WM-Viertelfinal-Traum lebt: ÖEHV will gegen die USA die Sensation schaffen

Das österreichische Team muss für den neuerlichen Einzug ins Viertelfinale der Eishockey-WM eine Sensation gegen die USA bewerkstelligen. Der Titelverteidiger und Olympiasieger ist am Dienstag (16.20 Uhr) gegen die ÖEHV-Mannschaft trotz bisher wenig überzeugender Auftritte in der Schweiz klarer Favorit. Die Österreicher haben nach ihrem starken Start mit drei Siegen zuletzt gegen Topnationen drei klare Niederlagen kassiert, am Sonntag ein 2:5 gegen Finnland.

Nun wartet mit den US-Amerikanern um Matthew Tkachuk und Isaac Howard als Showdown um den Aufstieg ein weiterer harter Brocken. „Wir glauben an die Chance und hoffen auf ein großes Spiel“, sagte Teamchef Roger Bader, merkte aber auch an, dass seine Mannschaft über sich hinauswachsen müsse, denn „die USA ist immer noch die USA“. Trotzdem glaubt der Schweizer an die Sensation, die Österreich wie im Vorjahr in die K.o.-Phase befördern würde. „Ich bin überzeugt, dass wir ein großartiges Spiel spielen werden. Die Mannschaft wird super kämpfen und mit viel Moral spielen, dann hoffen wir, dass wir uns auch das Glück mit dieser Art zu spielen verdienen“, sagte Bader.

Gegen Titelverteidiger „allerbestes Eishockey“ gefordert

Dass der amtierende Weltmeister nach holprigem Turnierverlauf ebenfalls auf einen Sieg angewiesen ist, verschärft die Aufgabe zusätzlich. „Es wird ein schwieriges Spiel, für sie geht es auch noch um etwas. Wir werden unser allerbestes Eishockey brauchen, damit wir dagegenhalten können. Wir wollen sie auf jeden Fall ärgern und schauen, dass wir das Spiel gewinnen“, sagte Mario Huber. Ein Entscheidungsmatch gegen die starke US-Truppe bestreiten zu können, sei etwas ganz Spezielles. „Dass wir im letzten Spiel gegen die Amis um das Viertelfinale spielen, das hat man auch nicht jedes Jahr.“ Ramon Schnetzer stimmte zu: „Wir freuen uns mega, dass wir überhaupt in der Position sind, es gibt nichts Besseres.“

Auch Paul Huber freut sich auf den Showdown. „Dass wir uns das Spiel erarbeitet und erkämpft haben, zeigt, wie gut wir sein können. Aber natürlich wissen wir, wer kommt – die USA sind ein super Gegner.“ Der Druck liege beim favorisierten Kontrahenten, den man mit kompakter Defensive aus der Reserve locken will. „Wir müssen aggressiv und aufsässig spielen. Wenn wir kompakt hinten stehen und wenig zulassen, verlieren sie vielleicht die Nerven, und es ist unsere Zeit, dass wir zuschlagen“, so Huber.

Das bis dato letzte Duell ging bei der WM 2022 nur knapp 2:3 nach Verlängerung verloren. Selbstvertrauen für die Neuauflage sollte der ÖEHV-Mannschaft das mit 2:1 gewonnene Schlussdrittel gegen die ungeschlagenen Finnen geben. Die Pause am Montag dürfte nicht nur den angeschlagenen Vinzenz Rohrer und Dominic Zwerger gelegen kommen. Die USA trafen vor dem Spiel gegen Österreich am Montag noch auf den krassen Außenseiter Ungarn.

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(APA) / Foto: GEPA