Wiener Austria klettert über den Strich, LASK siegt erneut
Erstmals in der Ära von Trainer Stephan Helm hat die Wiener Austria in der ADMIRAL Bundesliga zwei Siege hintereinander gefeiert. Bei der Austria aus Klagenfurt gelang den Wienern am Sonntag in der 10. Runde der erste Auswärtssieg, wodurch die Helm-Truppe auf Platz fünf kletterte und sich mitten im Kampf um die Meistergruppe befindet. In dem findet sich auch der LASK, dem mit einem späten 2:1 bei der WSG Tirol der dritte Sieg in den vergangenen vier Ligaspielen gelang.
Die Wiener Austria liegt dank des Goldtores von Andreas Gruber (77.) mit 15 Punkten im Soll. In Klagenfurt erspielten sich die „Veilchen“ eine Vielzahl an Chancen, besonders die erste halbe Stunde stimmte Helm zufrieden. „Wir haben wirklich guten Fußball gezeigt“, sagte der Burgenländer, danach habe es sein Team gegen besser werdende Kärntner gut wegverteidigt. „Wir mussten uns den Sieg hart erarbeiten und freuen uns über die drei Punkte. Wir wissen aber auch, es ist noch einiges zu verbessern“, ergänzte Helm mit Blick auf die kommenden Heimspiele gegen die WSG Tirol und Blau-Weiß Linz.
Gishamer über nicht gegeben Elfmeter: „Es wäre ein Strafstoß zu geben gewesen“
Für Aufregung am Wörthersee sorgte ein nicht gegebener Elfmeter nach einem klaren Handspiel von Klagenfurt-Verteidiger Jannik Robatsch in Minute 7. „Ich habe auch gedacht, dass es ein Handspiel sein wird. Aber heutzutage kann man nie wissen, was rauskommt“, erklärte Robatsch bei Sky. „Ich hätte mich auch nicht viel aufgeregt, wenn sie ihn gegeben hätten.“
Schiedsrichter Sebastian Gishamer ließ die Begegnung nach kurzer Kommunikation mit VAR Manuel Schüttengruber ohne Blick auf die TV-Bilder weiterlaufen. Nach dem Schlusspfiff entschuldigte sich der Referee für die Fehlentscheidung. „Es wäre ein Strafstoß zu geben gewesen. Fehler passieren, irren ist menschlich“, sagte Gishamer zerknirscht.
Das Handspiel habe er am Spielfeld wahrgenommen. „Was für mich nicht zweifelsfrei erkennbar war, war die Position des Armes. Für mich war sie gerade nach unten, im Zuge der Sprungbewegung. Nach Ansicht der TV-Bilder muss ich das leider widerlegen“, erklärte Gishamer. Schüttengruber wollte er keinen Vorwurf machen. „Wenn er der Ansicht ist, dass es eine klare Fehlentscheidung ist, dann müsste er mich rausholen. In der Zentrale war er anderer Ansicht. Er hat auch einen Stress, eine Drucksituation. Es tut uns leid, aber es passiert.“
Kein Elfmeter für Austria Wien: Strittige Situation um Robatsch-Handspiel
So wie die Austria hat auch der LASK rund um die Länderspiele zwei Siege gefeiert. Nach zehn von zwölf möglichen Punkten aus den jüngsten vier Spielen haben die Athletiker den Anschluss an die Meistergruppen-Plätze geschafft, nur noch ein Punkt fehlt auf die Top-6. Trainer Markus Schopp, seit eineinhalb Monaten im Amt, sieht seine Mannschaft dort, wo er sie gerne haben möchte nur, „wenn man die Resultate hernimmt. Wenn man die Spiele analysiert, ist ganz viel Luft in allen Phasen des Spiels. Sowohl gegen den Ball als auch in Ballbesitz“.
Entrup trifft erneut
Das gilt auch für das Match in Innsbruck. Nach einem Traumtor von Cem Üstündag zur WSG-Führung war der LASK zwar das bessere Team, fixierte aber erst durch Maximilian Entrup in der 87. Minute den Sieg. „Die ersten 20 Minuten waren eine ganz schlechte Vorstellung von uns“, meinte Schopp danach. Letztlich durfte er sich aber über das sechste Pflichtspiel in Serie ohne Niederlage freuen. „Es liegt viel Arbeit vor uns, aber mit solchen Resultaten wird die Arbeit eine Spur leichter“, meinte er.
Entwarnung gab es bei Torhüter Jörg Siebenhandl, der in der Pause mit einem Cut am Auge ausgetauscht werden musste. Der Ersatz für den verletzten Stammtorhüter Tobias Lawal sollte wieder zur Verfügung stehen, wenn es am Donnerstag bei Olimpija Ljubljana um den ersten Sieg in der Conference League geht.
WSG-Trainer Philipp Semlic war mit seinem Team nicht unzufrieden, auch wenn der erste Heimsieg in dieser Saison wieder nicht geschafft wurde. „Meine Mannschaft hat einen sehr mutigen Auftritt gemacht“, meinte Semlic, für den beide Gegentore vermeidbar gewesen wären. „Letztlich ist es ein unglückliches 1:2, aber der LASK hat eben die Qualität, solche kleinen Fehler auszunutzen. Wir müssen uns entwickeln und dahin kommen, dass du aus einer mutigen, guten Partie was mitnimmst, egal wie der Gegner heißt“, erklärte der Wattener Coach.
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