„Völlig im Stich gelassen“: Glasner-Rundumschlag gegen Vereinsführung
Crystal Palace ging im ersten Spiel nach der Abschiedsankündigung von Oliver Glasner leer aus und bei Aufsteiger Sunderland trotz 1:0-Führung durch Yeremy Pino als Verlierer vom Platz.
Die Londoner warten seit zehn Pflichtspielen auf einen Sieg. In der Tabelle belegt man derzeit Rang 13. Coach Glasner kritisierte nach dem Match die Vereinsführung scharf und erklärte, seine Mannschaft sei „völlig im Stich gelassen“ worden. Glasner spielte dabei darauf an, dass nun auch Palace-Kapitän Marc Guehi den Club verlässt – Richtung Manchester City.
HIGHLIGHTS | AFC Sunderland – Crystal Palace | 22. Spieltag
„Ich kann keinem Spieler die Schuld geben. Sie haben alles gegeben, und das geht nun schon seit Wochen und Monaten so. Wir haben zwölf, 13 Spieler aus dem Kader zur Verfügung, wir fühlen uns nicht unterstützt. Das Schlimmste ist, dass wir unseren Kapitän einen Tag vor einem Premier-League-Spiel verkaufen“, sagte Glasner zur BBC.
Glasner: „Habe immer meinen Mund gehalten“
Er könne das nicht verstehen. „Ich habe immer meinen Mund gehalten, aber jetzt kann ich das nicht mehr, weil ich diese Spieler verteidigen muss, denn heute war es das 35. Spiel.“ Man habe ihm in dieser Saison „zweimal das Herz herausgerissen“ – im Sommer als Offensivstar Eberechi Eze verkauft wurde und nun Kapitän Guehi.
Glasner: „Suche nach neuer Herausforderung“
Es sei nicht einfach mit so einem kleinen Kader. „Ich schaue auf die Bank, ich kann nicht reagieren. Nur Kinder auf der Bank, und das ist nicht erst seit gestern so, sondern schon seit Wochen. Deshalb bin ich heute wirklich frustriert.“ Auf die Frage, ob er vor Saisonende gehen würde, antwortete Glasner: „Nein, niemals, das würde ich niemals tun. Ich werde mit dieser Gruppe von Spielern bis zum Ende durchhalten.“
(APA/Red.)
Beitragsbild: Imago.
