Aiwu Sturm

Wirbel nach Ausbootung: Sturm lässt Trio wieder mittrainieren

Ein Spielertrio des SK Sturm steht vor dem Abschied aus Graz: Ob die Profis bis dahin aber weiter bei der ersten Mannschaft trainieren dürfen, sorgt allerdings für Diskussionen beim Vizemeister.

Konkret geht es dabei um Emanuel Aiwu, Niklas Geyrhofer sowie Amady Camara. Allen drei Spielern soll ein Abgang nahegelegt worden sein, deshalb fehlten die Spieler auch beim Trainingscamp der Grazer in Irdning. Stattdessen durfte sich das Trio nur bei der zweiten Mannschaft fit halten. Aiwu sowie Geyrhofer, der aufgrund von Knieproblemen nur individuell trainieren kann, verpassten aufgrund der Ausbootung bereits den Trainingsstart des Bundesligisten.

Sturm muss zum Saisonstart auf Offensivspieler verzichten

Diese Entscheidung wurde nun aber revidiert: Medienberichten zufolge schaltete Aiwu die Spielervereinigung „Vereinigung der Fußballer“ (VdF) ein, Sturm lenkte mittlerweile ein. „Zielen Maßnahmen darauf ab, einen Spieler zu einem Wechsel oder einer vorzeitigen Vertragsauflösung zu drängen, bewegen wir uns aus unserer Sicht im Bereich von Diskriminierung“, sagte VdF-Vorsitzender Gernot Baumgartner gegenüber der Kleinen Zeitung.

Der Verein habe Aiwu mit seinem Vorgehen in Richtung einer freiwilligen Vertragsauflösung gedrängt: „Der Spieler hat die Kabine nicht mehr betreten dürfen, sein Spind wurde von einem Tag auf den anderen ausgeräumt“, nennt Baumgartner gegenüber orf.at weitere Maßnahmen.

Sturm: „Rein sportliche Entscheidung“

Sturm dementiert indes eine gezielte Degradierung und lehnt gleichzeitig einen Rechtsstreit ab. Denn ob auch Zweitligist Sturm II als Profimannschaft einzuordnen sei, hätte so sonst eine juristische Streitfrage werden können. Die Steirer begründen das Vorgehen als rein sportliche Maßnahmen und dementieren interne Vorfälle. Vielmehr solle nun eine gemeinsame Lösung gefunden werden.

„Wir haben offen mit ihnen kommuniziert, dass wir nicht mehr mit ihnen planen. Deswegen sind wir darum bemüht, dass die Jungs etwas finden, wo sie eine wichtige Rolle spielen können in ihrer sportlichen Entwicklung“, wird Trainer Fabio Ingolitsch zitiert: „So lange sie bei uns sind, bekommen sie die bestmögliche Betreuung. Es ist nie etwas vorgefallen, es ist rein eine sportliche Entscheidung.“

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Auch Sport-Geschäftsführer Michael Parensen bestätigte, dass man immer offen mit den Spielern kommuniziert habe und die Profis vor der nun erfolgten Trainingsrückkehr individuell betreut wurden. An einer Lösung, auch im Sinne der Spieler, arbeite der Verein derzeit weiter. Die VdF sprach sich indes in solchen Fällen für einvernehmliche Vertragsauflösungen aus.

Aiwu steht seit Sommer 2024 bei den Grazern unter Vertrag und bestritt als Langzeit-Stammspieler insgesamt 63 Einsätze für Sturm. Geyrhofer ist seit der Jugend Teil des Vereins und absolvierte sogar 106 Einsätze für den SK. Camara stieß 2023 zu Sturm, wurde aber in der letzten Spielzeit zu Nantes verliehen. Er kommt bislang auf 51 Auftritte in Schwarz-weiß.

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