vor dem Hartberg-Spiel gezogen hat, nicht mehr. Du kannst dieses selbe Herz-Ass nicht mehr hineinwerfen. Da brauchst du schon einen Jolly, aber den gibt es in diesem Sturm-Kartenset nicht.“