Wettskandal: „Elfmeter-Festival“ bei Rapid-Testspiel in der Türkei
Ein Wettskandal im Trainingslager – und keines der Teams konnte etwas dafür! Dieses Schicksal teilen sich wohl nun der SK Rapid und der 1. FC Slovacko. Im Rahmen des Trainingslager im türkischen Belek trafen beide Teams am Donnerstag Abend aufeinander, Rapid gewann das Testspiel mit 2:1 dank zweier Elfmetertore – doch beide Teams wurden wohl Opfer der Wettmafia.
Der Schiedsrichter der Begegnung stand über das gesamte Spiel im Fokus. Zunächst pfiff der türkische „Unparteiische“ einen fragwürdigen Elfmeter gegen Rapid, den Hedl zunächst parieren konnte. Doch kaum gehalten wurde der Elfmeter wiederholt, da sich der Rapid-Torhüter von der Torlinie wegbewegt haben soll. Auch der wiederholte Elfmeter von Slovacko wurde gehalten, das dürfte dem Schiedsrichter-Trio wohl nicht gepasst haben.
Es mussten „mehr als zwei Tore“ fallen
Danach erhielen die Grün-Weißen ebenso zwei Elfmeter, beide wohl mehr als fragwürdig, beide wurden verwandelt. Wie die „Krone“ nun berichtet, soll das Spiel im Fokus der Wettmafia gestanden haben. Auf die Wettmöglichkeit „mehr als zwei Tore“ sollen über 80.000 Euro gesetzt worden sein, zwischendurch soll sogar ein Schiedsrichter-Assistent auf sein Handy geblickt haben.
„Wir waren einfach nur verwundert, konnten es im Spiel nicht glauben. Aber wir waren da nur Passagier, beide Teams waren betroffen, chancenlos“, so Rapid-Geschäftsführer Steffen Hofmann gegenüber der Krone.
Auf der Social Media-Plattform X (vormals Twitter) äußerte sich auch Slovacko-Kapitän Michal Kadlec zum wohl manipulierten Spiel: „Ich dachte, ich hätte alles im Fußball erlebt, wurde aber noch nicht Opfer eines Wettskandals. Es ist traurig, dass so etwas im Fußball immer noch passiert.“
Sowohl Rapid als auch Slovacko informierten sofort die jeweiligen Verbände, nun wird wohl ermittelt. Ob auch die türkischen Behörden tätig werden, bleibt abzuwarten.
Hier zu den Highlights von Rapid-Slovacko:
Bild: GEPA
