Chance für Kasper? Die NHL-Saisonvorschau der Eastern Conference

Die NHL-Saison 2024/25 steht in den Startlöchern. Das erste Saisonspiel zwischen den Buffalo Sabres und den New Jersey Devils steht heute (ab 18:45 Uhr live auf Sky Sport Austria – holt euch jetzt den Sky X-Traumpass) auf dem Programm. Dieses und rund 300 weitere Spiele der besten Eishockey-Liga der Welt sind live auf Sky zu sehen.

Kurz vor dem offiziellen Saisonstart analysiert Sky-Redakteur Mathias Blaas die wichtigsten Themen der 32 Mannschaften. Im ersten Teil werden die Teams aus dem Osten, also der Atlantic Division und der Metropolitan Division, beleuchtet.

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Atlantic Division

Florida Panthers

Die Panthers konnten in der letzten Saison zum zweiten Mal in Serie das Stanley-Cup-Finale erreichen und sich im zweiten Anlauf den Titel schnappen. Erstmals in der Franchise-Geschichte konnte das Team um die Superstars Matthew Tkachuk und Aleksander Barkov die begehrteste Trophäe im Eishockey-Sport gewinnen. Nun liegt die Herausforderung für Trainer Paul Maurice und sein Team darin, die Strapazen der letzten beiden Jahre zu bewältigen. Mit 209 Spielen in den letzten zwei Spielzeiten, einschließlich der Playoffs, könnte Erschöpfung eine Rolle spielen.

VIDEO-Highlights: Florida gewinnt den Stanley Cup 2024

Die Abwehr wurde nach den Abgängen von Brandon Montour und Oliver Ekman-Larsson etwas umgebaut. Nate Schmidt und Adam Boqvist wurden verpflichtet und sollen die hinterlassene Lücke schließen. Offensiv bleibt das Team ähnlich stark und unangenehm zu bespielen. Dennoch wird es spannend, ob die Abgänge im Angriff, zum Beispiel Vladimir Tarasenko, Nick Cousins, Ryan Lomberg und Kevin Stenlund, kompensiert werden können. Die Panthers gehören auf alle Fälle erneut zum engeren Favoritenkreis auf den Stanley-Cup-Gewinn.

Letzte Saison: 52-24-6 – erster Platz in der Atlantic Division – Stanley-Cup-Gewinn

Erwartungshaltung vor dieser Saison: Souveräner Playoff-Einzug & Titelverteidigung

Boston Bruins

Die Boston Bruins haben nach dem Karriereende von Patrice Bergeron im Sommer 2023 mit einem Jahr Verspätung die große Lücke auf der Centerposition geschlossen. Elias Lindholm, der im Sommer verpflichtet wurde, ist der neue Nummer-eins-Center. Der Schwede bringt viel Erfahrung mit, muss aber nach einer schwächeren Saison 2023/24 seine alte Form wiederfinden. Ansonsten sind mit David Pastrnak, Charlie McAvoy und Kapitän Brad Marchand alle Topspieler erhalten geblieben.

Kopfschmerzen bereitet den Bruins die Tormannposition. Jeremy Swayman sollte die Rolle als klare Nummer eins im Tor übernehmen, nachdem Linus Ullmark abgegeben wurde. Doch wenige Tage vor Saisonstart konnte sich Boston mit dem Goalie noch nicht über einen neuen Vertrag einigen. Die Vertragsverhandlungen ziehen sich seit Monaten hin und wurden zuletzt sogar zu einer öffentlichen Schlammschlacht zwischen den Bruins und Swaymans Agent. Zu Saisonbeginn wird Neuerwerbung Joonas Korpisalo das Tor der Bruins hüten. Immerhin konnte das Original-Six-Franchise mit Nikita Zadorov einen beinharten Verteidiger dazugewinnen, der die Abwehr zusätzlich stabilisieren soll.

