Was gelingt Rossi mit Minnesota? Die NHL-Saisonvorschau der Western Conference

Die NHL-Saison 2024/25 steht in den Startlöchern. Das erste Saisonspiel zwischen den Buffalo Sabres und den New Jersey Devils steht heute (ab 18:45 Uhr live auf Sky Sport Austria – holt euch jetzt den Sky X-Traumpass) auf dem Programm. Dieses und rund 300 weitere Spiele der besten Eishockey-Liga der Welt sind live auf Sky zu sehen.

Kurz vor dem offiziellen Saisonstart analysiert Sky-Redakteur Mathias Blaas die wichtigsten Themen der 32 Mannschaften. Im zweiten Teil werden die Teams aus dem Westen, also der Central Division und der Pacific Division, beleuchtet.

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Central Division

Dallas Stars

Die Stars haben eine beeindruckende Saison mit 52 Siegen in der regulären Saison und den Vorstoß bis ins Western Conference Finale hinter sich. Vor der neuen Saison steht vor allem der junge Logan Stankoven im Fokus, nachdem er in seiner Rookie-Saison 14 Punkte in 24 Spielen und acht weitere Zähler in den Playoffs sammelte. Zusammen mit Wyatt Johnston, Jason Robertson und Roope Hintz gehört Stankoven zur neuen, jungen Garde der Stars, die bereits mehrere gute Spielzeiten absolviert hat. Auch wenn das Karriereende von Joe Pavelski ein schwerer Schlag für Dallas ist, sind die Routiniers Jamie Benn und Tyler Seguin weiterhin da, um die aufstrebenden Jungspieler zu unterstützen.

Um so erfolgreich wie letztes Jahr zu sein, wollen die Stars bei den Special Teams an die Form der Vorsaison anknüpfen. In der Defensive verfügt Dallas mit Miro Heiskanen über einen absoluten Superstar und auch die Tormannposition ist stark besetzt. Dank dieser Kadertiefe und Stabilität bleiben die Stars auch in dieser Spielzeit ein ernstzunehmender Kandidat für den Stanley Cup.

Letzte Saison: 52-21-9 – erster Platz in der Central Division – Aus in der dritten Playoff-Runde

Erwartungshaltung vor dieser Saison: Souveräner Playoff-Einzug & Titelgewinn

Winnipeg Jets

Schwierig einzuschätzen sind die Winnipeg Jets. Das kanadische Franchise hat mit Scott Arniel einen neuen Head-Coach, nachdem Rick Bowness zurückgetreten ist. Winnipeg musste im Sommer die Abgänge von Sean Monahan und Tyler Toffoli verkraften, doch die Jets setzen in der Offensive wohl auf Ausgewogenheit. Im letzten Jahr erzielten 12 Spieler mehr als 30 Punkte, Kapitän Mark Scheifele führte die Mannschaft mit 72 Punkten an.

Die Defensive ist weiterhin stark von Connor Hellebuyck abhängig. Der Tormann und amtierende Vezina-Trophy-Gewinner wurde mit einem neuen Siebenjahresvertrag ausgestattet und war entscheidend daran beteiligt, dass Winnipeg in der vergangenen Saison den zweiten Platz in der Central Division erreichte. Auch wenn der US-Amerikaner in den Playoffs schwächelte und für Winnipeg bereits in Runde eins Endstation war, ist Hellebuyck der größte Unterschiedsspieler der Jets. Ein guter Start in die Saison könnte allenfalls wegweisend für Winnipeg sein.

Letzte Saison: 52-24-6 – zweiter Platz in der Central Division – Aus in der ersten Playoff-Runde

Erwartungshaltung vor dieser Saison: Playoff-Einzug

Die NHL-Start Saison 2024/25 live auf Sky Sport

Colorado Avalanche

Avs-Superstar Nathan MacKinnon erlebte in der letzten Saison eine seiner besten Spielzeiten und konnte sensationelle 140 Punkte einfahren. Trotz dieser Leistungen schied Colorado in der zweiten Playoff-Runde aus, nun wollen MacKinnon und Co. den Stanley-Cup-Erfolg von 2022 wiederholen. Mit Gabriel Landeskog, der nach langen Verletzungsproblemen auf sein Comeback hinarbeitet, könnte das Team einen wichtigen Baustein zurückgewinnen. Landeskogs Rückkehr wird allerdings behutsam gehandhabt, da er die letzten beiden Saisons aufgrund von Knieoperationen verpasst hat.

