Wechsel-Drama am Deadline-Day! Chaos um Monaco-Star Camara
Nach dem Abgang von Enzo Fernandez zu Manchester City hatte der FC Chelsea mit Lamine Camara von der AS Monaco bereits einen möglichen Nachfolger gefunden. Trotz einer schriftlichen Einigung ließ der französische Erstligist den Transfer jedoch in letzter Sekunde platzen. Die „Blues“ stehen damit vorerst ohne Ersatz für den argentinischen Superstar da. Auch für Monaco könnte das gescheiterte Geschäft Folgen haben.
Wie britische Medien übereinstimmend berichten, hatten sich die beiden Klubs bereits auf einen Transfer des 22-jährigen Senegalesen verständigt. Chelsea sollte demnach rund 47 Millionen Pfund, umgerechnet etwa 55 Millionen Euro, für Camara bezahlen. Für den Mittelfeldspieler war ein Sechsjahresvertrag vorgesehen. Auch Camara selbst soll dem Wechsel zugestimmt haben.
Eine entscheidende Rolle im Deadline-Day-Drama spielte allerdings ein anderer Monaco-Profi: Folarin Balogun. Der US-Amerikaner stand vor einem Wechsel zum FC Everton. Da Monaco nur einen der beiden Spieler verkaufen wollte, entschieden sich die Monegassen zunächst gegen einen Camara-Transfer und sagten Chelsea ab.
Chaos um Balogun- und Camara-Deals
Nach Baloguns obligatorischem Medizincheck nahm Everton jedoch zunächst Abstand von einer Verpflichtung. Weil Monaco in den letzten Stunden des Transferfensters aus finanziellen Gründen noch einen Spieler abgeben musste, wurden die Gespräche mit Chelsea über Camara wieder aufgenommen. In dieser Phase erzielten die Klubs schließlich die schriftliche Einigung.
Anschließend überschlugen sich die Ereignisse: Everton meldete sich erneut und wollte den Balogun-Transfer trotz der Bedenken nach dem Medizincheck doch noch abschließen. Daraufhin zog Monaco seine Zustimmung zum Camara-Deal zurück, was die Verantwortlichen des FC Chelsea verärgerte. Dadurch war die Verpflichtung eines Fernandez-Ersatz für die Engländer unmöglich geworden.
Am Ende platzte allerdings auch Baloguns Wechsel in die Premier League. Kurz vor der Deadline um Mitternacht entschied sich der Angreifer gegen einen Transfer in die Premier League. Damit scheiterten innerhalb kürzester Zeit beide Geschäfte. Für Monaco könnte das Deadline-Day-Chaos nun auch finanziell zum Problem werden. Der Klub war laut L’Équipe noch zu einem größeren Spielerverkauf gezwungen, verpasste durch das Scheitern beider Deals nun aber die eingeplanten Einnahmen von rund 45 bis 55 Millionen Euro.