Letzte Saison: 47-20-15 – zweiter Platz in der Atlantic Division – Aus in der zweiten Playoff-Runde

Erwartungshaltung vor dieser Saison: Playoff-Einzug & Titelgewinn

Toronto Maple Leafs

Mit Neu-Coach Craig Berube hinter der Bande setzen die Maple Leafs wohl auf einen härteren und physischeren Spielstil. Das zeigt auch die Verpflichtung von Chris Tanev, welcher der Defensive die dringend benötigte Stabilität verleihen soll. Auf der Goalieposition erhält der junge Joseph Woll die Chance, sich als Nummer eins zu präsentieren.

Mit Auston Matthews, William Nylander, Mitch Marner und John Tavares wurden die „Core four“ der Leafs-Offensive gehalten. Eine Neuerung ist, dass Matthews in dieser Spielzeit das Kapitänsamt von Tavares übernehmen wird. Ob Head-Coach Berube den ersten Stanley-Cup seit 1967 nach Toronto holen kann, hängt wohl einmal mehr von der Playoff-Performance der Leafs ab. Die reguläre Saison meistert Toronto seit Jahren ohne Probleme, die Postseason zeigte in den letzten Spielzeiten stets die Schwächen des Teams auf, meistens in der Verteidigung oder im Tor.

Letzte Saison: 46-26-10 – dritter Platz in der Atlantic Division – Aus in der ersten Playoff-Runde

Erwartungshaltung vor dieser Saison: Playoff-Einzug & Gewinn mehrerer Playoff-Runden

Die NHL-Start Saison 2024/25 live auf Sky Sport

Tampa Bay Lightning

Tampa Bay startet erstmals seit 16 Jahren ohne Steven Stamkos in eine NHL-Saison. Der langjährige Kapitän hat das Franchise nach gescheiterten Vertragsverhandlungen in Richtung Nashville verlassen. Jake Guentzel hat allerdings einen langfristigen Kontrakt unterzeichnet und soll in die Fußstapfen der Ikone treten. Nikita Kucherov, der in der vergangenen Saison herausragende 144 Punkte erzielte, bleibt der offensive Motor des Teams.

Die Powerplay-Formation wird sich ohne Stamkos neu finden müssen, doch mit Guentzel, Kucherov und Brayden Point ist weiterhin genug Offensivkraft vorhanden. In der Abwehr kehrt Ryan McDonagh zurück, während Mikhail Sergachev im Tausch für jüngere Spieler wie Conor Geekie und JJ Moser abgegeben wurde. So stellen die Verluste von Stamkos und Sergachev zwar eine Herausforderung dar, dennoch bleibt Tampa ein gefährlicher Playoff-Kandidat, der sich etwas verjüngt hat und im Tor nach wie vor auf Andrei Vasilevskiy setzen kann, der zu den weltbesten auf seiner Position gehört.

Letzte Saison: 45-29-8 – vierter Platz in der Atlantic Division – Aus in der ersten Playoff-Runde

Erwartungshaltung vor dieser Saison: Playoff-Einzug & Gewinn einer Playoff-Runde

Detroit Red Wings

Detroit hat nach einer weiteren verpassten Playoff-Teilnahme in der Offseason versucht, das Team zu verstärken. So starten die Red Wings mit gleich drei Torhütern in die Saison: Noch ist nicht klar, ob Routinier Cam Talbot, Ville Husso oder Alex Lyon die Saison als Stammtormann beginnen wird.

In der Offensive setzt das Franchise trotz der Misserfolge in den letzten Jahren weiterhin auf die junge Achse um Alex DeBrincat und Lucas Raymond, in der Hoffnung, dass sie den nächsten Entwicklungsschritt machen. Mit Vladimir Tarasenko wurde ein bewährter Spieler geholt, der ebenso wie Patrick Kane seine Erfahrung einbringen soll. In der Defensive ist der Deutsche Moritz Seider, der vor kurzem einen neuen Siebenjahresvertrag unterzeichnet hat, die klare Nummer eins. Hoffnungen auf einen Kaderplatz darf sich auch der 20-jährige Österreicher Marco Kasper machen, der in der Saisonvorbereitung einen guten Eindruck hinterließ. Die Red Wings haben viel Potenzial, müssen sich im Vergleich zu den letzten Jahren vor allem in der Defensive steigern, um in der starken Atlantic Division mithalten zu können.

