Zoran Barisic: „Der Klub verträgt überhaupt keine Frauenfeindlichkeit, das entspricht nicht unserem Leitbild und wir distanzieren uns davon“

via Sky Sport Austria
  • Christoph Peschek: „In diesem Fall war es ein sehr derbes Spruchband und es wurde vor Spielbeginn gelöst und wieder abgehängt“
  • Dietmar Kühbauer: „Ein Spiel auf der schiefen Ebene, aber es gehören Tore dazu“
  • Markus Schopp: „Dario Tadic ist fantastisch, ein Spieler, der weiß wo das Tor steht“
  • Rene Swete: „Es war nicht unser bestes Spiel“
  • Maximilian Ullmann: „Wir sind heute an uns selbst gescheitert“
  • Marc Janko: „Rapid hat die Kaltschnäuzigkeit vermissen lassen“
  • Walter Kogler: „Für Hartberg ist jetzt Platz fünf oder vielleicht der vierte Platz noch drinnen“

 

Der TSV Prolactal Hartberg gewinnt gegen den SK Rapid mit 1:0. Alle Stimmen zur Partie bei Sky und Sky X.

 

SK Rapid Wien – TSV Prolactal Hartberg, 0:1 (0:1)

Schiedsrichter: Oliver Drachta

 

Dietmar Kühbauer (Trainer SK Rapid Wien):

…vor dem Spiel über Yusuf Demir: „Was Yusuf Demir gezeigt hat, war schon sehr gut, er hat sich die Startelf verdient. Er hat eine unglaubliche Kreativität, kann Eins-gegen-Eins-Situationen super lösen, hat einen unglaublichen Schuss und unglaubliche Übersicht. Die gesamte Mannschaft muss ihn unterstützen, damit er seine Stärken ausspielen kann.“

…nach dem Spiel: „Es ist heute nur an uns gelegen, du musst heute den Dreier einfahren, ein Spiel auf der schiefen Ebene, aber es gehören Tore dazu. So stehst du mit null Punkten da und es ist wirklich ärgerlich. Wenn du bei noch vier Runden zu spielen sechs Punkte Rückstand auf Salzburg hast, brauchst du nicht vom Meistertitel träumen. Das ärgert jeden, wenn man das Spiel heute sieht, grundsätzlich musst du als Sieger vom Platz gehen, aber im Fußball ist es so, dass du nicht immer als Sieger vom Platz gehen musst.“

…über das sexistische Transparent vor dem Block West: „Ich finde, dass dieses Transparent definitiv nichts in einem Fußballstadion verloren hat. Ich kann die Aktion nicht verstehen. So leid es mir für die Rapid-Fans tut, aber ich glaube nicht, dass das das beste ist, dass man mit diesen Worten was beschreibt.“

 

Zoran Barisic (Geschäftsführer Sport SK Rapid Wien):

…vor dem Spiel über die Personalsorgen bei Rapid: „Die ganze Saison hindurch haben wir sehr viel Pech mit vielen verletzen Spielern, immer wieder Schlüsselspieler, ich denke nicht, dass das viele Mannschaften weltweit kompensieren könnten. Bis jetzt sind wir sehr, sehr gut unterwegs, die Mannschaft und das Trainerteam haben das bis jetzt sehr gut gelöst. Wir wissen, dass der Taxi (Fountas) eine super Saison spielt. Trotzdem sind wir der Meinung, dass die Mannschaft einen Spieler macht, sie hat auch ihres dazu beigeragen, dass der Taxi bei uns sehr gut funktioniert hat bis jetzt. Ein Spieler kann die Mannschaft natürlich besser machen.“

…über Transfergerüchte zu Taxiarchis Fountas: „Geisterspiele sind für uns immens große Verluste, die Folgen in der Zukunft passieren sind nicht absehbar, es wird uns noch einige Zeit begleiten. Aber was mögliche Neuzugänge und Abgänge betrifft, wird es auch in Zukunft so sein, dass sie (Journalisten, Anm.) nicht die ersten seid, die in Kenntnis gesetzt werden. Wir wissen nicht, ob sich der Transfermarkt ändert. Natürlich ist es nicht so, dass kein Spieler grundsätzlich unverkäuflich ist.“

