Nach Hecking-Aus: Stöger nach Streich dienstältester Bundesliga-Trainer
Der 1. FC Köln liegt nach sieben Spieltagen auf dem zweiten Tabellenplatz in der Deutschen Bundesliga. Nach der Entlassung von Dieter Hecking als Wolfsburg-Trainer liegt FC-Trainer Peter Stöger auch persönlich auf dem zweiten Platz, vergleicht man die Amtszeiten der Trainer. Nur mehr ein Bundesliga-Coach ist länger im Amt als der Wiener: Christian Streich trainiert seit Dezember 2011 den SC Freiburg und ist nach Ab- und sofortigem Wiederaufstieg nicht aus dem Breisgau wegzudenken.
Seit Juli 2013 bildet Stöger gemeinsam mit Co Manfred Schmid das Trainergespann in Köln. Zusammen führten sie den FC in die 1. Deutsche Bundesliga und etablierten ihn durch stetige Entwicklung im Mittelfeld. In dieser Saison scheinen die Kölner den nächsten Schritt gemacht zu haben, erstmals ist ein Europacup-Startplatz realisitisch. Derzeit darf sich die Mannschaft von Stöger „Bayern-Jäger Nummer eins“ nennen – nur zwei Punkte fehlen auf den Tabellenführer. Kölns Top-Torjäger Anthony Modeste führt sogar die Torschützenliste mit sieben Treffern an. Am vergangen Samstag erzielte der Franzose beim 2:1-Sieg gegen den FC Ingolstadt einen Doppelpack.
Dennoch, in Köln weiß die Vereinsführung die Lage richtig einzuschätzen. Die Jahre in denen man in dieser Situation vom Meistertitel gesprochen hätte, gehören seit dem Stöger und Sportdirektor Jörg Schmadtke am Werk sind, der Vergangenheit an. „Wenn wir uns qualifizieren, dann werden wir auch teilnehmen“, sagte Stöger mit Humor über einen möglichen Startplatz im Europacup in der Fußball-Sendung „Doppelpass“ am Sonntag.
Stöger besitzt einen langfristigen Vertrag bis 2020 beim FC. Nicht auszuschließen, dass er diesen auch erfüllt, denn derzeit sitzt wohl kein anderer Bundesliga-Trainer so fest im Sattel wie der 50-jährige Wiener.
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