Via Österreich zur WM? Die Chancen der Bundesliga-Profis
Das Starterfeld für die WM 2026 ist seit heute komplett – ab sofort geht es für die Spieler darum, ihre Plätze in den Endrunden-Aufgeboten zu sichern.
Auch einige Profis der ADMIRAL Bundesliga dürfen bereits für die WM vorplanen oder zumindest auf eine Nominierung hoffen. Von gleich mehreren Kontinenten könnten Vertreter der Bundesliga am Turnier in Amerika teilnehmen und mehr als die Hälfte der Erstliga-Vereine repräsentieren.
Österreich:
Das ÖFB-Team gibt bekanntlich nach 28 Jahren sein WM-Comeback und lässt natürlich auch in der Heimat engagierte Profis auf die WM hoffen. Im Kader der Testspiele standen drei Bundesliga-Profis: Quali-Stammkeeper Alexander Schlager von Salzburg startete gegen Ghana, LASK-Leihstürmer Sasa Kalajdzic kam bei beiden Spielen als Joker zum Einsatz. Hinzu kommt WAC-Profi Alessandro Schöpf, der nominiert wurde, jedoch verletzt passen musste.
„Will alles probieren“: Weimann hofft weiter auf WM-Teilnahme
Zumindest kleine Hoffnungen hegen außerdem noch WAC-Goalie Nikolas Polster, der im Vorjahr genannt wurde, sowie ein Rapid-Trio: U21-Stürmer Nikolaus Wurmbrand erzielte in der Quali sein Debüt-Tor. Routinier Andreas Weimann und SCR-Kapitän Matthias Seidl standen darüber hinaus zuletzt auf der ÖFB-Abrufliste.
Bosnien-Herzegowina:
Happy End für Österreichs Quali-Gruppengegner: Bosnien-Herzegowina kehrt nach dem Elfer-Krimi gegen Italien erstmals seit 2014 zur WM zurück und lässt gleich vier Bundesliga-Kicker träumen: Salzburg-Youngster Kerim Alajbegovic glänzte als treffsicherer Elferschütze und steuerte den wichtigen Assist zuvor gegen Wales bei.
Von Sturms Trio bestritt Arjan Malic im Vorjahr seine ersten sechs Länderspiele, wurde aber zuletzt zur U21 abgestellt. Jusuf Gazibegovic fehlte verletzt, er kam zuletzt gegen Österreich im September zum Einsatz. Beim Rückspiel in Wien gab zudem Emir Karic sein Debüt, auch er war aber im Playoff-Kader abwesend.
Australien:
Ein überraschend großes Liga-Aufgebot könnte zumindest theoretisch auch der nunmehrige Stammgast aus „Down Under“ bei der WM stellen: Australien startete mit zwei Siegen gegen Kamerun und Curacao ins Jahr, GAK-Profi Jacob Italiano bestritt im ersten Match sein insgesamt bereits drittes Länderspiel.
Italiano: „WM ein Traum für jeden Spieler“
Nur Außenseiterchancen haben wohl Rapid-Profi Marco Tilio, der im Vorjahr nominiert wurde, sowie Austrias verletzter Angreifer Noah Botic, der ebenso im letzten Jahr erstmal im Nationalkader stand.
Südkorea:
„Heimniederlage“ für Südkoreas Teamspieler Tae-Seok Lee in Wien: Der Austria-Profi verlor mit seinem Team zwar den Test gegen Österreich, hat seinen Startplatz aber quasi fix: Der internationale Dauerbrenner kam in 13 der letzten 15 Länderspiele zum Einsatz.
Panama:
Noch länger ist LASK-Verteidiger Andres Andrade ein Fixpunkt seines Teams. Der 47-fache Teamspieler Panamas kam zwar nur im ersten Test gegen Südafrika zu einem Kurzeinsatz. Für gewöhnlich ist der Defensivspieler aber beim WM-Rückkehrer aus Mittelamerika gesetzt.
Schweden und Tschechien fahren zur WM – Polen und Dänemark gescheitert
Tschechien:
Eine überraschendere WM-Chance könnte sich für seinen Mitspieler Krystof Danek dank Tschechiens doppeltem Elfer-Coup im Playoff ergeben: Der zweifache Teamspieler debütierte schon im Herbst. Nun fehlte der LASK-Offensivmann aber aufgrund von muskulären Problemen.
Schweden:
Eher minimale Turnierchancen besitzt Salzburgs John Mellberg, der im Vorjahr erstmals für Playoff-Sieger Schweden nominiert wurde. Aktuell hadert er aber mit einer Knieverletzung. Sein Vater Olof Mellberg absolvierte als 117-facher Teamspieler einst acht WM-Einsätze.
Japan:
Keine Berücksichtigung fand aktuell auch Teamkollege Sota Kitano bei Japan. Er gab im November gegen Ghana sein Länderspiel-Debüt, verpasste heuer verletzungsbedingt aber auch schon einige Spiele.
Schöttel wünscht sich Veränderung bei Verbandswechseln: „Klare Regel wäre besser“
Chancen als Last-Minute-Debütanten?
Bei einem starken Saison-Finale ist es außerdem nicht ausgeschlossen, dass noch weitere Neulinge im letzten Moment auf den WM-Zug aufspringen können: Potenzielle Kandidaten hierfür wären Ried-Stürmer Antonio van Wyk für Südafrika oder Rapids Petter Nosa Dahl für Norwegen. Auch Salzburgs Edmund Baidoo für Ghana dank Trainerwechsel oder Australiens U23-Teamspieler Jed Drew von Hartberg könnten dann eine überraschende Einberufung erhalten. Auch der derzeitige Trend zum Nationenwechsel würde für manche Profis eine kleine Restchance bedeuten.
(Red.)
Beitragsbild: GEPA/Imago.
