„War mir nicht bewusst“: Pöltl spricht über Verletzung
Jakob Pöltl bleibt auch in einer durchaus schwierigen Saison mit den Toronto Raptors in der National Basketball Association (NBA) positiv. Dass die Bilanz der Kanadier nicht so gut sei, „wie sie vielleicht sein könnte“, führte er im Gespräch mit der APA in Indianapolis auch auf Verletzungen zurück. Selbige würden „eine große Rolle“ spielen.
Der 29-jährige Center aus Wien war erst am Mittwoch nach einer Zwangspause von acht Spielen aufs Parkett zurückgekehrt. Er hatte sich am 29. Jänner bei den Washington Wizards einen „Bauchmuskeleinriss beim Ansatz bei der Hüfte“ zugezogen, was sich erst bei genaueren Untersuchungen herausstellte. Er habe Schmerzen beim Kontakt im Spiel gehabt und „gemerkt, dass es nicht besser, sondern tendenziell schlechter“ wurde. „Es war mir nicht bewusst, was passiert ist, und dachte zunächst an eine Prellung“, schilderte Pöltl. Dann habe es sich „hingezogen“, weshalb er die Sache „anschauen“ habe lassen. Dabei sei die gröbere Verletzung diagnostiziert worden.
Pöltl mit drei Wochen Auszeit
Natürlich hätte er gern gespielt, betonte der heimische NBA-Pionier. Dies auch deshalb, weil es während seiner dreiwöchigen Abwesenheit durchaus Partien gegeben habe, wo er der Meinung gewesen sei, „ich könnte wirklich am Court helfen“. Aber alles in allem hätten „die Burschen“ (seine Mannschaftskollegen, Anm.) ihre Sache gut gemacht. Es sei demnach „auch cool“ gewesen, ihnen zuzuschauen.
Grundsätzlich sei er „eigentlich sehr zufrieden“ damit, „wie weit wir uns verbessert haben“, sagte Pöltl. Das gelte für die Mannschaft ebenso wie individuell für die Spieler. „Natürlich hätten wir gern mehr Spiele gewonnen und wären gern mehr im Playin/Playoff-Rennen. Aber wir haben am Anfang der Saison gesagt, dass das nicht unser Nummer-eins-Fokus ist.“ Ziel sei es vielmehr, sich als Team zu verbessern, um in der Zukunft „angreifen“ zu können.
Das Playin haben die Raptors laut ihrem Center auch im laufenden Spieljahr noch nicht aus den Augen verloren. „Wir wollen immer noch jede Partie gewinnen. Aber wir gehen das von Spiel zu Spiel an.“ 23 Begegnungen stehen in der regulären NBA-Saison für die Raptors noch aus.
(APA) / Bild: Imago
