WSG-Spieler Behounek: „Paar Spieler sollten sich jetzt wirklich mal hinterfragen, ob sie am Montag wieder zum Training erscheinen“

via Sky Sport Austria
  • Sturm-Trainer Ilzer über die Partie: „Wir sind dann in den Flow reingekommen und haben dann eine breite Brust bekommen.“
  • Christian Ilzer über Stürmer-Jantscher: „Man sieht einfach, was für ein klasse Spieler er ist.“
    Jakob Jantscher: „Wenn man dann heute 5:0 gewinnt, dann zeigt das, dass wir große Stärke haben.“
  • Thomas Silberberger: „Wir haben andere Probleme, wie Spieler, die in der Halbzeit sich Gel in die Haare schmieren müssen oder permanent am Handy sind.“
  • Raffael Behounek: „So wie wir Chancen vernebeln und Tore bekommen, das hat wenig mit Bundesliga zu tun.“
  • Sky-Experte Toni Pfeffer über Jantscher: „Er ist im Moment gut drauf – so ist Sturm eben schwer zu schlagen.“

SK Puntigamer Sturm Graz gewinnt gegen WSG Tirol mit 5:0. Die wichtigsten Stimmen zur Partie des 8. Spieltages der ADMIRAL Bundesliga bei Sky Sport Austria.

Sturm Graz – WSG Tirol, 5:0 (2:0)

Schiedsrichter: Harald Lechner

Christian Ilzer (Trainer Sturm Graz)
…über das Spiel gegen Monaco: „Man darf doch mal einen Tag enttäuscht sein. Das ist normal. Ich denke, wir hätten und das traue ich auch meiner Mannschaft zu, die ein oder andere Situation besser lösen können. Wenn ich da an das Gegentor denke oder an die ein oder andere Umschaltsituation, dann hätten wir es schon besser machen können. Am Ende können wir es dann auch als ein Vorwärtsscheitern abschließen.“

…über den Kapitän – Stefan Hierländer: „Wir alle sind Fußballprofis. Wir lieben diesen Sport, aber es gibt doch noch wichtigere Dinge als den Fußball. Stefan Hierländer ist gerade mit seiner Frau im Krankenhaus. Seine Frau erwartet gerade das erste Kind. Ich denke, wenn es der 19.9. wird, dann ist das für den Sturm Kapitän eine absolute Punktlandung.

…über die Partie: „In der Anfangsphase war es der Unterschied, dass wir die Fehler ausgenutzt haben und die WSG, die Fehler nicht ausgenutzt hat. Auch, dass wir eben den Siebenhandl gehabt haben, der die ein oder andere Chance zunichte gemacht hat. Auf der anderen Seite hat es auch für uns viele Chancen gegeben. Wir hätten schon früher das 2:0 machen können. Insgesamt hat uns das Tor vor der Pause auch noch richtig befreit und nach dem Elfmeter nach der Pause, hat man von uns ein richtig befreites Fußballspiel gesehen.“

…über das Momentum der Partie: „Wir haben den ein oder anderen Fehler sehr gut ausgenutzt und ein gutes Ballbesitzspiel gemacht. Am Anfang hat mir ein bisschen die Tiefe gefehlt, da waren wir zu kurz. Da haben wir die ein oder andere Chance leichtfertig ermöglicht, aber wir sind dann in den Flow reingekommen und haben dann eine breite Brust bekommen.“

…über die Leistung von Jakob Jantscher: „Er hat eine extrem wichtige Rolle in unserer Mannschaft. Er spielt natürlich auf einer Position, wo er dafür verantwortlich ist Tore vorzubereiten und zu machen. Aber man sieht einfach, was für ein klasse Spieler er ist. Er ist ein großartiger Führungsspieler.“

…über die Entscheidung von Jantscher den Elfmeter Yeboah schießen zu lassen: „Ja der Jakob hat ein extrem gutes Gespür. Er versteht auch seine Rolle in der Mannschaft. Er versteht es auch, junge Spieler an ein Topniveau heranzuführen und das macht er wirklich hervorragend.“

…über seine Mannschaft: „Die Richtung gibt die Mannschaft vor und wir als Trainer versuchen sie dabei zu unterstützen.“

Jakob Jantscher (Sturm Graz)
…über die Partie: „Wir haben am Anfang ein bisschen gebraucht. Aber ich glaube nach einer intensiven Woche einen 5:0 Sieg Zuhause gegen Wattens zu machen, damit können wir zufrieden sein.“

…über seine Leistung: „Hat gut gepasst. Ich bin natürlich froh, dass ich der Mannschaft helfen konnte mit den Toren und dem Assist. Überhaupt großer Respekt an die Mannschaft. Wir hatten ein intensives Spiel am Donnerstag, wo wir sehr viel investiert haben. Wenn man dann heute 5:0 gewinnt, dann zeigt das, dass wir große Stärke haben.“

…über seine Entscheidung den Elfmeter Kelvin Yeboah zu überlassen: „Es ist wichtig, dass es da untereinander keine Probleme gibt. Ich glaube, dass es für den Kelvin wichtig ist auch solche Tore zu machen. Er hat das gemacht und deswegen sind wir alle zufrieden.“

