„Zähne zeigen“: Semmering richtungsweisend für ÖSV-Frauen
„Ich hoffe, dass wir in den drei Tagen mannschaftlich gut abschneiden, das sollte sich schleunigst ändern“, fordert Katharina Truppe – und auch Thomas Trinker hofft, dass seine Riesentorlauf-Frauen am Semmering in die Spur zurückfinden. „Viel schlimmer kann es nicht mehr werden. Ich hoffe, dass die Mädels die Zähne zeigen und angasen“, gab der ÖSV-Rennsportleiter am Montagabend die Devise für den ersten Riesentorlauf am Dienstag (10.00 und 13.00 Uhr) aus.
In den drei Technikrennen am Zauberberg peilt das ÖSV-Team zumindest den kleinen Befreiungsschlag vor Heimpublikum an. „Ein Top fünf und eine zweite unter den Top zehn würde ich gern sehen“, formulierte Trinker das Dienstag-Ziel. „Und dahinter eine Mannschaftsleistung, die akzeptabel ist – da sind Ränge zwischen 12 und 20.“
Truppe, die in der Vorwoche vier Tage lang wegen einer Grippe pausieren musste, sprach – noch hörbar verschnupft – von richtungsweisenden Rennen im WM-Winter. „Ich hoffe wirklich, dass es ein Schuss nach vorne wird. Weil wenn die drei Tage nichts werden, dann (…) keine Ahnung, wie es dann weitergeht.“
„Zuhause tun wir uns sicher leichter“
Das verpatzte Sestriere-Wochenende ohne Top-Ten-Ergebnis zuletzt habe dem ganzen Team über die Weihnachtstage Aufgaben gegeben, meinte Truppe, die es als Dritte im Killington-Slalom bisher als einzige aufs Podest geschafft hat. „In Sestriere bin ich wirklich schlecht gefahren – das war ein Systemausfall. Wenn ich mir Videos anschaue, dann frage ich mich: Was tue ich da? Ich bin wie der erste Mensch runtergerodelt.“
Für härtere Bedingungen, wie sie die Skirennläuferinnen in Levi und Sestriere vorfanden, hat das Team im Kollektiv bisher kein Erfolgsrezept gefunden. Am besten lief es bisher in Killington bei weicheren Verhältnissen, die jenen am „Zauberberg“ in den kommenden Tagen ähneln könnten, meinte der Cheftrainer. „Wir fahren zuhause, das ist unser Schnee, mit dem tun wir uns sicher leichter“, sagte Trinker. Auch die vergleichsweise einfache Topografie am Hirschenkogel könne dem verunsicherten Team helfen.
Truppe will für sich den mentalen Reset vollzogen haben: „Ich kann das Skifahren ja nicht verlernt haben, die letzte Saison ist gut gegangen. Es heißt, darauf zu vertrauen, dass man es noch kann und es irgendwann wieder umschlägt.“
(APA)
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