Marco Kasper hofft auf einen Kaderplatz bei den Red Wings. Bild: Imago

Letzte Saison: 41-32-9– fünfter Platz in der Atlantic Division – Keine Playoff-Teilnahme

Erwartungshaltung vor dieser Saison: Playoff-Einzug

Buffalo Sabres

Die Sabres haben Top-Verteidiger Rasmus Dahlin im Vorfeld der neuen Spielzeit zum neuen Kapitän ernannt und den erfahrenen Lindy Ruff zum neuen Head-Coach ernannt. Buffalo will in diesem Jahr endlich die 13-jährige Playoff-Abstinenz beenden.

Dabei setzen die Sabres im Tor auf den 25-jährigen Ukko-Pekka Luukkonen, der einen neuen Fünfjahresvertrag unterschrieben hat und bereits in der Vorsaison mit soliden Leistungen überzeugen konnte. Offensiv muss besonders Tage Thompson, nach einem Rückschritt in der letzten Saison, wieder zu alter Form finden. Neben ihm sind Alex Tuch und Dylan Cozens gefordert, mehr Konstanz zu zeigen. Die Sabres können in der Saison 2024/25 zweifelsfrei eine talentierte Truppe aufs Eis schicken, die Ausbeute der letzten Jahre spricht allerdings gegen die Sabres.

Letzte Saison: 39-37-6– sechster Platz in der Atlantic Division – Keine Playoff-Teilnahme

Erwartungshaltung vor dieser Saison: Kampf um die Playoff-Plätze

Ottawa Senators

Ottawa hat mit der Verpflichtung von Linus Ullmark einen entscheidenden Schritt getan, um die langjährigen Probleme im Tor zu beheben. Ullmark, der 2023 die Vezina Trophy als bester Torhüter der NHL gewann, könnte der Schlüssel zu einem erfolgreichen Saisonverlauf der Senators sein.

Offensiv zählen neben dem deutschen Superstar Tim Stützle vor allem Brady Tkachuk und Veteran Claude Giroux zu den Leistungsträgern. Unter Neu-Trainer Travis Green soll der talentierte Kader endlich sein volles Potenzial ausschöpfen. Außerdem gibt es in Ottawa einen neuen Eigentümer, der frischen Wind in das Franchise bringen soll und eine neue Arena bauen will. Somit wäre auch die Zukunft des Teams langfristig gesichert. Auf dem Eis gilt es für das junge Team jedoch, den nächsten Schritt zu machen.

Letzte Saison: 37-41-4 – siebenter Platz in der Atlantic Division – Keine Playoff-Teilnahme

Erwartungshaltung vor dieser Saison: Kampf um die Playoff-Plätze

Montreal Canadiens

Die Canadiens wollen auch in der Spielzeit 2024/25 den Fokus auf die Weiterentwicklung ihrer jungen Talente setzen. Die Offensiv-Achse um Juraj Slafkovsky, Nick Suzuki und Cole Caufield steht langfristig bei den Habs unter Vertrag und bildet das Kernstück des Teams. Im Tor ist Sam Montembeault nach dem Abgang von Jake Allen die Nummer eins und will sich als Starter beweisen. In der Defensive waren in der Saisonvorbereitung alle Augen auf Kaiden Guhle gerichtet, der mit 22 Jahren nun eine Schlüsselrolle einnehmen soll.

Insgesamt verlief die Vorbereitung für Montreal aber alles andere als gut. Neuerwerbung Patrik Laine verletzte sich in einem Preseason-Match am Knie und fällt für einige Zeit aus. Noch schlimmer erwischt hat es Österreichs Eishockey-Juwel David Reinbacher. Der Verteidiger fällt mit einer Knieverletzung etwa ein halbes Jahr aus. Ein Rückschlag für den 19-jährigen Vorarlberger, der in Zukunft zusammen mit Guhle eine Stütze der Habs-Defensive werden soll. Unter dem Strich ist in Montreal mit keiner Playoff-Teilnahme zu rechnen, die junge Mannschaft könnte dennoch für Überraschungen sorgen.

