SCHLADMING,AUSTRIA,11.JAN.22 - ALPINE SKIING - FIS World Cup, slalom, ladies. Image shows Petra Vlhova (SVK). Photo: GEPA pictures/ Harald Steiner

Vlhova-Führung im Nachtslalom in Schladming

via Sky Sport Austria

Petra Vlhova liegt nach dem ersten Slalom-Durchgang der alpinen Ski-Frauen in Schladming in Führung und ist damit dem vorzeitigen Gewinn der kleinen Weltcup-Kugel einen Schritt nähergekommen. Auf Platz zwei landete die Deutsche Lena Dürr (+0,27 Sekunden), US-Star Mikaela Shiffrin klassierte sich mit 0,42 Sekunden Rückstand an der fünften Stelle.

Den ÖSV-Läuferinnen gelang im ersten Lauf dieser von hohen Erwartungen begleiteten Frauen-Premiere auf dem Planai-Zielhang, auf dem sonst das berühmte „Nightrace“ der Männer stattfindet, zunächst kein Spitzenplatz. In Abwesenheit der wegen eines positiven Corona-Tests fehlenden Katharina Truppe war Katharina Liensberger als Achte (+0,79) beste Heimische.

Allerdings überraschte die 25-jährige Tirolerin Marie-Therese Sporer als Elfte (+1,08) trotz Startnummer 25. Chiara Mair lag vor der Entscheidung (20.45 Uhr) auf Platz 14, Katharina Huber war 22.

Im Finale nicht mehr mit dabei auf der Planai war hingegen Katharina Gallhuber. Die hoch eingeschätzte Niederösterreicherin, Sechste in Lienz und Zagreb sowie zuletzt Achte in Kranjska Gora, verpasste als 31. die 30er-Entscheidung knapp um eine Zehntelsekunde.

„Mein Start war noch okay. Danach schaut es aber so aus, also ob ich bei jedem Rechtsschwung abschwingen möchte. Ich habe die Ski überhaupt nicht auf Zug gebracht“, gab sich Gallhuber selbstkritisch. „Das war absolut langsam. Natürlich bin ich sehr unzufrieden“, ärgerte sich die Olympia-Dritte, die zunächst noch gehofft hatte, im zweiten Durchgang mit guter Startnummer eine Bestzeit zu erzielen und so „noch etwas gutmachen“ zu können.

„Aber wahrscheinlich wollte ich zu viel“, musste Gallhuber letztlich das ohne Zuschauer ausgetragene und von Flachau übernommene Heimrennen früh abhaken. „Komisch. Beim Einfahren habe ich mich noch gut gefühlt. Irgendwas ist dann aber daneben gegangen“, rätselte die Göstlingerin.

Die Veranstalter hatten für die Frauen-Premiere eine sehr gute, griffige Piste bereitgestellt und den Kurs gegenüber den Männern deutlich verkürzt. Auch Gallhuber hatte beim Einfahren zudem bemerkt, „dass doch nicht so viele steile Tore drin sind“. Marlies Raich (ehemals Schild), die einst selbst als Vorläuferin bei den Männern auf einer totalen Eispiste gefallen hatte, hätte zumindest auf die Verkürzung verzichtet. „Die Frauen können ja Ski fahren“, sagte die Weltmeisterin von 2011 und Gewinnerin von 35 Weltcup-Slaloms.

ÖSV-Sportdirektor Anton Giger war zur Renn-Halbzeit mit dem Abschneiden abgesehen von Sporer gar nicht zufrieden. „Wir haben uns auf die aggressiven Verhältnisse nicht gut genug eingestellt. Da erwarten wir uns mehr“, lautete die „Zielraum-Predigt des Salzburgers. „Wir müssen im zweiten Gas geben, das geht besser“, so Giger.

(APA)

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Beitragsbild: GEPA