GRAZ,AUSTRIA,16.JAN.20 - BASKETBALL - Austria Cup, quarterfinals, UBSC Graz vs Klosterneuburg Dukes. Image shows head coach Werner Sallomon (Klosterneuburg). Photo: GEPA pictures/ Mario Buehner

Werner Sallomon über sein 500. Liga-Spiel: „Natürlich muss man ein bisschen einen Vogel haben, wenn man das so lange macht“

via Sky Sport Austria
  • Werner Sallomon über das Spiel: „Die Jungs haben einfach mal das Hirn auf die Seite gelegt und ihrer Intuition freien Lauf gelassen“
  • Anton Mirolybov: „Unser Fokus war heute nur für 30 Minuten genug“
  • Clemens Leydolf über Werner Sallomon: „Werner ist für uns mehr als ein Coach“
  • Valentin Bauer: „Das Publikum hat die Hälfte der Körbe für uns gemacht“
  • Daniel Friedrich: „Wir haben bis Mitte des dritten Viertels alles richtig gemacht“
  • Christoph Nagler: „Werner Sallomon ist eine Tradition in Klosterneuburg und eine Tradition im österreichischen Basketball“

BK IMMOunited Dukes gewinnt gegen Swans Gmunden mit 91:83. Alle Stimmen zur Partie bei Sky X.

BK IMMOunited Dukes – Swans Gmunden 91:83 (40:48)

Werner Sallomon (Head Coach BK IMMOunited Dukes):
…über das Spiel und die jungen Österreicher in seinem Team: „Ich bin normal niemand, der mit Komplimenten herumhaut. Aber wir haben zweite Halbzeit wirklich sensationell gespielt. Das war mit Selbstvertrauen und genauso, wie ich in der Garderobe gesagt habe, dass wir spielen müssen. Die Jungs haben sich das, glaube ich, wirklich zu Herzen genommen und haben einfach mal das Hirn auf die Seite gelegt und ihrer Intuition freien Lauf gelassen. Und wir haben dann wirklich begonnen zu treffen und das war wirklich großartig. (…) Ich bin unglaublich stolz, wenn ich nach einem Spiel in der Statistik die drei besten Scorer des Gegners und unsere drei besten lese: Und wir haben dann drei junge Leute, die dann immer mit dabei sind. Das ist das, was mir an dem Ganzen so viel Freude bereitet.“

…auf die Frage, wie er den Abend noch verbringen wird: „Ich war jetzt ein bisschen krank in dieser Woche und bin noch nicht ganz gesundet. Aber am ehesten würde ich mich jetzt ganz leise wo hinsetzen und das genießen – aber das wird’s wahrscheinlich nicht spielen, weil so viele ehemalige Spieler da sind.“

…über die Szenen nach dem Spiel: „Es ist natürlich sehr schön, wenn man wieder seine ehemaligen Spieler hier in so einer Anzahl sieht und das macht schon stolz. Auf der anderen Seite muss ich auch ehrlich sagen: Da ich ja Obmann des Vereins bin, habe ich auch bei der Trainerbestellung ein gewisses Wörtchen mitzureden. Man könnte mir auch unterstellen, der macht das so lange, bis er 1.000 Spiele hat. Nein, sicher nicht! Es freut mich, dass die Menschen so Anteil nehmen an dieser Kleinigkeit eigentlich.“

…vor dem Spiel über sein 500. Liga-Spiel: „500 Spiele in der Liga sind natürlich eine Marke, aber man merkt einfach nur, dass man älter wird – das ist das Problem dabei. Natürlich muss man ein bisschen einen Vogel haben, wenn man das so lange macht. Und ich bin ja auch kein Profi-Trainer, das heißt, ich mache das wirklich mit dem Herzen. Darum bin ich ja auch hier bei meinem Klub als Trainer und habe auch keine großen Ambitionen irgendwohin zu wechseln oder so. Es ist eine reine Herzenssache. Und wie bei jeder Herzenssache ist es eben auf Messers Schneide. Die einen sagen: ,Wow toll.‘ Und die anderen sagen: ,Du bist ja nicht ganz dicht.‘ Ich bin so in der Mitte. Ich mache es natürlich sehr, sehr gerne und ich bin ein Trainer, der wirklich seine Arbeit für seine Spieler macht. Und da ich, wie gesagt, selber keine großen Ambitionen habe, kann ich das machen.“

