Vierter Trainer der Saison: WAC hofft gegen Ried auf Silberberger-Effekt
Wolfsberg hofft einmal mehr in dieser Saison auf den Trainereffekt. Beim kriselnden WAC debütiert Neo-Coach Thomas Silberberger am Samstag (ab 16:30 Uhr live & exklusiv auf Sky und im Stream mit Sky X) ausgerechnet gegen den Spitzenreiter der Qualifikationsgruppe, die SV Ried. Die Kärntner sind mit einem Negativlauf bis auf die vorletzte Position abgerutscht und liegen vor der 26. Runde vier Punkte vor Blau-Weiß Linz.
Im Lavanttal schlug dieser Tage der vierte Trainer binnen einer Saison sein Lager auf. Nach zehn sieglosen Spielen zog WAC-Mäzen Dietmar Riegler die Reißleine, stellte Ismail Atalan dienstfrei und holte den eben erst bei Zweitliga-Aufstiegsaspirant Admira entlassenen Silberberger. Dieser habe von Dienstag weg eine „extrem willige und konkurrenzfähige“ Mannschaft vorgefunden.
„Jeder Trainerwechsel weckt Hoffnungen, hinterlässt aber auch Narben bei Spielern“, sagte Silberberger. Er sei der nächste, der diese mit „anderen Vorstellungen und anderen Ideen“ konfrontiert. „Da prasselt viel auf die Spieler ein.“
Zu erwarten ist eine Rückkehr zur Dreier- bzw. Fünferkette, von der Atalan in den letzten beiden Partien abgewichen war. Viel wichtiger als das System ist die Leistung auf dem Platz. „Wir müssen den Spielstil in der Qualirunde annehmen, da müssen alle gegen den Ball mitarbeiten und so anlaufen, dass wir den Gegner zu Fehlern zwingen“, forderte der Tiroler. Vor allem gegen die Rieder sei auch eine „extreme Fokussierung“ bei Standardsituationen und zweiten Bällen sehr wichtig. „In den Bereichen spielt Ried sicher am obersten Level.“
Silberberger warnt vor Mutandwa
Mit Kingstone Mutandwa verfügen die Innviertler über den mit Sturms Otar Kiteishvili Führenden der Liga-Schützenliste. Der 23-jährige Sambier machte zuletzt mit einem Hattrick aus einem 0:2 ein 3:2 gegen Altach.
„Er ist im Strafraum sehr präsent, kopfballstark, ein Unterschiedsspieler. Dass wir ihn über den kompletten Platz verfolgen, so ist es aber nicht“, sagte Silberberger. Man werde ein „Gegenmittel“ finden. Eine Rolle dürfte der zuletzt nicht eingesetzte WAC-Kapitän Dominik Baumgartner spielen. „Er ist in meinen Gedanken ganz klar ein Führungsspieler“, betonte Silberberger.
Nicht bauen kann er auf Alessandro Schöpf und Markus Pink. Den Riedern fehlt keine Stütze. Sie wollen auch das dritte direkte Duell gewinnen, nachdem beim 2:1 und 1:0 Mutandwa spät getroffen hatte. „Mit einem Erfolg können wir einen weiteren sehr großen Schritt in Richtung unseres Saisonziels machen. Diese Ausgangssituation müssen wir als Chance wahrnehmen und nicht als Belastung“, sagte Ried-Trainer Maximilian Senft. Um die individuelle Klasse des WAC wisse jeder Bescheid.
„Wir müssen davon ausgehen, dass sich unser Gegner noch einmal als Kollektiv aufrichtet und mit einem neuen Trainer die Flucht nach vorne sucht.“ Sechs Punkte beträgt der Vorsprung auf den WAC.
Neo-WAC-Trainer Silberberger will „Verein zu alter Stärke zurückführen“
(APA)/Bild: GEPA
