Wiesberger erwartet bei US Open „lange und zähe Woche“

Bernd Wiesberger hat mit den US Open eine Rechnung offen. Das zweite Major-Turnier der Saison ist das einzige, bei dem der Burgenländer noch nie den Cut geschafft hat. Die Schauplätze wechseln, heuer ist nach 2007 wieder der Oakmont Country Club an der Reihe. Erste Sieganwärter auf dem enorm fordernden Kurs sind Titelverteidiger Jordan Spieth und Jason Day, die Nummer 1.

 

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Wiesberger hat einen 15. Platz im PGA Championship 2014 als bisher beste Platzierung in einem der vier wichtigsten Turniere zu Buche stehen. In der Nähe von Pittsburgh geht es für den 30-Jährigen einmal vorrangig darum, nicht schon nach zwei Runden auszuscheiden. Die bisherige Saison Wiesbergers war durchwachsen, auch bei seiner bisher einzigen Top-Ten-Platzierung der Saison, der Generalprobe bei den heimischen Lyoness Open (10.), offenbarte er Schwächen.

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Der vierfache Turniersieger sieht sich dennoch gut gerüstet für die schwierige Aufgabe. „Mein Spiel geht in die richtige Richtung“, meinte Wiesberger und stellte sich auf eine „lange und zähe Woche“ ein. Sein Score wird wohl über Par liegen. Das ist nichts Ungewöhnliches für den Par-70-Kurs mit zahllosen Bunkern in Oakmont, der zum neunten Mal Open-Schauplatz ist. 2007 gewann der Spanier Angel Cabrera mit fünf Schlägen über Par. Damals gab es nur insgesamt acht Runden unter Par, zwei an jedem Tag.

Wiesberger machte sich am Dienstag erstmals mit dem Kurs der 116. Open vertraut. Überrascht war er nicht. „Langes Rough (höheres Gras neben den Spielbahnen, Anm.), schnelle Grüns und ein kniffliger Kurs“, kommentierte der Oberwarter via Twitter. Dennoch sei es ein großartiger und fairer Vielseitigkeitstest für das Spiel. „Und noch mehr für den Kopf“, so Wiesberger.

Der US-Amerikaner Spieth absolvierte eine Proberunde bei Wind und meinte danach, er würde für ein Score von 75 oder 76 sofort unterschreiben. „Ich glaube nicht, dass jemand nach vier Runden unter Par sein wird“, erklärte der 22-jährige Texaner. Die US Open zu gewinnen sei eine besondere Erfahrung. „Denn man muss auf jeder Runde die Geduld für zwei Runden aufbringen.“

Der Nordire Rory McIlroy hat die Open 2011 gewonnen, die Bedingungen waren aber damals so wie bei seinen drei anderen Major-Titeln ganz andere. Da seien die Kurse ideal für sein Spiel gewesen. Ein Erfolg in Oakmont wäre etwas Besonderes für ihn, betonte der 27-Jährige. „Das wäre meine größte Leistung im Golf. Ich würde mich als ein kompletterer Spieler fühlen.“

Reif für seinen zweiten Major-Titel nach dem PGA Championship 2015 ist auch der Weltranglisten-Erste Jason Day. Der 28-jährige Australier war bei den jüngsten vier Major-Turnieren immer in den Top Ten und in den jüngsten fünf Open-Auflagen zweimal Zweiter und viermal unter den ersten zehn.

 

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Titelbild: Getty