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Wiener Derby: Austria Wien nach Fehlstart schon unter Druck

via Sky Sport Austria

Wien (APA) – Nach missglücktem Saisonauftakt plant die Austria in der Heimstätte des Erzrivalen erstmals anzuschreiben. Nach zwei Runden punktelos am Tabellenende rangierend, tritt der Vizemeister am Sonntag (16.30 Uhr) in Rapids Allianz-Stadion alles andere denn als Favorit an. Auch der Europa-League-Auftritt auf Zypern war durchwachsen, aus dem Sieg gegen Limassol schöpft die Austria aber Zuversicht.

Im Westen Wiens war die Austria zuletzt höchst erfolgreich. Seit Eröffnung der neuen Heimarena des Erzrivalen haben die “Veilchen” dort zwei 2:0-Siege geholt und damit ebenso wie Salzburg nicht einmal ein Gegentor einstecken müssen. “Das steckt in den Köpfen fest und kann in entscheidenden Momenten psychologisch helfen. Aber das Derby ist in jedem Spiel neu”, meinte Austria-Trainer Thorsten Fink vor dem 322. Prestigevergleich der Stadtrivalen.

Im 99. Pflichtspiel unter dem Deutschen peilt die Austria ein Jubiläum ein. In der Meisterschaft halten die Favoritner bei 99 Erfolgen in 289 Spielen gegen Rapid. Nummer 100 soll eingefahren werden. “Wenn wir Punkte holen und so wieder in die Saison kommen, wäre das hervorragend”, betonte Fink. Er gab seiner Mannschaft am Freitag frei. Da der Europa-League-Auftritt auf Zypern am Mittwoch absolviert wurde, ist Kräfteverschleiß kein Thema. “Die Mannschaft konnte sich vollends erholen.”

Kein Thema bleibt Larry Kayode. Der Nigerianer steht auch Sonntag nicht im Aufgebot. “Er trainiert fleißig. Wenn er bereit ist, wird er spielen”, sagte Fink über den abwanderungswilligen Torschützenkönig. An dessen Stelle stehen Kevin Friesenbichler oder Christoph Monschein für den Platz als Mittelstürmer zur Auswahl. Beide haben in dieser Saison noch nicht getroffen.

0:3 in Altach und 2:3 gegen Sturm lauten die Ligaergebnisse der Austria in der noch jungen Saison. Drei Gegentreffer pro Partie – dabei ist gerade Fink ein Verfechter der “Null”. Beim 2:1 gegen Limassol hielt die Abwehr bis auf den Patzer von Torhüter Osman Hadzikic zum Ausgleich dicht, der neue Abwehrchef Heiko Westermann agierte umsichtig. Insgesamt erhofft man bei der Austria trotz durchwachsener Leistung auch gegen limitierte Zyprioten auf den psychologischen Effekt.

“Die Mannschaft hat verunsichert gespielt, das hat man gesehen. Ich hoffe, dass das Erfolgserlebnis gut getan hat”, erklärte Sportdirektor Franz Wohlfahrt. Rapid sei aus seiner Sicht zu favorisieren, meinte der Ex-Teamkeeper. Dies gründet laut Austrias sportlicher Leitung aber vor allem auf der Tatsache, dass der Rivale bereits vier Zähler verbucht hat.

“Momentan ist Rapid besser gestartet. Aber wir wollen das Spiel gewinnen und uns nicht verstecken”, betonte Fink. Auch der Ex-Bayern-Profi baute auf den Limassol-Effekt: “Es gibt keinen Ersatz für Siege, auch wenn man vielleicht nicht so gut gespielt hat. Wir gehen mit einem Sieg im Rücken ins Derby. Das tut gut.”