GUESSING,AUSTRIA,14.MAI.14 - SPORT DIVERS, BASKETBALL - ABL, Admiral Basketball Bundesliga, Play Off Halbfinale, Guessing Knights vs BC Vienna. Bild zeigt Trainer Matthias Zollner (Guessing) und Fans.  Foto: GEPA pictures/ Patrick Leuk

Zollner: “Haben noch sehr viel vor uns”

via Sky Sport Austria

Die magnofit Güssing Knights gewinnen Spiel 5 mit 78: 65 gegen den BC Zepter Vienna und ziehen ins Finale der ABL ein. Alle Stimmen zum Spiel exklusiv bei Sky Sport Austria.

 

 (Trainer ):

 

…über Anthony Shavies: „Seine Rolle ist es die Erfahrung mitzubringen, den anderen Spielern Hunger zu machen und ihnen die Rolle als Favorit auch schmackhaft zu machen. Die Spieler hatten noch keine Erfahrung als Favorit zu spielen. Natürlich ist er auch einer unser Schlüsselspieler, aber es zeichnet ihn auch aus, dass er sich in entscheidenden Phasen auch zurücknehmen kann. Er teilt den Ball, er übernimmt Verantwortung, aber er kann sich auch zurücknehmen.“

 

…über seine Zukunft: „Ich versuche mich weiter von Tag zu Tag zu verbessern, zu lernen. Man lernt nie aus.“

 

…über das Spiel: „Es war unser Plan Wien, wie in allen Spielen, müde zu spielen, mit mehr Intensität und mit mehr Wechseln zu spielen. Das ist uns gelungen. Man hat gesehen, wie dann am Ende die Dämme gebrochen sind bei Wien und bei uns hat alles geklappt. Das war die entscheidende Phase. Wir waren frischer, aber sie haben nicht so tief gespielt. Wir spielen die ganze Saison schon so, mit hohem Druck in der Verteidigung und das hat am Ende den Ausschlag gegeben.“

 

…über das anstehende Finale: „Wir spielen jedes Spiel um zu gewinnen. Ich bin wahnsinnig stolz mit welchem Herz und mit welcher Leidenschaft die Jungs spielen, es wird alles auf dem Feld gelassen. Wenn wir mit der Intensität spielen, dann ist gegen Kapfenberg auch alles möglich. Ich bin in erster Linie stolz auf die Mannschaft. Das es hier so gut klappt liegt zum einen an der sensationellen Mannschaft, die wir mit viel Mühe im Sommer zusammengestellt haben und zum anderen an der Organisation im Verein. Wir haben wahnsinnig viel geändert, wir arbeiten viel professioneller jetzt. Das sind die Kleinigkeiten, Organisation macht 50% des Erfolgs aus. Da haben wir viel gemacht, aber wir haben auch noch sehr viel vor uns.“

 

(Spieler ):

 

…über den Finaleinzug: „Wir sind im Finale, aber wir haben noch nichts erreicht. Es geht darum am Schluss die Trophäe in den Händen zu halten. Wenn man die nicht hat, dann war alles andere umsonst.“

 

…über das harte Foul von Trmal: „Ich weiß nicht, was mit ihm los ist. Aber für ihn ist die Saison vorbei und damit ist das Kapitel für mich beendet.“

 

(Spieler ):

 

…über die Saison: „Wir haben sehr lange und sehr hart gearbeitet. Ich habe am Anfang des Jahres gesagt, dass ich in Güssing bleibe, wenn ich hier eine Chance habe um den Titel mitzuspielen. Und ich muss Manager Koch ein großes Kompliment aussprechen, er hat das ermöglicht, er hat alle Hebel in Bewegung gesetzt und jetzt stehen wir im Finale.“

 

…über das kommende Finale: „Kapfenberg ist eine andere Mannschaft als die letzten Jahre, wir sind eine andere Mannschaft. Ein Finale ist ganz anders als ein Viertelfinale und darauf freuen wir uns schon. Wir können jetzt noch fünf Minuten feiern, dann ist Schluss und der Fokus liegt auf Samstag.“

 

 (Spieler ):

 

…über das Spiel: „Ich habe vor dem Spiel gesagt, dass die Mannschaft, die es mehr will, es heute auch macht. Heute stand die ganze Saison auf dem Spiel. Wir haben das einfach besser gemacht.“

 

 (General Manager BC Zepter Vienna):

 

…über das Spiel: „Zuerst muss man Güssing gratulieren, sie haben heute verdient gewonnen. Voriges Jahr hatten wir zu diesem Zeitpunkt den Traum erreicht, jetzt sind wir ausgeschieden. Von meiner Seite kann ich nur der ABL eine tolle Finalserie wünschen und das wir im kommenden Jahr das Beste draus machen. Heute war die Energie entscheidend, weil ich nicht sagen würde, dass die Routine der Knackpunkt war. Wir haben keine Kinder in der Mannschaft.“

