Das Technik-Doppel in Schladming ist für Österreichs Alpin-Skiteam um Manuel Feller (Bild) nicht so verlaufen, wie man e

Verpatzte Generalprobe für ÖSV-Techniker in Schladming

Das Technik-Doppel in Schladming ist für Österreichs Alpin-Skiteam nicht so verlaufen, wie man es sich bei einer Olympia-Generalprobe vorstellt. Platz acht als Bestleistung am Dienstag im Riesentorlauf durch Marco Schwarz folgte am Mittwoch im zweiten Nightrace-Teil Rang fünf durch Fabio Gstrein im Slalom. Doch beim Heim-Event sind Podestplätze gefragt und gefordert. Wenige Lichtblicke waren zwar dabei, der grundsätzliche Fokus liegt bis zu den Spielen aber am Nachjustieren.

Zufrieden mit sich und der Welt durfte endlich wieder einmal Fabio Gstrein sein. Nach der Bestzeit im zweiten Kitzbühel-Lauf verbesserte er sich im Schladming-Finale von der zehnten auf die fünfte Position. Das gefiel auch Männer-Cheftrainer Marko Pfeifer: „Fabio ist jetzt drei gute Durchgänge gefahren – das war jetzt wichtig für Olympia.“ Österreichs an diesem Tag Bester freute sich über sein erstes einstelliges Ergebnis in diesem Winter. „Ich habe daran geglaubt, dass ich so wieder rennfahre wie letztes Jahr. Das Skifahren passt wieder, jetzt kann ich gut weiterarbeiten.“

Bis zum olympischen Spezial-Slalom am 16. Februar sind es noch knapp drei Wochen, das gibt Gstrein die Möglichkeit für eine willkommene Pause: „Ich werde jetzt einmal ein bisschen rausnehmen. Der Jänner ist immer ein bisschen stressig und lang“, bezog sich der 28-Jährige auf die fünf Klassiker Madonna, Adelboden, Wengen, Kitzbühel und Schladming – alles innerhalb von drei Wochen. Zwei Tage wolle er nächste Woche trainieren. „Und dann wieder gescheit rennfahren, da ist ja die Kombi dann auch noch. Ich sehe Gott sei Dank wieder, dass ich im Rennen schnell sein kann.“

Feller: „Muss alles zusammenpassen“

Manuel Feller betrieb mit Rang zehn nach Halbzeitrang 13 etwas Schadensbegrenzung, der Anspruch des Kitzbühel-Siegers ist aber auch das nicht. „Im ersten Durchgang habe ich eine Watschen bekommen, im zweiten hat es besser zusammengepasst.“ Es sei aber einfach ein anderes Rennen als in Kitz gewesen – vom Gelände und vom Untergrund her. „Bei dem Feld, das wir im Slalom haben, muss einfach alles zusammenpassen, damit man vorne mitkommt.“ Wegen Schmerzen im Leisten- und Schambein-Bereich sei nun Regeneration, Therapie und Beine hochlagern angesagt.

Zwei Plätze hinter Nur-noch-Slalomfahrer Feller kam Joshua Sturm wie am Vortag im Riesentorlauf auf Platz zwölf, seine besten Platzierungen im Weltcup. Feller gratulierte: „Er ist eines unserer heißesten Eisen, was den Nachwuchs betrifft. Er hat eine gute Leistung gezeigt und wird uns sicher noch Freude bereiten.“ Pfeifer stimmte in den Lobgesang mit ein: „Joshua kommt von Rennen zu Rennen besser in Form.“. Der Tiroler selbst ärgerte sich freilich mehr über das Verpassen der Top Ten wegen eines Fehlers. „Aber die Formkurve zeigt nach oben, und das fühlt sich gut an.“

Strolz nach erneutem Ausfall frustriert

Frustriert hingegen war Johannes Strolz. Für den 15. von Kitzbühel schien es als Halbzeit-14. weiter aufwärts zu gehen, dann der Ausfall. „Der erste Lauf war gut. Aber das ist zu wenig, wenn dann ein Nuller dasteht.“ Für den nicht für die Spiele nominierten Vorarlberger Peking-Olympiasieger geht es im Slalom erst am 8. März in Kranjska Gora weiter. „Ich werde nach ein paar Tagen Pause wieder trainieren, um etwas vorwärtszubringen.“ Ziel sei es, sich in der Bewegung zurückzunehmen, die Schwünge mit guter Körperspannung zu fahren und die Skier wirken zu lassen.

Pfeifer bekrittelte im Allgemeinen zu viele Fehler. „Im Riesentorlauf haben wir uns mit den Bedingungen ein bisschen schwergetan“, sprach er die Eis-Piste an, „im Slalom im ersten Durchgang zu viel Zeit verloren. Da haben wir viel liegengelassen.“ Das Olympia-Duo Marco Schwarz (32.) und Michael Matt (33.) schaffte es gar nicht in Lauf zwei. Vor den Spielen findet im Männer-Weltcup am Sonntag in Crans-Montana noch eine Abfahrt statt, für Freitag und Samstag sind dort Abfahrt und Super-G der Frauen angesetzt. Ab Mittwoch wird schon auf den Olympia-Abfahrten trainiert.

Frühe Enttäuschung in Schladming für Matt und Schwarz

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(APA) / Bild: GEPA