WBC-Spieler Lamesic: „Wir haben es in der zweiten Halbzeit total vergeigt“

via Sky Sport Austria
  • Quincy Diggs: „Bin erst wirklich zufrieden, wenn wir Meister sind“
  • Mike Coffin: „Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht“
  • Markus Pargfrieder: „Das war ein sehr gutes erstes Finalspiel“

 

Die Oberwart Gunners gewinnen Spiel 1 der Finalserie mit 82:75 gegen den WBC Wels. Alle Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.

 

():

…über seine Leistung: „Es kann sein, dass ich ein ausschlaggebender Punkt in diesem Spiel war, aber am Ende des Tages hat das ganze Team diesen Sieg geholt.“

 

():

…über das Spiel: „Wir müssen noch an der einen oder anderen Schraube drehen für Sonntag, dann sollte das auch hinhauen. Mit meinem Spiel heute bin ich ganz zufrieden, es war wie immer eine Mannschaftsleistung, die ganze Mannschaft hat heute gewonnen. Wirklich zufrieden bin ich aber erst, wenn wir die Meisterschaft gewonnen haben.“

 

(Trainer ):

…über das Spiel: „Wir sind schlecht in die Partie gestartet, die Mannschaft war offensichtlich nicht ganz bereit. Wie die Spieler in der zweiten Halbzeit aufgetreten sind bestätigt mich aber, dass wir die richtigen Worte in der Pause gefunden haben.“

…über die Schiedsrichterleistung: „Es wurden heute zu viele Fouls gepfiffen, zwischenzeitlich war die Foulstatistik im dritten Viertel 8:1. Es war ein Spiel mit viel Druck, meine Spieler waren nervös, speziell im zweiten Viertel, aber danach war alles ok.“

 

(Manager ):

…über Adomas Drungilas: „Er ist ein Spieler, der sehr körperbetont und oft am Limit spielt und damit die Gegner zur Verzweiflung bringt, aber er ist nicht der erste in der ABL, der an die Grenzen geht, er wird nicht der letzte sein und er ist auch in dieser Saison ganz sicher nicht der einzige. Er ist einmal gegen Güssing ganz klar über die Grenze gegangen, da hat er auch vereinsintern eine ordentliche Geldstrafe ausgefasst und auch von der ABL eine empfindliche Strafe bekommen. Er ist definitiv ein wertvoller Spieler unseres Teams und dann stellen wir uns auch vor ihn. Er wird gejagt von den anderen Spielern, jeder weiß, dass alle ganz genau hinschauen, deswegen weiß ich auch nicht warum einem routinierten Spieler wie Stjepan Stazic so die Nerven durchgegangen sind. Drungilas ist ein wertvoller Motor in unserem Team, er sorgt dafür, dass alle anderen auch aggressiv spielen.“

 

():

…über das Spiel: „Wir haben eine ganz gute erste Halbzeit gespielt, das Spiel kontrolliert und in der zweiten Halbzeit haben wir es einfach total vergeigt. Wir hatten schätzungsweise zwölf Turnover in der zweiten Halbzeit, nur das war ausschlaggebend für die Niederlage heute.“

…über die Emotionen in der Serie: „Es wurden auch irrsinnig viele technische und unsportliche Fouls gepfiffen, da muss man einfach cool bleiben. Die Serie wird eng werden und am Sonntag geht es wieder los.“

 

(Trainer ):

…über die Entscheidung auf Schrittfehler kurz vor Schluss: „Der Schiedsrichter hat Schrittfehler gepfiffen, also muss es so sein. Aber das war nicht der Grund für unsere Niederlage.“

…über das Spiel: „Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht. Wir haben das Spiel kontrolliert, waren in guter Verfassung, aber wenn man so viele Ballverluste hat, dann kann man kein Spiel gegen Oberwart gewinnen. Wir haben über das ganze Spiel hinweg einfache Körbe nicht gemacht, wir sind nicht stark genug zum Korb gegangen. Oberwart ist eine gute Defensivmannschaft, sie kommen von allen Seiten und das haben sie gemacht.“