David Reinbacher während der Saisonvorbereitung im Trikot der Montreal Canadiens. Bild: Imago

Letzte Saison: 30-36-16 – achter Platz in der Atlantic Division – Keine Playoff-Teilnahme

Erwartungshaltung vor dieser Saison: Weiterentwicklung der Talente im Vordergrund

Metropolitan Division

New York Rangers

Die Rangers gehen nach einer beeindruckenden Saison mit 55 Siegen und 114 Punkten als einer der Favoriten in die neue NHL-Spielzeit. Mit der Rückkehr von 28 Spielern, die bereits in der letzten Saison eine tragende Rolle spielten, setzt das Franchise auf Kontinuität. Ein Schlüsselspieler ist zweifelsfrei Goalie Igor Shesterkin, der nach einem durchwachsenen Saisonstart in der zweiten Hälfte der Saison herausragend agierte und entscheidend für den Erfolg der Rangers war.

In der Offensive hoffen die Rangers auf die Weiterentwicklung von Alexis Lafreniere, der in bereits in der abgelaufenen Spielzeit sein Potenzial mehrmals herzeigte. Neu im Kader ist Reilly Smith, der zusammen mit den bewährten Stars Artemi Panarin, Mika Zibanejad und Chris Kreider für Furore sorgen soll. Mit der defensiven Stabilität, die vor allem Star-Verteidiger Adam Fox und Tormann Shesterkin bringen, gehört New York zu den ernsthaften Anwärtern auf den Stanley Cup. Dennoch wird sich erst im kommenden Frühling zeigen, ob die Rangers nach dem knappen Scheitern im Conference-Finale gegen die Florida Panthers diesmal den letzten Schritt gehen können.

Letzte Saison: 55-23-4 – erster Platz in der Metropolitan Division – Aus in der dritten Playoff-Runde

Erwartungshaltung vor dieser Saison: Souveräner Playoff-Einzug & Titelgewinn

Carolina Hurricanes

Die Hurricanes blicken auf eine starke letzte Saison zurück, in der sie allerdings in der zweiten Playoff-Runde an den New York Rangers scheiterten. Trotz der Abgänge von Schlüsselspielern wie Teuvo Teravainen und Jake Guentzel kann sich das Team, wie schon seit einigen Jahren, wohl auf seine Kadertiefe verlassen. Spieler wie Jack Drury und Jesperi Kotkaniemi könnten größere Rollen übernehmen, während Neuzugänge wie William Carrier und Jack Roslovic zusätzliche Optionen bieten.

Defensiv bleiben Jaccob Slavin und Brent Burns als Top-Paar bestehen, allerdings mussten die Canes die Abgänge von Brett Pesce und Brady Skjei schlucken. Im Tor setzen die Hurricanes weiterhin auf Frederik Andersen und Pyotr Kochetkov, dieses Torhüter-Tandem bildete in der letzten Saison eines der besten Duos der Liga. Die Herausforderung für Carolina wird sein, die Abgänge in der Defensive zu kompensieren und gleichzeitig die Offensive nicht zu beeinträchtigen. Mit ihrer robusten Spielweise und einem eingespielten System bleiben die Hurricanes ein Top-Team der Metropolitan Division.

Letzte Saison: 52-23-7 – zweiter Platz in der Metropolitan Division – Aus in der zweiten Playoff-Runde

Erwartungshaltung vor dieser Saison: Souveräner Playoff-Einzug & Titelgewinn

New York Islanders

Die Islanders schafften in der abgelaufenen Saison knapp den Einzug in die Playoffs. Head-Coach Patrick Roy, der das Team im vergangenen Jahr übernahm, konnte die Mannschaft defensiv stabilisieren und in die Postseason führen. Nun hoffen die Isladers, dass der Roy-Effekt anhält und ein positiver Saisonstart gelingt. Garant dafür ist wohl Goalie Ilya Sorokin, der einer der besten Tormänner der NHL ist, auch wenn er sich von einer Rückenoperation im Sommer erholen musste.

