Mit Schlagstöcken geht die Polizei am 18.04.2001 in St. Petersburg gegen gewalttätige Hooligans aus Moskau vor. Beim Fußball-Meisterschaftsspiel Zenit St. Petersburg - Dynamo Moskau sorgen Randalierer nach dem Spiel für schwere Auseinandersetzungen zwischen Rowdies und Polizei. |

Zeitreise: Das waren die Sport-Schlagzeilen am 17. April 2000

via Sky Sport Austria

In der Sky-Zeitreise blicken wir jeden Tag im April genau 20 Jahre zurück ins Jahr 2000 und präsentieren euch die Sport-Schlagzeilen von damals. Darüber wurde am Montag, 17. April 2000 berichtet:

+++FUSSBALL+++

Anti-Terror-Einheit soll Galatsaray nach Leeds begleiten

Nach dem Tod zweier englischer Fans vor zwei Wochen in Instanbul wird Sicherheit für das Rückspiel im Fußball-UEFA-Cup-Semifinale groß geschrieben. Während der Partie zwischen Leeds United und Galatasaray Istanbul am Donnerstag an der Elland Road soll eine elfköpfige türkische Anti-Terror-Einheit die Delegation der Gäste vor möglichen Angriffen englischer Hooligans schützen.

“Wenn wir den offiziellen Auftrag erhalten, können wir Galatasaray besser schützen als die Engländer”, meinte dazu Ercunment Yilmaz, der Polizeichef der türkischen Spezial-Truppe gegenüber der Tageszeitung “Milliyet”. Nach den schweren Krawallen rund um das erste Spiel (2:0) befürchten die Türken auf der Insel Racheakte. Zwar hat die UEFA sämtliche in der Türkei verkauften Eintrittkarten für ungültig erklärt, aber es werden trotzdem in Europa lebende Türken erwartet.

Zwei Tote bei Auseinandersetzungen in Russland

Die Welle der Gewalt im Fußball findet kein Ende. Nun kam es auch in der russischen Fußball-Meisterschaft zu gewalttätigen Auseinandersetzungen von Anhängern, bei denen es zwei Todesopfer zu beklagen gab. Vor und nach dem Spiel zwischen Zenit Sankt Petersburg und Dynamo Moskau (0:1) gerieten die beiden Fangruppen aneinander, trauriges Ergebnis waren zwei Todesopfer unter den Petersburg-Anhängern. Einer wurde erschossen, der andere erschlagen.

Rapidler Maier und Wagner im tschechischen Teamkader

Im tschechischen 22 Mann-Kader, den Teamchef Jozef Chovanec am Montag für das freundschaftliche Fußball-Länderspiel am 26. April in Prag gegen Österreichs WM-Quali-Gegner Israel bekannt gab, befinden sich mit den Rapidlern Ladislav Maier und Rene Wagner auch zwei Legionäre der max.Bundesliga.

Rene Wagner (links), Ladislav Maier (Mitte), Marcin Adamski (rechts)

+++TENNIS+++

Weltrangliste: Schett verbesserte sich auf Platz zwölf

Die Tirolerin Barbara Schett verbesserte sich in der Damen-Tennis-Weltrangliste auf Position zwölf. Spitzenreiterin ist weiterhin Lindsay Davenport aus den USA, Amelia Island-Siegerin Monica Seles stieg von Platz neun auf sieben.

Maruska statt Schwartz im ÖTV-Team für Fed Cup in Preßburg

ÖTV-Kapitän Filip Krajcik hat am Montag Barbara Schett, Sylvia Plischke, Patricia Wartusch und Marion Maruska ins rot-weiß-rote Team für das Weltgruppen-Vorrunden-Turnier des Fed Cups vom 27. bis 30. April in Preßburg berufen. Maruska nimmt den Platz von Barbara Schwartz ein, die wegen ihrer Langzeit-Verletzung am Schlagarm endgültig absagen musste.

+++TISCHTENNIS+++

Schlager fährt ohne Erwartungen zur EM

Die Teamführung des heimischen Tischtennisverbandes (ÖTTV) spricht davon, dass Österreich bei den am Freitag in Bremen beginnenden Europameisterschaften in allen Bewerben Edelmetall holen kann, doch Werner Schlager sieht die Dinge etwas anders. “Es wäre ein Wunder, würde ich eine Medaille holen”, sagte der 27-jährige Niederösterreicher am Montag in Wien mit dem Hinweis auf seine jüngsten gesundheitlichen Probleme.

Werner Schlager (AUT)

Eine aus Malaysia eingeschleppte Viruserkrankung, die bisher noch immer nicht exakt definiert werden konnte, sowie gleichzeitige Rückenprobleme haben Österreichs Topmann konditionell so weit zurückgeworfen, dass er sich keinen Illusionen hingibt. Erst am Sonntag hat er die Antibioatika abgesetzt und ohne ausreichendes Training weiß er nur zu genau, dass er mit den Topspielern in harten und kraftraubenden Fünf-Satz-Partien nicht mithalten kann.

+++EISHOCKEY+++

Österreich gewann zweites Testspiel gegen Japan 3:1

Österreichs Eishockey-Nationalmannschaft gewann am Montag auch das zweite Testspiel gegen Japan. Nach dem 6:2 vom Samstag besiegte das ÖEHV-Team die A-Nation mit 3:1 (1:0,0:0,2:1). Die Österreicher, die sich für die WM von 29. April bis 14. Mai in St. Petersburg vorbereiten, dominierten die Partie und kamen durch Pöck (10.), Lanzinger (50.) und Marczell (58.) zu einer 3:0-Führung. Der Japaner Nhei verpatzte drei Sekunden vor der Schlusssirene Michael Suttnig, der diesmal statt Reinhard Divis im Tor stand, das Shutout.

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Textquelle: APA

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