…über Spiel 2: „Wir wissen, was wir machen müssen um zu gewinnen, wir müssen die Defensivrebounds kontrollieren und keine Ballverluste haben. Das haben wir in der ersten Hälfte teilweise gemacht und waren neun Punkte vorne, dann hatten wir zu Beginn der zweiten Halbzeit drei oder vier Ballverluste in Folge, dadurch ist Oberwart ins Spiel gekommen.“

 

(Sky Experte):

…über das Spiel: „Das war ein sehr gutes erstes Finalspiel. Beide Mannschaften waren vorsichtig, abtastend in den ersten 20 Minuten. Das hat sich dann ganz gedreht, dann war es fast ein bisschen zu viel, aber lieber zu viel als zu wenig. Dann ist Oberwart mit diesem Sturm ein bisschen besser umgegangen und hat deswegen komplett verdient gewonnen. Bei Wels wird die linke Gehirnhälfte sagen, dass mehr drin war, die andere wird sagen, dass sie gesehen haben, dass sie in Oberwart gewinnen können. Sie haben die erste der beiden Chancen verpasst eines der Auswärtsspiele zu stehlen.“

…über Wels: „Es sind zu viele einfache Würfe, die man in einem Finale machen sollte, vergeben worden. Es gab auch wirklich gute Defensivaktionen von Oberwart, aber es waren Punkte dabei, aus denen man mehr machen muss. Wenn man so knapp verliert und weiß, dass man mehrere Korbleger vergeben hat, dann muss man nicht mehr woanders suchen, sondern einfach an der eigenen Chancenverwertung arbeiten.“

…über den Player of the Game Diggs: „Er ist mit einer ganz anderen Körpersprache aus der Halbzeitpause gekommen und hat sein Glück erzwungen. Alle Assists in dieser Phase kamen von ihm, er war der Motor, vor allem im dritten Viertel, er war in jede Offensivaktion irgendwie involviert. Er war definitiv der Aggressor, der Motor im Spiel, die Konstante, das Um und Auf in dieser Partie.“

…über die Schiedsrichterkritik von Chougaz: „Ich ärgere mich jedes Mal, weil es derartig billig ist von Coaches auf die Foulstatistik zu gehen. Man muss kein Experte sein, wenn eine Mannschaft wirklich aggressiv, ganz intensiv verteidigt und die andere sich passiv in eine Zone reinstellt, dann wird das Foulverhältnis unausgeglichen sein. Am Ende des Spiels war es 22:20, da braucht man sich über nichts aufregen. Man versucht immer die Schiedsrichter zu beeinflussen, dass sie das ausgleichen sollen, aber wenn zwei Mannschaften unterschiedlich verteidigen, warum sollen die Schiedsrichter das dann ausgleichen? Unter dem Strich gibt es wirklich nichts, worüber sie sich beim Schiedsrichter beschweren können.“

…über die Entscheidung auf Schrittfehler gegen Wels in der Schlussphase: „Der Schiedsrichter von vorne zeigt an, dass es ok ist, der Schiedsrichter von hinten sieht auf die Beine und wann das erste Dribbling passiert. In dem Fall ist es ein grauer Pfiff, das ist ganz schwierig. Es liegt im Ermessen des Schiedsrichters, ob der Spieler Ballkontrolle hatte oder nicht, dem Gefühl nach würde ich dem Schiedsrichter folgen, der die Situation von vorne sieht. Wenn er keine Ballkontrolle hat, dann wird es zur Auslegungssache und sich dann dem Schiedsrichter anzuschließen, der von hinten draufsieht, wird zumindest ein bisschen für Diskussion sorgen.“

…über die Aussagen von Coffin: „Man merkt, warum er ein Champion ist, er verschwendet keine Sekunde darauf sich über die Schiedsrichter aufzuregen, sondern geht auf das, warum sie es wirklich verloren haben und zwar weil sie auf dem Spielfeld zu viele Fehler gemacht haben. Das ist auch das Mindset, das die Mannschaft grundsätzlich braucht.“