Offensiv ist New York nicht schlecht aufgestellt, gehört aber nicht zu den Top-Teams der Liga. Mit Mat Barzal, Bo Horvat und Neuverpflichtung Anthony Duclair sollen mehr Tore erzielt werden als in der Vorsaison. Maxim Tsyplakov aus der KHL ist ebenso wie Duclair ein spannender Neuzugang. Für die Isles ist eine solide Defensivarbeit notwendig, um in der hart umkämpften Metropolitan Division mithalten zu können.

Letzte Saison: 39-27-16 – dritter Platz in der Metropolitan Division – Aus in der ersten Playoff-Runde

Erwartungshaltung vor dieser Saison: Playoff-Einzug

Washington Capitals

Die Capitals haben mit der Verpflichtung von Pierre-Luc Dubois eine überraschende und mutige Entscheidung getroffen, die sich letztlich aber auszahlen könnte. Dubois, der sich in der NHL einen schlechten Ruf eingefangen hat und manchmal als wenig motiviert gilt, könnte in Bestform allerdings eine gute Erwerbung für die Caps sein. Zusammen mit Ikone Alex Ovechkin soll er für mehr Torgefahr sorgen. Washington hat noch weitere Verstärkungen geholt, darunter Jakob Chychrun und Matt Roy in der Verteidigung und Andrew Mangiapane im Sturm, was dem Team mehr Tiefe und Flexibilität gibt.

Die größte Storyline der Caps in dieser Saison ist allerdings der mögliche Torrekord von Ovechkin. Dem 39-jährigen Star-Flügel aus Russland fehlen nur noch 42 Treffer auf die Bestmarke von Wayne Gretzky, der mit 894 NHL-Toren den Rekord hält. Nach einer knappen Playoff-Teilnahme, aber unter dem Strich enttäuschenden letzten Saison, wollen die Capitals in dieser Saison wieder vorne mitmischen und „Ovi“ bestenfalls zum besten Torjäger der NHL-Geschichte machen.

Alexander Ovechkin jagt den NHL-Torrekord von Wayne Gretzky. Bild: Imago

Letzte Saison: 40-31-11 – vierter Platz in der Metropolitan Division – Aus in der ersten Playoff-Runde

Erwartungshaltung vor dieser Saison: Playoff-Einzug

Pittsburgh Penguins

Sidney Crosby bleibt auch in seiner 20. Saison das Herz der Pittsburgh Penguins. Der mittlerweile 37-Jährige verlängerte seinen Kontrakt im Sommer um zwei weitere Jahre und hält den Penguins damit wohl bis zu seinem Karriereende die Treue. Crosby hat in der vergangenen Saison mit 94 Punkten bewiesen, dass er auch im fortgeschrittenen Alter noch zu den besten Spielern der Liga gehört, dennoch konnte er sein Team nicht bis in die Playoffs führen.

In der Offseason haben die Pens kleinere Änderungen im Kader vorgenommen, ein großer Umbruch blieb jedoch aus. Im Tor wird Tristan Jarry erneut die Nummer eins sein, in der Offensive soll Neuzugang Kevin Hayes für neuen Schwung sorgen. Die seit über 15 Jahren bestehende Achse aus Crosby, Evgeny Malkin und Kris Letang ist allerdings ein weiteres Jahr gealtert, weshalb eine Rückkehr in die Playoffs schwierig scheint. Pittsburgh gehört außerdem zu den älteren Teams der NHL.

Letzte Saison: 38-32-12 – fünfter Platz in der Metropolitan Division – Keine Playoff-Teilnahme

Erwartungshaltung vor dieser Saison: Playoff-Einzug

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Philadelphia Flyers

Die Flyers setzen in der Spielzeit 2024/25 große Hoffnungen in Matvei Michkov, den vielversprechenden Erstrunden-Pick des Jahres 2023. Michkov, der das vergangene Jahr in der KHL spielte, soll direkt eine Rolle in den Top-Sechs übernehmen und die Offensive der Flyers beleben. Head-Coach John Tortorella wird auch in dieser Saison nichts unversucht lassen, um das Maximum aus seinen Spielern herauszuquetschen. Vom Star- oder Talentfaktor her zählt Philadelphia zu den weniger gut besetzten Teams. Das unterstreicht das schwache Powerplay, das in den letzten drei Jahren das schlechteste der Liga war.

