WAC zittert sich ins Cup-Achtelfinale – Wimmer droht langer Ausfall
Der WAC hat das Cup-Aus als einziger Bundesligist gerade noch vermieden. Die Kärntner setzten sich am Sonntag nach schwacher Darbietung gegen Drittligist Parndorf erst im Elfmeterschießen durch. Somit stehen erstmals seit 2003 alle Bundesligisten in der Runde der letzten 16.
Beim Cupsieger von 2025 lief von Beginn an wenig zusammen, zu allem Überfluss verletzte sich Abwehrchef Nicolas Wimmer ohne Fremdeinwirkung mutmaßlich schwer am rechten Knie. Weil es auch für Stürmer Giacomo Vrioni nicht mehr weiterging, hatte WAC-Coach Thomas Silberberger bereits nach gut einer Stunde sein Wechselkontingent ausgeschöpft. Dennoch schien der Bundesligist die Sache in regulärer Spielzeit zu regeln, als Markus Pink nach Freistoßflanke von Dominik Fitz einköpfelte (79.).
Der Vierte der Regionalliga Ost steckte aber nicht auf, und Dominik Schmidt köpfelte die Burgenländer nicht unverdient in die Verlängerung (91.). In dieser flog prompt WAC-Akteur Otar Mamageishvili mit Gelb-Rot vom Platz (92.). Zwar schoss Luca Hassler einen bereits in den Seilen hängenden WAC erneut voran (96.), danach spielte aber fast nur noch Parndorf. Fabian Ziniel gelang per Kopf das 2:2 (107.). Im Elferschießen trafen je vier der ersten fünf Schützen, ehe ausgerechnet Schmidt an WAC-Keeper Lior Glicklich scheiterte.
„Wir sind mit zwei blauen Augen rausgekommen, aber die schwere Verletzung macht den Sieg eigentlich wertlos“, sagte Silberberger im ORF-Interview mit Blick auf seinen Verteidiger. Hinzu kam die Leistung. „Zweimal in Führung, zweimal haben wir es nicht sauber verteidigt – es ist extrem viel zu tun.“ Immerhin Losfee Herbert Prohaska war den Kärntnern gnädig. Mit Hertha Wels zog der WAC eines der leichteren Lose.