 

…über die Saison: „Es war keine leichte Saison. Es war eine sehr lange und anstrengende Saison mit dem Eurocup, mit dem Trainerwechsel. Was zählt ist, dass wir es im Semifinale nicht geschafft haben. Wir haben in den letzten vier Jahren gute Arbeit geleistet, wir sind Meister geworden. Natürlich ist durch diese Arbeit auch der Erfolg gekommen und dann kann man mit dem Semifinale nicht zufrieden sein.“

 

..über die Zukunft von Trainer Ašćerić: „Er hat keinen leichten Job übernommen mitten in der Saison. Man muss das jetzt in aller Ruhe analysieren, Gespräche führen. Er hat keinen leichten Job übernommen, wie es gewesen wäre, wenn er von Anfang an bei uns gewesen wäre, kann keiner sagen. Deswegen muss man das in aller Ruhe analysieren und die beste Entscheidung treffen.“
…über den möglichen Umzug in eine andere Halle: „Im Moment haben wir unsere Stadthalle B und alles andere werden wir sehen. Aber es erwartet uns ein sehr intensiver Sommer. Wir arbeiten tagtäglich daran, dass wir unseren Verein auf ein Topniveau bringen und ohne eigene Halle ist das extrem schwer. Wir wollen wachsen, wir werden wachsen und die eigene Halle ist natürlich ein Wunsch. Wir werden alles daran setzen, dass dieser auch in Erfüllung geht.“
 (Trainer BC Zepter Vienna):
…über das Spiel: „Zuerst möchte ich Güssing gratulieren, sie haben verdient gewonnen. Wir können viel über Gründe reden, aber der Hauptgrund für unsere Niederlage sind unsere Nerven, wir haben keine Nerven ein mental schweres Spiel zu spielen. Alle Fehler, die wir gemacht haben, waren deswegen. Das hat sich am Anfang des vierten Viertels gezeigt, da sind wir komplett zusammengebrochen. Wenn man nervös ist und den Rhythmus nicht kontrolliert, dann bricht man zusammen und es passieren immer wieder viele Fehler. Wir waren zu unruhig und nervös. Besonders die Außenspieler waren nervös und Außenspieler kontrollieren solche Spiele. Heute haben wir leider keine Spieler gefunden, die das Spiel für uns über 40 Minuten kontrollieren können. Ich will die Spieler nicht kritisieren, ich habe versucht, dass Beste aus ihnen herauszuholen, vielleicht ist das nicht gelungen. Den Grund werde ich auch analysieren, das nächste Mal möchte ich die Spieler besser nützen.”
…über seine Zukunft bei Vienna: „Es gab noch keine konkreten Gespräche. Es ist noch so früh, dass ich nicht weiß wie es weitergeht, das muss ich mir noch überlegen.“
 (Spieler BC Zepter Vienna):
…über das Spiel: „Güssing hat verdient gewonnen, sie haben besser und konsequenter gespielt, mit mehr Energie und sie stehen verdient im Finale.”
…über die Saison: „Die Arbeit geht weiter, nach der Saison ist vor der Saison. Wir fangen jetzt wieder an zu arbeiten. Wir haben sehr viele Fehler in dieser Saison, aber auch sehr viel gut gemacht. Man lernt, was die Entscheidungen angeht. Wenn man feiern kann, wenn es gute Zeiten gibt, dann muss man sich auch freuen können, wenn man gegen eine gute Mannschaft aus Güssing verliert. Wir haben dieses Jahr das absolut professionellste gemacht, wir haben Trainer geholt und ihm die Möglichkeit gegeben, dass Team zusammenzustellen. Die Jungs waren sehr gut, aber es war anscheinend nicht ausreichend, dass wir den Titel gewinnen.“

 

(Sky Experte):

 

 

…über Güssing-Coach Zollner: „Er ist nach Güssing gekommen und hat ein funktionierendes Umfeld vorgefunden, eine Mannschaft, die sehr gut zusammengewachsen war. Das ist ein optimales Setting für einen Coach, wenn man reinkommt. Da noch die Mängel herauszusuchen, daran zu arbeiten und den nächsten Schritt zu setzen ist eine wunderbare Arbeit für einen Coach. Nichtsdestotrotz ist es eine großartige Leistung, was er heuer geleistet hat.“

 

…über Shavies: „Er ist der verlängerte Arm des Coaches, er ist fast ein Assistant Coach auf dem Spielfeld. Er ist ein erfahrener Mann, ein Leader für diese Mannschaft.“

 