…vor dem Spiel über den Rekord von Michael Schrittwieser mit 794 Spielen: „Der Michi ist ja noch jünger als ich. Der muss ja schon in der Halle geboren worden sein, mit der Anzahl von Spielen.“

…vor dem Spiel über den Meistertitel 2012 und ob es ein Antrieb sei, das noch einmal zu erleben: „Einen Titel zu gewinnen ist auch eine Bestätigung für gute Arbeit. Aber es gehört so viel Glück dazu nach einer langen Saison, dass man unverletzt bleibt und die Mannschaft keine Ausfälle hat etc. Und es gibt auch viele andere Sachen, die mir wahnsinnig viel Spaß gemacht haben, wo es vielleicht nicht so gut gelaufen ist. Auf der anderen Seite war auch immer das internationale Spiel mein Faible. Ich habe irrsinnig gerne mit dem Nachwuchs-Nationalteams gearbeitet und diese Sache in Oberwart war natürlich grandios. Und das ist vielleicht auch das, warum es mir wirklich immer Spaß gemacht hat, weil dazwischen immer wieder Phasen und Zeiten gekommen sind, wo es gut gelaufen ist und wo man wieder Kraft kriegt und weitermachen kann.“

…vor dem Spiel über die Ausfälle von Benedikt Danek und Dragan Miletic: „Es sind zwei unserer Top-Spieler und ich glaube, es ist für jede Mannschaft schwierig, wenn zwei Top-Leute ausfallen. Und damit ist auch schon alles gesagt. Es ist halt so. Wir werden schauen, dass wir die beiden bald wieder fit kriegen, damit sie zu den PlayOffs auf jeden Fall wieder zu 100 Prozent da sind.“

Clemens Leydolf (BK IMMOunited Dukes):
…über das Spiel: „Es war wichtig für unser Selbstvertrauen. Wir hatten zwei verletzte Spieler. Wir haben heute geliefert und eine starke zweite Halbzeit gespielt. Ich bin extrem froh über den Sieg.“

…über Werner Sallomon: „Werner ist für uns mehr als ein Coach, würde ich sagen. Wir kennen ihn schon so lange, er begleitet uns schon durch unsere ganze Jugend im Nachwuchs. Ich freue mich total für ihn. Ich hoffe, dass wir in naher Zukunft auch einen Titel für ihn wieder holen werden – das hat er sich verdient.“

Valentin Bauer (BK IMMOunited Dukes):
…über das Spiel: „Wir spielen ohne zwei unserer besten Spieler und dann da zu gewinnen – gegen Gmunden noch dazu – das ist ein Wahnsinn. Das Publikum war super. Ich glaube, das Publikum hat die Hälfte der Körbe für uns gemacht.“

…über Werner Sallomon: „500 Spiele, da hat er sicher eine gewisse Ausdauer aufgebaut. Also ich glaube, heute am Abend werden wir ihn noch ein bisschen hochleben lassen.“

…in der Halbzeitpause über das erste Viertel: „Das erste Viertel war eine Katastrophe. Wir haben nervös begonnen. Es ist das erste Heimspiel nach einer langen Zeit und ich habe es bei mir gemerkt – und das sollte eigentlich nicht so sein.”

Anton Mirolybov (Head Coach Swans Gmunden):
…über das Spiel: „Ich bin ein bisschen enttäuscht. Unser Fokus war heute nur für 30 Minuten genug. Aber Gratulation an Klosterneuburg, sie haben mit guter Energie das ganze Spiel gespielt. (…) Wir haben das ganze Jahr über Probleme mit switchender Defense. Und das konnte man heute auch sehen. Wir hatten in der Offensive totale Kontrolle, solange sie nicht geswitched sind. (…) Ich will keine Ausreden suchen, aber wir haben viel gespielt und wir hatten nicht viel Zeit zum Trainieren. Ich hoffe, das wird nun besser. Aber es war ein intensives und wichtiges Spiel. Es war ein bisschen wie ein PlayOff-Spiel.“

…vor dem Spiel über seine Vertragsverlängerung: „Es gibt drei Dinge, die dafür gesprochen haben den Vertrag zu verlängern. Zuerst natürlich das Team: Es macht wirklich großen Spaß mit den Jungs zu arbeiten und sie geben wirklich immer alles. Außerdem arbeitet der Klub sehr professionell. Mein Job ist es hier nur gute Trainings abzuhalten, um die Spieler weiterzubringen. Und drittens liebe ich diese Stadt einfach. Ich lebe wirklich sehr gerne in Gmunden.“

