SALZBURG,AUSTRIA,14.FEB.20 - SOCCER - tipico Bundesliga, Red Bull Salzburg vs Linzer ASK. Image shows James Holland (LASK) and Zlatko Junuzovic (RBS). Photo: GEPA pictures/ Jasmin Walter

Vor dem Bundesliga-Restart: Die Teams der Meistergruppe im Formcheck

via Sky Sport Austria

Am heutigen Dienstag nimmt die tipico Bundesliga nach 85 Tage Pause den Spielbetrieb wieder auf. Heute steigt die erste Runde in der Qualifikationsgruppe (ab 17:30 live auf Sky Sport Austria 1 HD – mit Sky X kannst du die Spiele live streamen – monatlich kündbar), morgen beginnt in der Meistergruppe der Kampf um den Meistertitel. Sky Sport blickt auf die Formkurven der Teams aus der Meistergruppe vor der corona-bedingten Pause zurück.

Red Bull Salzburg

Den Start aus der Winterpause hat man sich bei den Salzburgern sicher anders vorgestellt. Nach den Abgängen von Erling Haaland , Takumi Minamino und Marin Pongracic, verliefen die ersten Runden nach der Winterpause nicht nach Wunsch. Nur einen Sieg kann die Mannschaft von Trainer Jesse Marsch im Frühjahr verbuchen (zwei Niederlagen, ein Remis). Zudem plagten den Meister Verletzungssorgen und die Neuzugänge liefen noch nicht warm. So absolvierte etwa Rekordtransfer Noah Okafor, aufgrund von Verletzungen, erst 57 Minuten in der tipico Bundesliga. Zudem fehlte auch der Taktgeber und Antreiber im Mittelfeld Zlatko Junuzovic.

Nach dem Punkteabzug gegen den LASK, übernahm der Serienmeister am grünen Tisch, während der Corona-Pause die Tabellenführung. Mit drei Punkten Vorsprung auf den LASK, bzw. vier Punkte auf Rekordmeister Rapid Wien starten die Salzburger in die Meisterrunde. Bereits am Mittwoch steht ein entscheidendes Spiel am Programm. Mit einem Sieg könnten die Salzburger Rapid aus dem Titelkampf kicken. Beim 5:0 Cup-Triumph gegen Austria Lustenau am vergangenen Freitag zeigte sich der Tabellenführer topfit und in Torlaune. Zum Restart wartet mit Rapid aber ein härterer Brocken. “Rapid hat eine gute Mannschaft, wir müssen für noch einen Kampf bereit sein”, zeigt sich Jesse Marsch gewarnt.

LASK

Nach dem Punkteabzug nimmt der LASK vom zweiten Tabellenplatz Jagd auf Serienmeister Red Bull Salzburg. Drei Punkte trennen die beiden Teams. Vor der spielfreien Zeit lief es beim Team von Valerien Ismael wie am Schnürchen. Gleich zu Beginn des Frühjahrs setzte man mit dem 3:2-Sieg in Salzburg ein Ausrufezeichen. Es folgten drei weitere Siege, gegen den SKN St. Pölten (4:1), TSV Hartberg (5:1) und SV Mattersburg (1:0). Zudem kommen noch die starken Leistungen gegen PSV Eindhoven in der Europa League.

Entscheidend wird sein, wie die Mannschaft des LASK den Medienrummel ausblenden kann und an die gezeigten Leistungen vor der Pause anknüpfen kann. Der Testlauf vor dem Bundesliga-Start gegen den SKN St. Pölten endete torlos. Die Athletiker waren über die meiste Spielzeit die spielbestimmende Mannschaft, konnten die vorhandenen Torchancen allerdings nicht in Tore ummünzen. Trainer Valerien Ismael zeigte sich dennoch zufrieden: “Gerade was die Intensität sowie Erfahrungswerte hinsichtlich Abstimmung und Atmosphäre im Stadion betrifft, war das aus unserer Sicht ein sehr gelungener Test.“ Ismael muss weiterhin auf die beiden Langzeit-Verletzten Thomas Goiginger und Marvin Potzmann verzichten.

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Rapid Wien

Leise aber durchaus berechtigte Hoffnungen auf den 33. Meistertitel macht man sich diese Saison in Wien-Hütteldorf. Vier Zähler fehlen auf Tabellenführer Salzburg. Mit einer Niederlage am Mittwoch in Salzburg könnte der Titel allerdings schnell in weite Ferne rücken. Vor der unerwerwarteten Unterbrechung der Meisterschaft zeigte sich der SCR gut in Form. Zwei Siegen, stehen zwei Unentschieden in den vier Spielen gegenüber. Neun Tore erzielte die Mannschaft von Dietmar Kühbauer dabei und musste fünf Treffer einstecken.