…über das Spiel: „Wenn man sich die Statistik anschaut, dann war es ein ausgeglichenes Spiel, immer wieder kleine Vorteile für Güssing. Der große Unterschied ist, dass die Wiener fast genauso viele Dreierversuche wie Zweierversuche genommen. Mir war vor allem in den zweiten 20 Minuten die Offensive der Wiener viel zu unkreativ und deshalb kommt Güssing auch verdient weiter.“

 

…über Güssing: „Sie hatten wieder einen Energieanfall in der zweiten Hälfte. Aber ich bin ein bisschen überrascht, dass das, was sie heute gezeigt haben, gereicht hat um Spiel 5 gegen Wien zu gewinnen. Ernüchterung wird bei ihnen schnell kommen. Sie wissen selbst, dass sie die Serie durchaus verdient gewonnen haben, aber im Finale wartet ein anderes Monster. Der Basketball, den ich in den letzten beiden Spielen gesehen habe, der wird nicht reichen um gegen Kapfenberg zu gewinnen. Und ich denke, dass das auch die Güssinger wissen. Sie haben die letzten beiden Spiele immer nur 15-20 bessere Minuten gehabt, es waren 20 überdurchschnittliche Minuten von Güssing, vor allem was das Energielevel betrifft. Davon werden sie mindestens 30 gegen Kapfenberg brauchen.“

 

…über Vienna: „Wien hatte ohnehin schon Probleme, die sind in Spiel 4 und in der zweiten Hälfte von Spiel 5 massiv zutage getreten. Sie wollten heute genauso gewinnen, aber es ging halt einfach nicht. Es hat die Struktur in der Mannschaft gefehlt, die Ideen in der Offensive, die Stabilität in der Defensive, das Gemeinschaftsgefühl vorne und hinten. Man hat einfach gespürt, dass die Mannschaft im Kollektiv nicht weiß, wie sie auf die eine oder andere Situation reagieren soll. Sie haben am Anfang der Saison sehr gut gespielt und dann kamen die Stolpersteine. All das hat man heute in einer Kurzzusammenfassung in den letzten 20 Minuten gesehen. Im Kollektiv ist die Mannschaft zu unroutiniert, man kann es ja nicht an einzelnen Spielern aufhängen. Es muss im Kollektiv funktionieren und das hat definitiv nicht funktioniert. Man kann ja nicht unzufrieden sein, wenn man ein Spiel am Finaleinzug vorbeischrammt. Natürlich hängen die Trauben hoch, wenn man Meister ist und den Titel verteidigen will, aber es steht ja nicht die selbe Mannschaft auf dem Parkett. Das heurige Wien hat ja relativ wenig mit dem Wien des Vorjahres zu tun, was die Leistungsträger betrifft, zu tun. Man konnte also nicht erwarten, dass man wieder ins Finale einzieht. Die Erwartungen hat man selbst sehr hoch geschraubt mit dem fantastischen Herbst. Sie waren selbst ein bisschen überrascht, dass sie derartig dominant in der Liga auftreten konnten. Das hat dann ein paar Dinge überdeckt und während sich die Mannschaften in der Liga sukzessive weiterentwickelt haben, hat Wien einen Dämpfer eingefangen mit den internationalen Spielen und den Niederlagen, die man dort dann kassieren musste. Dann hat man ein bisschen ein anderes Bild bekommen und das konnte man nicht einfach abhaken. Man hat das ein bisschen mitgenommen und konnte da nicht mehr raus. Das hat gegipfelt im Trainertausch und ab da war es eine sehr holprige Straße bis hierher.“

 

…über Player of the Game Heard: „Er war in der entscheidenden Phase des Spiels der spielbestimmende Spieler, das war ein bisschen schon ein bisschen im dritten Viertel und vor allem zum Start vom vierten Viertel. Das wurde von Güssing und vor allem in der Form von Heard absolut dominiert. Er ist für mich, selbst wenn seine Statistiken nicht hervorragend sind, das Herz dieser Mannschaft. Er ist schon ein bisschen länger da, er ist richtig angekommen in Güssing. Wenn es bei ihm gut läuft, dann geht es bei allen Güssingern nach oben. Heute ist es ihm gut gegangen und die Auswirkung war wie immer.“

 

…über das Finale Kapfenberg – Güssing: „Ich glaube, dass Kapfenberg Wien als Gegner lieber gewesen wäre. Aus mehreren Gründen, aber der Hauptgrund ist, dass sie jetzt eine Mannschaft gegen sich haben, die ebenfalls als Energieeinheit auftritt. Das ist mit Sicherheit der unangenehmere Gegner für Kapfenberg. Das individuelle Potenzial von Wien kann Kapfenberg auf jeder Position matchen. Jetzt spielen sie gegen eine Mannschaft, die als Mannschaft mindestens genauso weit ist wie Kapfenberg, aber individuell ein bisschen schwächer ist. Jetzt wird sich herausstellen, wie viel das Kollektiv wert ist.“