…über angeblich hohe Angebote für Yusuf Demir: „Er wird sich nicht davon beeinflussen lassen, er ordnet dem Fußball alles unter, der Ball ist sein bester Freund. Seine Einstellung spricht für ihn. Ich kann den Managern der Spieler nicht sagen, was sie den Medien berichten sollen, das liegt nicht in meiner Hand. Wir versuchen da gute Arbeit zu leisten, bis jetzt haben wir das sehr gut hinbekommen, ich glaube unsere Fans sind stolz auf uns und unseren Weg, den wir im Sommer eingeschlagen haben, diesen wollen wir unbedingt fortsetzen.“

…über den Titelkampf: „In der Öffentlichkeit steige ich immer auf die Euphoriebremse. Wir müssen uns ausschließlich auf das nächste Spiel konzentrieren. Wir wollen unbedingt gewinnen. Das einzige was mich interessiert.“

…über ein sexistisches Transparent vor dem Block West: „Das ist natürlich nicht in unserem Sinne. Aber es ist strafrechtlich nicht verfolgbar, es ist natürlich eine sehr, sehr derbe Metapher, darüber brauchen wir überhaupt nicht diskutieren. Aber mir ist es wichtig, wenn wir über das Sportliche reden können und nicht über diese Dinge. Der Klub verträgt überhaupt keine Frauenfeindlichkeit. Weder Sexismus noch Homophobie oder Rechtsradikalismus sind zu tolerieren. Das entspricht nicht unserem Leitbild und wir distanzieren uns davon. Ich bin jetzt erst vor kurzem ins Stadion gekommen und habe es jetzt erst gesehen, sie konfrontieren mich damit. Wir können aber auch über andere Dinge reden, über Unternehmen, die von Steuergeldern subventioniert werden, deren Mitarbeiter in die Kurzarbeit geschickt werden oder in die Arbeitslose geschickt werden, wo sich dann die Chefetage Dividenden auszahlen lässt. Wir könnten über viele Dinge reden.“

 

Christoph Peschek (Geschäftsführer Wirtschaft SK Rapid Wien):

…nach dem Spiel über das sexistische Transparent vor dem Block West: „Punkt eins, der SK Rapid und seine Fans sprechen sich dafür aus, dass wir möglichst bald wieder vor Zuschauern Fußball spielen dürfen. Wir spielen Fußball für unsere Fans. Insofern ist das Anliegen, gemeinsam vor Zuschauern zu spielen, eines das nachvollziehbar ist. Punkt zwei, Demokratie und Meinungsfreiheit endet nicht an den Stadiontoren, daher ist es grundsätzlich so, dass Transparente, so sie nicht strafrechtlich relevant sind, zugelassen werden. Prinzipiell wurde für die Zeit der Geisterspiele vereinbart, dass für die Zeit der Geisterspiele unterschiedliche Botschaften durch Vertreter der aktiven Fanszene transportiert werden können. Als dieses Transparent aufgehängt worden ist, gab es sehr intensive Diskussionen, und die Entscheidung, dass das Transparent vor Spielbeginn abgehängt wurde. Somit sehe ich auch keinen Skandal. Denn das Thema wurde noch vor Spielbeginn gelöst und darauf lege ich einen großen Wert. Ich wusste nicht was drauf steht. Es gab dann sehr intensive Diskussionen mit den Vertretern der Fanklubs, es wurde vor Spielbeginn abgehängt. Wir legen großen Wert darauf, dass es Meinungsfreiheit und Demokratie gibt. In diesem Fall war es ein sehr derbes Spruchband und es wurde vor Spielbeginn gelöst und wieder abgehängt. Auch wenn es jetzt eine private Angelegenheit ist, die eigentlich für die Öffentlichkeit nicht wirklich von Relevanz ist, ist es so, dass meine gesamte Familie mit einem Magendarmvirus flach liegt und demzufolge ich sehr eingeschränkt verfügbar war und als dieses Thema aufgepoppt ist, habe ich mich natürlich genauso wie andere darum gekümmert und intensiv gesprochen. Noch einmal, es ist vor Spielbeginn gelöst worden. Ich bin hier nicht in einem Verhör, ich möchte darauf hinweisen, dass das Thema vor Spielbeginn gelöst worden ist. Es gibt Diskussionen, es gab Diskussionen und es wird auch in Zukunft Diskussionen geben, weil das Thema eines ist, das eine gesellschaftliche Relevanz hat. Ob das verschiedene Passagen aus Rap-Songs sind, die ich persönlich auch nicht gut finde, oder Aussagen von Politikern, die ich auch nicht gut finde. Wir können uns jetzt noch dreimal im Kreis drehen und sie werden immer dieselbe Antwort von mir bekommen. Es wurde gelöst. Für die Zukunft werden wir, wie immer bei solchen Themen, es so handhaben, dass man in einer Familie Diskussionen nicht am Balkon führt, sondern im Wohnzimmer.“