Defensiv will die Avalanche ihre Gegentorquote verbessern. Obwohl das Team seit Jahren zu den offensiv stärksten Teams gehört, kassierten die Mannschaft von Trainer Jared Bednar zu viele Gegentreffer. Mit Cale Makar hat Colorado den vermeintlich besten Verteidiger der NHL in ihren Reihen, MacKinnon zählt zu den besten Angreifern der Welt. Mit dem derzeitigen Kader gehören die Colorado Avalanche definitiv zu den Titelaspiranten.

Letzte Saison: 50-25-7 – dritter Platz in der Central Division – Aus in der zweiten Playoff-Runde

Erwartungshaltung vor dieser Saison: Souveräner Playoff-Einzug & Titelgewinn

Nashville Predators

Die Predators haben in der Offseason groß investiert und unter anderem mit Steven Stamkos, Jonathan Marchessault und Brady Skjei drei große Namen nach Tennessee geholt. Stamkos verließ Tampa Bay nach 16 Jahren und bringt eine Menge Erfahrung und Torgefahr mit, während Marchessault vergangene Saison 42 Toren für Vegas erzielte. Skjei soll neben dem Schweizer Superstar Roman Josi die Verteidigung von Nashville stabilisieren.

Außerdem bleibt Torhüter Juuse Saros ein wichtiger Faktor für den Erfolg der Predators. Saros hat in den letzten beiden Jahren die meisten Schüsse der NHL abgewehrt, als Belohnung hat der Finne eine neuen Achtjahresvertrag unterschrieben. Für Head-Coach Andrew Brunette gilt es, die neuen Spieler gut zu integrieren und lange Anlaufschwierigkeiten zu vermeiden. Nashville agierte in der letzten Saison nicht immer konstant, mit dem verstärkten Kader sollten die Predators in der Central Division allerdings ein Wörtchen mitreden können.

Letzte Saison: 47-30-5 – vierter Platz in der Central Division – Aus in der ersten Playoff-Runde

Erwartungshaltung vor dieser Saison: Playoff-Einzug

St. Louis Blues

St. Louis muss die kommende Saison ohne Verteidiger Torey Krug bestreiten, der nach einer schweren Knöcheloperation ein Jahr lang ausfällt. Dieser Verlust trifft die Defensive hart, ob die Neuzugänge Ryan Suter und Pierre-Olivier Joseph diese Lücke füllen, wird sich zeigen. Offensiv wollen die Blues ihre Leistung aus dem Vorjahr verbessern, auch wenn dem Team ein absoluter Star im Angriff fehlt. Eine Rückkehr zu alter Stärke erhoffen sich die Blues wohl von Brayden Schenn, der neben Jordan Kyrou und Robert Thomas zu den wichtigsten Akteuren zählt.

Ein Lichtblick könnte Jake Neighbours sein, der in der vergangenen Saison als Rookie 27 Tore erzielte und sich von der vierten bis in die erste Linie hochspielte. Auf der Torhüterposition liegen die Hoffnungen weiter auf Jordan Binnington, der St. Louis in den Playoffs 2019 fast im Alleingang zum Stanley Cup führte. Um an solche Erfolge anknüpfen zu können, müssten die Blues wohl einen kleinen Umbruch vornehmen.

Letzte Saison: 43-33-6 – fünfter Platz in der Central Division – Keine Playoff-Teilnahme

Erwartungshaltung vor dieser Saison: Kampf um die Playoff-Plätze

Minnesota Wild

In Minnesota geht Österreichs Eishockey-Aushängeschild Marco Rossi in seine zweite, volle Spielzeit. Der Vorarlberger stand in der Vorsaison in allen 82 Partien auf dem Eis und brachte es auf 40 Scorerpunkte (21 Tore und 19 Vorlagen). In der Saison 2024/25 geht der 23-jährige Center in sein letztes Vertragsjahr und will sich mit guten Leistungen einen lukrativen Deal erspielen. Dabei könnte Rossi die Saison sogar als Center der ersten Angriffslinie beginnen und mit den Stars Mats Zuccarello und Kirill Kaprizov zusammenspielen.

Letzterer wird vermutlich ausschlaggebend für den Erfolg der Wild sein, denn der Russe ist seit Jahren der wichtigste Torjäger. Außerdem könnte das Goalie-Duo, bestehend aus Marc-Andre Fleury und Filip Gustavsson entscheidend sein. Tormann-Ikone Fleury kündigte bereits an, dass dies seine letzte NHL-Saison sein wird. Ein Problem von Minnesota war im letzten Jahr die Kadertiefe. Sowohl die Defensive um Brock Faber als auch Rossi und Co. in der Offensive müssen mehr generieren, um am Playoff-Rennen teilnehmen zu können. Ein guter Start in die Saison könnte entscheidend sein, um nicht wieder frühzeitig ins Hintertreffen zu geraten.

