Verletzungen & Aufreger: Sorgenwolken bei Bayern vor CL-Duell
Der FC Bayern gewann zwar gegen Mainz 3:1, die Verletztenmisere und der Fall Noussair Mazraoui sorgen aber vor dem Duell mit Galatasaray (Dienstag ab 18 Uhr LIVE auf Sky Sport Austria 3!) für Misstöne.
Die Bayern wollen ihrerseits in der Gruppe A nach einem 4:3 gegen Manchester United und einem 2:1 beim FC Kopenhagen den dritten Erfolg einfahren. Galatasaray, das zuletzt mit einem 3:2 in Manchester für Aufsehen gesorgt hatte, ist aktuell der erste Verfolger des deutschen Spitzenclubs. United steht vor dem Heimspiel gegen Kopenhagen (Dienstag ab 18 Uhr LIVE auf Sky Sport Austria 3!) schon einigermaßen unter Druck.
Unverändert kämpft Trainer Thomas Tuchel in München allerdings mit der Personalsituation. Gegen den FSV Mainz zog sich Leon Goretzka eine Mittelhandfraktur zu, er wird wie Verteidiger Dayot Upamecano (Muskelverletzung im Oberschenkel) fix ausfallen. Zudem sind Einsätze der angeschlagenen Raphael Guerreiro und Mazraoui laut Tuchel fraglich. Torhüter Manuel Neuer soll erst am Wochenende in der Liga sein Comeback geben, Serge Gnabry muss nach seinem Armbruch noch aufpassen. „Eine große Verletzungsepidemie können wir uns nicht mehr erlauben. Jetzt gilt es, alles zusammenzuhalten, was wir haben“, stöhnte Tuchel vor der Reise nach Istanbul.
Nur 18 Bayern-Spieler stiegen in den Sonderflieger. Nach dem Wirbel um die Veröffentlichung eines pro-palästinensischen Social-Media-Beitrags machte Mazraoui am Montag aber immerhin das letzte Training vor dem Abflug mit. Der Marokkaner hatte ein Video verbreitet, in dem den Palästinensern im Konflikt mit Israel ein Sieg gewünscht wurde. Nach einem klärenden Gespräch kam der 25-Jährige ohne Folgen davon – zu wichtig ist er aktuell für Tuchel auf der Rechtsverteidigerposition, auf der zuletzt ÖFB-Teamspieler Konrad Laimer einspringen musste.
Sky-Experte Hamann kritisiert „ewige Jammerei“
Dass der Trainer wiederholt die fehlende Kaderbreite anspricht, stößt Dietmar Hamann sauer auf. Natürlich hätte der deutsche Fußball-Rekordmeister aus München ein oder zwei Spieler mehr im Kader haben können, aber „diese ewige Jammerei, ich kann das wirklich nicht mehr hören“, sagte der Sky-Experte und legte nach: „Er kann sich nicht einfach aus der Verantwortung stehlen, denn er war Teil des Transfer-Gremiums. Und er hat sich nicht entscheiden können, wen er wollte.“
Auch für Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß steht fest: „Wenn Sie jedes Wochenende sehen, was wir auf der Bank sitzen haben – nur Nationalspieler – dann haben wir keinen dünnen Kader.“
(APA).
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