 

Stefan Schwab (SK Rapid Wien):

…nach dem Spiel: „Wir waren in beiden Spielen zu ineffizient. Wir müssen in Führung gehen, die Hartberger nützen einen Fehler eiskalt aus. Jetzt heißt es aufstehen und schauen, dass wir am Mittwoch punkten.“

 

Maximilian Ullmann (SK Rapid Wien):

…nach dem Spiel: „Wir wissen selbst, dass wir heute an uns selbst gescheitert sind. Wir haben es verabsäumt, dass wir das Tor machen, heute ist es uns leider nicht gelungen. Ich bin angedribbelt, habe aufgeschaut, keinen gesehen, wollte mich umdrehen. Das passiert, das Leben geht weiter. Wir werden am Mi probieren einen Sieg zu holen. Wir wollten unser Spiel gewinnen, wir schauen auf uns, nicht vor uns oder hinter uns.“

 

Markus Schopp (Trainer TSV Prolactal Hartberg):

…nach dem Spiel: „Wir waren heute in der glücklichen Situation 1:0 in Führung zu gehen und haben das mit allen unseren Möglichkeiten verteidigt. Die Jungs haben eine Reaktion gezeigt, ein richtig wichtiger Sieg für uns. Dario Tadic ist fantastisch. Er ist ein Spieler, der weiß wo das Tor steht, und auch weiß, was er dafür zu tun hat um zu seinen Tormöglichkeiten zu kommen. Ich finde auch, dass er sich in dieser Saison noch einmal richtig gesteigert hat. Ich glaube, dass die 14 Tore unglaublich viel sind. Er ist ein Spieler, der in der Box den Unterschied ausmachen kann. Neun Punkte aus den ersten sechs Runden in der Meistergruppe, ich glaube, dass uns das keiner zugetraut hat. Die Saison kann man gar nicht hoch genug einschätzen für das, was die Mannschaft bis dato gleistet hat.“

 

Rene Swete (Tormann TSV Prolactal Hartberg):

…nach dem Spiel: „Es war nicht unser bestes Spiel. Rapid hat die etwas zwingenderen Chancen gehabt und wir haben in der zweiten Hälfte den Platz nicht ausgespielt, der sich uns geboten hat. Rapid muss hier das Spiel zuhause machen, gegen solche Mannschaften, die uns hoch anpressen versuchen wir spielerisch zu lösen. Einer der Mitgründe, warum es hier läuft. Wir müssen von Spiel zu Spiel schauen, nach vier Spielen ist träumen erlaubt.“

 

Marc Janko (Sky Experte):

…über das sexistische Transparent vor dem Block West: „Ich bin ehrlich gesagt ein bisschen fassungslos, sowas hat nirgendswo etwas verloren. Es ist für mich unverständlich, Punkt A, wie sowas aufgehängt werden kann und Punkt B, warum das nicht nach 30 Sekunden, nachdem es jemand aufgehängt hat, runtergenommen wird. Trainer Kühbauer hat das einzig richtige gesagt. Die anderen beiden (Peschek und Barisic, Anm.) haben probiert nach Ausreden zu suchen.“

…über das Spiel: „Im Fußball gewinnt nicht immer die Mannschaft, die dominanter spielt und mehr Chancen hat, sondern die, die die meisten Tore macht. Rapid hatte das Chancenplus eindeutig auf seiner Seite, aber hat die Kaltschnäuzigkeit vermissen lassen. Fountas fehlte enorm in der Rapid-Offensive.“

 

Walter Kogler (Sky Experte):

…über das Spiel: „Zuhause gegen Hartberg hast du die Möglichkeit mit einem Sieg um die Meisterschaft mitzuspielen und dann stehst Rapid mit leeren Händen da. Hartberg hat gezeigt, dass man sie ernst nehmen muss, eventuell ist jetzt Platz fünf oder vielleicht ist der vierte Platz noch drinnen.“