Marco Rossi will in der Saison 2024/25 eine wichtige Rolle bei den Minnesota Wild spielen. Bild: Imago

Letzte Saison: 39-34-9 – sechster Platz in der Central Division – Keine Playoff-Teilnahme

Erwartungshaltung vor dieser Saison: Kampf um die Playoff-Plätze

Utah Hockey Club

Der Utah Hockey Club startet als Nachfolger der Arizona Coyotes in seine erste NHL-Saison. Das Team durchlief vor dem Umzug eine schwierige Phase, doch nun ist die Euphorie in Salt Lake City groß und die Eigentümer- sowie Arena-Probleme vergangener Tage sind vergessen. Auf dem Eis hat sich der Kern des Teams kaum verändert, auch wenn mit Mikhail Sergachev ein ausgezeichneter Verteidiger geholt wurde. Zudem sollen junge Talente wie Logan Cooley und Dylan Guenther den nächsten Schritt machen.

Auch wenn Utah in seiner ersten Saison nicht als direkter Playoff-Anwärter gilt, will das Team in dieser Saison konkurrenzfähig sein und bis zum Ende um die Playoffs kämpfen.

Letzte Saison: 36-41-5 – siebenter Platz in der Central Division – Keine Playoff-Teilnahme

Erwartungshaltung vor dieser Saison: Kampf um die Playoff-Plätze

Chicago Blackhawks

Die Blackhawks gehen in die zweite Saison der Connor-Bedard-Ära. Der Nummer-1-Draft-Pick aus dem Jahr 2023 ist das neue Aushängeschild des Franchises. Nach einer starken Rookie-Saison, in der der 19-Jährige 61 Punkte erzielte, bekommt Bedard nun neue, erfahrene Spieler wie Tyler Bertuzzi und Teuvo Teravainen zur Seite gestellt. Dennoch ist klar, dass der Teenager sein Team noch nicht alleine zum Erfolg führen kann.

In Chicago gibt es weiterhin zahlreiche Baustellen. Die Torhüterposition bleibt ein Fragezeichen, während die Abwehr leicht verstärkt wurde. Die Offensive sieht insgesamt deutlich besser aus als im Vorjahr, dennoch geht es für die Blackhawks in dieser Saison wohl eher darum, eine Verbesserung zu zeigen und nicht, um die Playoffs mitzuspielen.

Letzte Saison: 23-53-6 – achter Platz in der Central Division – Keine Playoff-Teilnahme

Erwartungshaltung vor dieser Saison: Weiterentwicklung der Talente im Vordergrund

NHL-Star Rossi auf Heimatbesuch: „Schaue Altach gerne zu“

Pacific Division

Vancouver Canucks

Die Canucks gehen mit hohen Erwartungen in die Saison, nachdem sie die letzte Spielzeit auf dem ersten Platz der Pacific Division beendeten. Ein Schlüsselfaktor wird die Gesundheit von Torwart Thatcher Demko sein, der sich in den Playoffs eine Knieverletzung zugezogen hat. Demko war in der letzten Saison ein Vezina-Trophy-Finalist und trug mit einer herausragenden Fangquote von 91,8 % maßgeblich zum Erfolg Vancouvers bei. Wie schnell er sich von der Verletzung erholt, wird entscheidend für den Saisonverlauf der Canucks sein.

In der Defensive baut Vancouver weiterhin auf Kapitän Quinn Hughes, der im Vorjahr 92 Punkte erzielte und die Norris Trophy als bester Verteidiger der Liga gewann. In der Offensive zählen Elias Pettersson, J.T. Miller und Brock Boeser weiterhin zu den wichtigsten Akteuren. Weitere Tore soll Neuzugang Jake DeBrusk bringen. Vor der neuen Saison ist die Euphorie in Vancouver groß. Auf dem Papier zählen die Canucks auf alle Fälle zum erweiterten Favoritenkreis,

Letzte Saison: 50-23-9 – erster Platz in der Pacific Division – Aus in der zweiten Playoff-Runde

Erwartungshaltung vor dieser Saison: Playoff-Einzug & Gewinn mehrerer Playoff-Runden

Edmonton Oilers

Nach der bitteren Niederlage im Stanley-Cup-Finale gegen die Florida Panthers sind die Oilers in der neuen Saison entschlossener denn je, den Titel zu holen. Mit Connor McDavid und Leon Draisaitl an der Spitze des Teams bleibt Edmonton eines der offensiv stärksten Teams der Liga. Neuverpflichtungen wie Jeff Skinner und Viktor Arvidsson sollen für zusätzliche Kadertiefe sorgen, auch wenn Edmonton einige Abgänge hinnehmen musste.