Neben Hoffnungsträger Michkov zählen Travis Konecny und Sean Couturier zu den wichtigsten Offensivspielern der Flyers. In der Defensive fehlt ein richtiger Starspieler und es gibt einige Baustellen. Philadelphia hat in der vergangenen Saison die Playoffs verpasst und steht wohl vor einer weiteren Übergangssaison. Dennoch könnte Michkov mit seiner herausragenden Technik und Torgefährlichkeit für einige Überraschungen sorgen.

Letzte Saison: 38-33-11 – sechster Platz in der Metropolitan Division – Keine Playoff-Teilnahme

Erwartungshaltung vor dieser Saison: Kampf um die Playoff-Plätze

New Jersey Devils

Die Devils gehen mit Sheldon Keefe als neuer Trainer in die Saison und wollen die Enttäuschung aus dem Vorjahr vergessen machen. Dabei legte New Jersey im Sommer den Fokus vor allem darauf, defensiv stabiler zu werden. Mit Neuzugängen wie Brett Pesce und Brenden Dillon haben sie ihre Abwehrreihe verstärkt und hoffen, die vielen Gegentore der letzten Saison zu reduzieren. Im Tor wurde der erfahrene Jacob Markstrom geholt, der eine Konstante zwischen den Stangen sein soll. Mit Dougie Hamilton kehrt ein wichtiger Baustein der Abwehr nach einer langen Verletzungspause wieder zurück.

Offensiv gehören die Devils zu den besten Mannschaften der NHL. Mit den Schweizern Timo Meier und Nico Hischier sowie Jack Hughes und Jesper Bratt haben die Devils einen jungen, aber hoch veranlagten Angriff. Insgesamt müssen die Devils schnell in die Saison finden, um in der hart umkämpften Metropolitan Division nicht wie letzte Saison zu schnell zu weit zurückzufallen. Wenn die Neuverpflichtungen einschlagen wie gewünscht, wird wohl mit New Jersey zu rechnen sein.

Letzte Saison: 38-39-5 – siebenter Platz in der Metropolitan Division – Keine Playoff-Teilnahme

Erwartungshaltung vor dieser Saison: Playoff-Einzug & Gewinn mehrerer Playoff-Runden

Columbus Blue Jackets

Die Blue Jackets gehen mit gemischten Gefühlen in die Saison, nachdem sie den tragischen Tod von Johnny Gaudreau sowohl abseits als auch auf dem Eis verarbeiten müssen. Spieler wie Sean Monahan und Kent Johnson müssen nun in die Bresche springen und das Offensivspiel tragen. Die Centerposition ist mit Monahan und dem jungen Adam Fantilli gut besetzt, dennoch fehlt es unter dem Strich an Kadertiefe.

In der Defensive könnten junge Talente wie Denton Mateychuk und David Jiricek den nächsten Entwicklungsschritt machen. Beide haben das Potenzial, sich im Kader zu etablieren und neben Zach Werenski eine tragende Rolle zu spielen. Mit Dean Evason wurde ein neuer Trainer geholt. Dennoch wird es für Columbus schwer, den Gaudreau-Schock schnell zu verarbeiten und das Augenmerk ausschließlich aufs Sportliche zu lenken.

Letzte Saison: 27-43-12 – achter Platz in der Metropolitan Division – Keine Playoff-Teilnahme

Erwartungshaltung vor dieser Saison: Weiterentwicklung der Talente im Vordergrund

Was gelingt Rossi mit Minnesota? Die NHL-Saisonvorschau der Western Conference

Artikel verfasst von: Mathias Blaas

Beitragsbild: Imago