Wenige Minuten nach Ortlechner-Rauswurf bei Austria Wien: Nachfolger steht fest
Die Wiener Austria hat nur wenige Minuten nach der Trennung von Sportdirektor Manuel Ortlechner einen Nachfolger für die sportliche Leitung präsentiert.
Der 49-jährige Michael Wagner folgt auf Ortlechner, der knapp viereinhalb Jahre als Sportdirektor bei den Veilchen tätig war.
Wagner, der in den vergangenen Jahren bereits Mitglied des Verwaltungsrats war, unterzeichnet einen Vertrag bis Sommer 2028. Laut dem Verein basiert die Bestellung auf einem in den vergangenen Wochen erarbeiteten Strategiekonzept, das die künftige sportliche Ausrichtung festlegt.
Austria-Vorstand Zagiczek will Neuausrichtung einleiten
Vorstand Harald Zagiczek erklärte, die Neuausrichtung solle langfristig für mehr Einheit und Kontinuität sorgen. „Wir wollen eine Balance zwischen verschiedenen Rollen im Kader schaffen. Eine wichtige Säule sind unsere Eigengewächse, deren Durchlässigkeit in den Profibereich wir erhöhen müssen“, sagte Zagiczek. Nach einer umfassenden Analyse sei entschieden worden, in der sportlichen Leitung neue Impulse zu setzen.
Präsident Kurt Gollowitzer betonte die Bedeutung des eigenen Nachwuchses: „Unsere Akademie gehört zu den besten des Landes, und unsere Eigengewächse sollen künftig eine zentrale Rolle in der Kampfmannschaft spielen.“ Wagner kenne den Verein aus seiner bisherigen Tätigkeit im Verwaltungsrat genau und bringe die nötige Erfahrung für die neue Aufgabe mit.
Michael Wagner Ende April 2025 im Sky-Interview
Wagner: „Kann mich mit der neuen Ausrichtung identifizieren“
Der neue Sportdirektor sieht die Aufgabe als langfristiges Projekt. „Ich kann mich mit der strategischen Ausrichtung voll identifizieren. Wichtig ist eine klare Rollenverteilung im Kader und die Verbindung zwischen jungen Talenten, Leistungsträgern und erfahrenen Spielern. Dieser Plan braucht Geduld, ist aber die Basis für nachhaltigen Erfolg“, erklärte Wagner.
Zagiczek kündigte an, dass Wagner den Aufbau einer eigenen Sportdirektion übernehmen wird, die eng mit den Young Violets, der Akademie und dem Frauen-Team zusammenarbeitet.
(Red.)
Bild: FK Austria Wien