Im Tor wird Stuart Skinner als Nummer eins in die Saison gehen, in der Defensive sollen Evan Bouchard und Co. für die nötige Stabilität sorgen. Eine Qualifikation für die Playoffs sollte für die Oilers kein Problem sein, dennoch wollen McDavid und Co. einen Fehlstart in die Saison wie im Vorjahr um jeden Preis vermeiden. Schlussendlich bleibt das massive Offensivpotenzial die große Stärke der Oilers, während die Defensivarbeit wohl ausschlaggebend für eine erfolgreiche Saison sein könnte.

Connor McDavid und Leon Draisaitl wollen Edmonton zum Stanley-Cup-Titel führen. Bild: Imago

Letzte Saison: 49-27-6 – zweiter Platz in der Pacific Division – Niederlage im Stanley-Cup-Finale

Erwartungshaltung vor dieser Saison: Souveräner Playoff-Einzug & Titelgewinn

Los Angeles Kings

Die Kings starten in ihre erste vollständige Saison unter Head-Coach Jim Hiller, nachdem das Team in der letzten Saison interimistisch übernommen hatte. Hiller führte das Team in den letzten 34 Spielen der regulären Saison zu einer Bilanz von 21-12-1, doch Los Angeles scheiterte einmal mehr in der ersten Playoff-Runde an den Oilers. Mit Darcy Kuemper wurde ein neuer Tormann geholt, der die Goalie-Probleme der Kings lösen soll.

Offensiv ist Altstar Anze Kopitar weiter der wichtigste Spieler, darüber hinaus hofft Los Angeles auf eine Weiterentwicklung von Talent Quinton Byfield. Der junge Center steuerte in der vergangenen Saison 55 Punkte bei und soll die zweite Angriffsreihe führen. Auch wenn im Kader allgemein eher kleine Veränderungen durchgeführt wurden, wollen die Kings mit einer stabileren Defensive und mehr Offensivoptionen endlich den Durchbruch in den Playoffs schaffen.

Letzte Saison: 44-27-11 – dritter Platz in der Pacific Division – Aus in der ersten Playoff-Runde

Erwartungshaltung vor dieser Saison: Playoff-Einzug

Vegas Golden Knights

Nach einer enttäuschenden Saison, die mit dem Ausscheiden in der ersten Playoff-Runde endete, müssen die Golden Knights schwerwiegende Verluste in der Offensive hinnehmen. Mit den Abgängen von Jonathan Marchessault und Chandler Stephenson sowie Michael Amadio muss das Team viele Tore der letzten Saison irgendwo anders im Line-Up finden. Tomas Hertl, der in der letzten Saison verletzungsbedingt wenig Einsatzzeit hatte, wird in der Offensive direkt als Schlüsselspieler gebraucht werden.

Defensiv bleibt Vegas jedoch stark, da fünf der sechs Verteidiger aus dem Stanley-Cup-Siegerteam von 2023 noch da sind. Alex Pietrangelo und Shea Theodore führen die Verteidigung an, mit Adin Hill im Tor vertrauen die Golden Knights ebenso einem Stanley-Cup-Helden von vor zwei Jahren. Mit einer stabilen Defensive erhofft sich das Team von Trainer Bruce Cassidy, eine wichtige Rolle in der Pacific Division zu spielen.

Letzte Saison: 45-29-8 – vierter Platz in der Pacific Division – Aus in der ersten Playoff-Runde

Erwartungshaltung vor dieser Saison: Playoff-Einzug & Gewinn mehrerer Playoff-Runden

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Calgary Flames

Die Flames befinden sich in einem Umbruch. So hat Calgary im Sommer etwa Goalie Jacob Markström abgegeben und keinen namhaften Ersatz verpflichtet. Der junge Dustin Wolf soll als neue Nummer eins forciert werden. Auch in der Defensive gab es mit Noah Hanifin großen Verlust, den die Flames auf dem Papier nicht kompensieren können. Calgary muss wohl auf einen Formanstieg von Jonathan Huberdeau hoffen, der seit seiner Ankunft vor zwei Jahren hinter den Erwartungen zurückblieb.