Das Testspiel gegen Zweitligist SV Horn entschieden die Hütteldorfer mit 3:0 für sich. Top-Torjäger Taxiarchis Fountas, Thomas Murg und Winter-Neuzugang Ercan Kara waren für die Grün-Weißen erfolgreich.

Thorsten Schick, Koya Kitagawa und Dejan Ljubicic kehren nach der Pause wieder in den Kader der Hütteldorfer zurück. Vor allem Ljubicic und Schick dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf einen Startelf-Einsatz machen.

Wolfsberger AC

Mit den Abgängen von Trainer Gerhard Struber und den Leistungsträgern Michael Sollbauer, Marcel Ritzmaier und Anderson Niangbo musste der WAC einen kleinen Umbruch vollziehen. Mit Ferdninand Feldhofer wurde ein neuer Übungsleiter installiert, der die gute Arbeit von seinem Vorgänger nahtlos fortsetzte. Aus den letzten vier Runden des Grunddurchgangs holten die Lavanttaler sieben Punkte (zwei Siege, ein Remis, eine Niederlage).

Beim einzigen Testlauf vor dem Restart der tipico Bundesliga zeigte sich der WAC schon wieder gut in Schuss. Gegen den SV Mattersburger siegte der Tabellenvierte mit 3:0. Doppelt traf dabei der Führende der Torschützenliste Shon Weissman. Zudem steuerte auch „Assistkönig“ Michael Liendl einen Treffer. Zusammen mit Edeltechniker Milos Jojic harmoniert das Offensiv-Trio prächtig.

Mit Grunddurchgangs-Ergebnissen: So würde die Meistergruppe ausgehen

Sturm Graz

Nur ein Sieg nach der Winterpause steht auf der Habenseite des SK Sturm Graz. Nach dem Cut liegt die Mannschaft von Trainer Nestor El Maestro auf dem fünften Tabellenplatz. 16 Punkte hat der SK Sturm auf dem Konto, auf einen Europacup-Platz fehlen nur drei Zähler.

Der Probegalopp gegen die Admira endete torlos. “Wichtig war, dass wir wieder Matchpraxis sammeln konnten. Wir haben probiert die Atmosphäre, welche nächste Woche vorherrschen wird zu simulieren”, meinte Offensivspieler Philipp Huspek.

Aufgrund einer Sprunggelenksverletzung verpasste Topscorer Kiril Despodov alle vier Spiele im Frühjahr. Nach der Corona-Pause kehrt der Bulgare wieder in den Kader der “Blackies” zurück und könnte dem Offensivspiel wieder mehr Frische verleihen.

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TSV Hartberg

Trotz drei Niederlagen aus den letzten vier Spielen vor der Corona-Pause haben die Hartberger ihr Saisonziel, den Klassenerhalt erreicht. Dabei steckte sowohl in der Offensive als auch in der Defensive nach der Winterpause sehr viel Sand im Getriebe. 13 Gegentore und drei selbsterzielte Tore sprechen eine klare Sprache. Einzig gegen Lieblingsgegner Rapid konnte man im Frühjahr anschreiben. Erst der Last-Minute-Ausgleich von Ercan Kara verwehrte den Hartbergern drei Punkte. Dank einem starken Herbst-Durchgang schafften es die Oststeirer dennoch in die Top 6.

Das Testspiel gegen die Wiener Austria ging mit 0:1 verloren. Den einzigen Gegentreffer kassierten die Hartberger nach einem direktem Freistoß. „Es war ein wichtiger und guter Test. Für mich war es sehr wichtig zu sehen, wie sich der eine oder andere Spieler nach langer Abwesenheit zurückgemeldet hat und ob die jungen Spieler bereit sind. Spielerisch haben wir natürlich noch Luft nach oben. Für mich persönlich und für alle Beteiligten war es schön wieder am Platz zu stehen. Wesentlich war auch die Atmosphäre zu spüren, wie es sich anfühlt, ohne Zuschauer zu spielen. Ich konnte wesentliche Rückschlüsse für die nächsten Wochen ziehen”, analysierte Cheftrainer Markus Schopp.

Michael John Lema steht Markus Schopp weiterhin nicht zur Verfügung. Der 20-jährige Offensivspieler laboriert an einer Kreuzbandverletzung.

Vor dem Bundesliga-Restart: Die Teams der Qualifikationsgruppe im Formcheck