…vor dem Spiel über das Potenzial des Klubs: „Gmunden ist in der österreichischen Liga einer der besten Klubs. Ich weiß daher nicht, warum wir nicht auch in Zukunft erfolgreich sein sollen. Alle investieren hier wirklich unglaublich viel Zeit in den Verein. Wir warten nicht auf den Erfolg, wir arbeiten wirklich hart dafür und diese Arbeit wird sich eines Tages auszahlen.“

Daniel Friedrich (Swans Gmunden):
…über das Spiel: „Wir haben eigentlich am Anfang bis Mitte des dritten Viertels alles richtig gemacht und dann haben wir irgendwie den Faden verloren. Sie haben dann ein bisschen in der Defensive angefangen zu switchen, wir haben ein bisschen das Teamplay verabsäumt und viel von draußen probiert. Und da ist uns dann nichts mehr gelungen und sie sind ins Laufen gekommen. Wir haben sie vor allem in der zweiten Hälfte durch unsere Offensive ins Spiel gebracht. Sie haben Selbstvertrauen bekommen und dann eben auch die Würfe zum Schluss getroffen.“

…über die aktuelle Phase: „Die Meisterschaft geht jetzt in die heiße Phase. Es ist nicht mehr lange bis zu den PlayOffs, deswegen wird es nun immer interessanter.“

Christoph Nagler (ehemaliger Spieler von Werner Sallomon und derzeit sportlicher Leiter Fürstenfeld Panthers) in der Halbzeitpause:
…über Werner Sallomon: „Werner Sallomon ist eine Tradition in Klosterneuburg und eine Tradition im österreichischen Basketball. Wenn man an Basketball-Klosterneuburg denkt, denkt man an Werner Sallomon. Ich war damals 22 Jahre alt und er hat mir von vornherein das Vertrauen gegeben und hat mich unterstützt und hat mich gefördert. Ich habe ihm sehr, sehr viel zu verdanken. Werner Sallomon ist mehr als nur ein Trainer und das war genau das richtige für mich.“

…über die Aufstiegschancen von Fürstenfeld: „Die Saison war sehr, sehr schwer für uns. Wir haben sehr spät erfahren, dass wir in die 2. Liga müssen. Aber in Fürstenfeld hat Basketball einen hohen Stellenwert und hohe Tradition. Und wenn man so lange in der 1. Liga spielt und jetzt ein Jahr 2. Liga spielen muss, dann will man natürlich in die 1. Liga zurück. (…) Das Ziel ist natürlich die 2. Liga zu gewinnen und dann in der Relegation stark zu spielen und vielleicht die Chance zu haben, aufzusteigen. (…) Ich glaube, dass wir nicht schlecht aufgestellt sind und wenn wir die Chance bekommen, Relegation zu spielen, dann werden wir natürlich alles tun, um die Chance aufzusteigen zu nutzen.“

Christoph Gangl (ehemaliger Spieler von Werner Sallomon) in der Halbzeitpause:
…über Werner Sallomon und dessen Jubiläum: „500 Spiele zu machen und vielleicht noch weitere 500 Spiele, das sagt eh schon viel aus über seine Stärken. Und auch menschlich kann man nichts sagen: Werner ist top und ich habe ihm viel zu verdanken.“

Damir Hamidovic (ehemaliger Spieler von Werner Sallomon) in der Halbzeitpause:
…über Werner Sallomon und dessen Jubiläum: „Werner Sallomon ist in erster Linie menschlich 1A und als Trainer hat er uns sicher auch viele Sachen beigebracht – nicht nur für das Basketball, sondern auch für das Leben. Es war nicht immer einfach, es hat auch Spiele gegeben, in denen wir grottenschlecht gespielt haben, wo wir selbst nicht zufrieden waren. Aber er hat uns immer aufgebaut.“

…über die heurige Saison der Dukes: „Ich glaube nach wie vor, dass sie auf einem guten Weg sind. Wir sind ganze Zeit immer vorne mit dabei. Wir waren auch im Cup Final Four und haben im Finale gegen Kapfenberg verloren. Wenn nicht heuer, dann sind wir spätestens nächstes Jahr dort, wo wir es auch geplant haben. Also es entwickelt sich ganz gut. Werner ist noch immer dabei und ich hoffe, dass er spätestens nächstes Jahr den Pokal hochheben kann.“

Bild: GEPA