Insgesamt setzt das kanadische Franchise in den nächsten Jahren eher auf junge Spieler, wie etwa Matt Coronato und Connor Zary. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Calgary im Laufe der Saison weitere erfahrene Spieler abgibt und im Gegenzug junge Talente sowie Draft-Picks erwirbt. So sollen die Flames auf lange Sicht wieder konkurrenzfähig werden.

Letzte Saison: 38-39-5 – fünfter Platz in der Pacific Division – Keine Playoff-Teilnahme

Erwartungshaltung vor dieser Saison: Weiterentwicklung der Talente im Vordergrund

Seattle Kraken

Mit Head-Coach Dan Bylsma hinter der Bande will Seattle in seinem vierten Jahr in der NHL neu durchstarten. Bylsma soll dem Team mehr Konstanz und Torgefahr einhauchen, zwei Elemente, die der Mannschaft im vergangenen Jahr fehlten. Die Kraken hatten in der letzten Saison nur zwei Akteure, die 20 oder mehr Tore erzielten. In der Tore-pro-Spiel-Statistik belegten die Kraken ligaweit den enttäuschenden 29. Platz.

Mit der Verpflichtung von Chandler Stephenson und Brandon Montour hoffen die Kraken, ihre Torausbeute zu steigern. Zudem soll der talentierte Matty Beniers wieder zur Form aus seinem Rookie-Jahr zurückfinden. Die Kraken wollen in der bevorstehenden Spielzeit in der Pacific Division wieder um die Playoffs mitspielen, die ersten Saisonspiele könnten ein guter Indikator dafür sein, wie konkurrenzfähig das Team um den deutschen Goalie Philipp Grubauer sein wird.

Letzte Saison: 34-35-15 – sechster Platz in der Pacific Division – Keine Playoff-Teilnahme

Erwartungshaltung vor dieser Saison: Kampf um die Playoff-Plätze

Anaheim Ducks

Die Ducks befinden sich nach vielen erfolglosen Jahren weiter im Umbruch. Im Vorjahr beendete Anaheim die Saison auf dem drittletzten Platz in der gesamten NHL. In der Offensive fehlte es in den letzten Jahren häufig an Durchschlagskraft, während die Defensive selten sattelfest war. Dabei besteht das Team aus hervorragenden Jungspielern wie zum Beispiel Trevor Zegras, Leo Carlsson oder Mason McTavish. Ligaweit zählen die Ducks zu den jüngsten Mannschaften, auch wenn mit Alex Killorn, Cam Fowler und Goalie John Gibson einige Routiniers im Kader stehen.

Gibson könnte ein Schlüsselfaktor für die Ducks sein, um endlich einen Schritt nach vorne zu machen. Auch wenn der 31-Jährige in den letzten Jahren unter seiner früheren Form spielte, könnte er mit einer stärkeren Defensive vor sich zu alter Stärke zurückfinden. Für Anaheim könnte es wohl eine weitere Spielzeit ohne realistische Chance auf die Playoffs werden, dennoch könnten einige junge Spieler für Furore sorgen.

Letzte Saison: 27-50-5 – siebenter Platz in der Pacific Division – Keine Playoff-Teilnahme

Erwartungshaltung vor dieser Saison: Weiterentwicklung der Talente im Vordergrund

San Jose Sharks

Die Sharks setzen nach einer katastrophalen Saison große Hoffnungen in ihre beiden Youngsters Macklin Celebrini und Will Smith. Der 18-jährige Celebrini wurde im Sommer als First-Overall-Pick im Draft von San Jose ausgewählt und gilt als größtes Talent seiner Altersklasse. Zusammen mit Smith, der vierte Pick im Jahr 2023, soll Celebrini für offensive Impulse sorgen.

Dennoch gibt es im Kader der Sharks weiterhin große Lücken. Etablierte Superstars gibt es keine, das Personal in der Abwehr dürfte nicht stark genug sein, um viele Gegentore zu verhindern. Im Tor haben wohl drei Akteure die Chance, sich zu beweisen: Vitek Vanecek, Mackenzie Blackwood und Neuerwerbung Yaroslav Askarov. Schlussendlich ist unbestritten, dass sich das Franchise am Anfang einer Neuaufbau-Phase befindet. In San Jose wird es vermutlich noch einige Jahre dauern, bis eine Playoff-Teilnahme realistisch ist.

Letzte Saison: 19-54-9 – achter Platz in der Pacific Division – Keine Playoff-Teilnahme

Erwartungshaltung vor dieser Saison: Weiterentwicklung der Talente im Vordergrund

Chance für Kasper? Die NHL-Saisonvorschau der Eastern Conference

Artikel verfasst von: Mathias Blaas

Beitragsbild: Imago