Thomas Silberberger (Trainer WSG Tirol)
…über die Aussage von Stefan Köck, dass es schon 5 vor 12 ist: „Er hat es auf die Spieler bezogen und nicht auf mich. Wir haben andere Probleme wie Spieler, die in der Halbzeit sich Gel in die Haare schmieren müssen oder permanent am Handy sind. Die hat er damit gemeint und sicher nicht meine Person. Deswegen zwischen dem Köck und mir, passt kein Blatt Papier. Auch wenn es manchmal doch eine Bibliothek ist. Aber man hat es heute auch wieder gesehen die 5 Gegentore, die schießen wir uns ja selber. Wir laden Sturm Graz ein hier zu gewinnen. Fakt ist, beim 0:0 laufen wir dreimal alleine auf den Siebenhandl zu und sind nicht in der Lage das Tor zu machen. Dann kriegen wir aus 5 katastrophalen eigenfehlern 5 Tore und werden geschlachtet. Fakt ist schon, das 5 vor 12 bezieht sich auf die Mannschaft und nicht auf meine Person.“

…über die Aussage von Raffael Behounek: „Ich will ihm da nicht groß widersprechen. Es ist keine große Kritik an das Trainerteam. Wenn ihr euch daran erinnert, was ich vor der Saison gesagt habe, dass der Raum für Enttäuschungen riesengroß ist, weil jeder vom meisterplayoff träumt. Fakt ist, die ersten 25 Minuten bis zum 1:0 waren okay. Da hatten wir drei Topchancen. Wir bringen es aber nicht zusammen, was der Jantscher schafft. Dann einen Stoppfehler im Spielaufbau, ein langer Ball, der Bacher springt unten durch und der Jantscher macht das 2:0 vor der Halbzeit. Nach der Pause ein deppertes Elferfaul, dann steht es 3:0.“

…wie man aus dieser negativen Phase wieder herauskommt: „Wir werden weiterarbeiten müssen. Es nützt ja eh nichts. Fakt ist, jetzt fällt wahrscheinlich auch der Anselm mit einem Kreuzbandriss aus. Vielleicht holen wir uns ja noch zwei Spieler, dann haben wir unsere Hausaufgaben gemacht. Am Ende des Tages müssen wir unsere Grundtugenden mal abrufen. Aber wenn du nicht bereit bist und Angst hast, dann wird sowas wie heute zustande kommen.“

Raffael Behounek (WSG Tirol)
…über die Partie: „Es ist von Minute zu Minute ziemlich gekippt. Da fehlt einfach bei ein paar Spielern die Bundesliga Qualität. So wie wir Chancen vernebeln und Tore bekommen, das hat wenig mit Bundesliga zu tun. Das geht in der zweiten Liga nicht einmal durch. Dementsprechend ist das eine hochverdiente 5:0 Niederlage.“

…was bei der WSG aktuell nicht funktioniert: „Meiner Meinung nach, wenn man sich die Gegentore anschaut, ist es einfach schlecht. Darüber sollten sich ein paar Spieler mal langsam wirklich hinterfragen. In der Offensive auch. Wir laufen zum 15ten mal allein auf den Tormann zu – wenn ich mir unsere Chancenverwertung anschaue und so wie wir die Tore bekommen, da stimmt irgendwas gewaltig nicht. Also ich weiß nicht, ob ein paar Spieler den Ernst der Lage noch nicht erkannt haben. So können wir nicht weiterspielen. So steigen wir mit Ach und Krach ab.“

…wie man mit dieser Situation jetzt als Mannschaft umgeht: „Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich das einordnen soll. Weil es halt so schlecht ist. Wir haben jetzt 7 Runden davon gesprochen, wir spielen ganz nett und wir spielen ganz brav. Die Vorstellung aber heute war bodenlos. Paar Spieler sollten sich jetzt wirklich mal hinterfragen, ob sie am Montag da wieder zum Training erscheinen. Weil so, wie ein paar Spieler spielen, hat es keinen Sinn. Wir können nicht zu dritt oder zu viert Fußball spielen. Das geht nicht, so bekommen wir am Mittwoch gegen den GAK auch drei Stück. Also ich weiß nicht, ob es ein paar Spieler nicht freut. Ein paar Spieler haben die Qualität nicht. Ein paar Spieler sind nicht in Form. Keine Ahnung, ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Also bodenlos die Leistung heute.“

Stefan Köck (Manager Sport – WSG Tirol)
…über seine Aussage, es ist schon 5 vor 12: „Fakt ist, wir spielen nicht ordentlich. Es ist aber erst besorgniserregend, wenn man schlecht spielt. Dann holt man noch weniger. Fakt ist wir müssen dringend Punkten. Wie gesagt, wir spielen nicht schlecht, aber es fehlt immer wieder an Nuancen. Das eine oder andere Mal machen wir das taktische Foul nicht. Das eine oder andere Mal verschlafen wir den Einwurf. Das sind dann eben Sachen, wo man dann am Ende des Tages mit leeren Händen darstellt. Das ist äußerst ärgerlich und besorgniserregend.“

Anton Pfeffer (Sky Experte)
…über Sturm Graz: „Momentan sehe ich in der Tabelle schon ein wenig einen Abstand zu den nächsten, nach vorne aber auch. Sturm ist jetzt ganz klar der erste Verfolger von Salzburg.“

…über Jakob Jantscher: „Er ist froh, dass er der Mannschaft helfen kann. Er ist mal verletzungsfrei und ist in absoluter Topform. Das vierte Tor von Yeboah allein. Dieser präzise Pass nach innen – er ist im Moment gut drauf. So ist Sturm eben schwer zu schlagen.“