Sensationell! Starker LASK dreht Spiel in Lissabon

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Der LASK hat die ersten Punkte seiner Debütsaison in der Fußball-Champions-League geholt. Am Mittwoch belohnten sich die Linzer bei Sporting Lissabon nach frühem Rückstand für einen engagierten Auftritt und feierten schließlich einen 3:2-(1:1)-Erfolg. Christoph Lang (15.) egalisierte das frühe 0:1 nach umstrittenem Elfer durch Luis Suarez (5.), Sasa Kalajdzic (63.) und Krystof Danek (68.) machten den „Dreier“ perfekt. Das zweite Suarez-Tor (89.) kam für Sporting zu spät.

Vor allem in der zweiten Hälfte dominierten die Linzer trotz verletzungsbedingtem Verlust von Goalie Lukas Jungwirth (52.) das Geschehen, Portugals an den ersten beiden Spieltagen siegreicher Vizemeister (3:1 gegen Galatasaray, 2:0 bei RC Lens) lief seinen Erwartungen hinterher. Schon am 3. November können die Oberösterreicher ihr Punktekonto zu Hause gegen Slovan Bratislava ausbauen.

Nach der 0:1-Auftaktniederlage bei AEK Athen und dem Heim-3:6 gegen Liverpool in der Vorwoche begann der LASK, wie von Coach Dietmar Kühbauer gefordert, mutig und aggressiv, legte vor fast 50.000 Zuschauern im Stadio Jose Alvalade aber dennoch einen klassischen Fehlstart hin. Nestory Irankunda hakte beim vorbeilaufenden Robert Ljubicic im Strafraum ein, der schottische Schiedsrichter Nicholas Walsh zeigte dennoch auf den Punkt. Jungwirth war im richtigen Eck, Suarez‘ Schuss aber zu präzise.

LASK blieb cool

Den LASK schien das aber nur wenig zu jucken. Die Linzer waren das etwas initiativere Team und gaben nach einer Viertelstunde die perfekte Antwort. Nach Balleroberung in der gegnerischen Hälfte kam der Ball von außen auf Lang, der sich das Leder herrichtete und flach ins lange Eck abzog. Die Gäste waren voll im Spiel und hatten ihre beste Phase vor der Pause. Eine abgerissene Flanke Kasper Jörgensens ging ans Außennetz (17.), mehrmals strahlten die Linzer Gefahr aus.

Sporting spielte seine Stärken am Ball erst nach der Halbstundenfrist besser aus. Auch eine Drangperiode der Grün-Weißen brachte aber nicht mehr als einen brandgefährlichen Köpfler durch Maximiliano Araujo, der sein Ziel verfehlte (38.). Im Gegenteil drückte der pressingstarke LASK dem Finish der ersten Hälfte seinen Stempel auf und hatte auch noch die Chance auf die Führung. Lang scheiterte nach Konter aus schon recht spitzem Winkel an Kaique Pereira (42.), der Goalie war auch bei einem zu zentralen Versuch Langs zur Stelle (43.).

Auch zweite Hälfte begann mit Schock

Auch die zweite Hälfte begann für den LASK mit einem Rückschlag. Jungwirth musste nach einem Zusammenstoß mit Suarez außerhalb des Strafraums – auf eigenen Beinen – vom Platz und wurde durch Tobias Schützenauer ersetzt (52.). Auch diesmal zeigte man sich unbeeindruckt und ließ Sporting kaum zur Geltung kommen. Die Oberösterreicher verzeichneten viele Ballgewinne, einer führte zu einem Konter, den Kalajdzic mit dem 2:1 abschloss.

Als Danek nach Assist des eingewechselten Samuel Adeniran wenige Minuten darauf einen neuerlichen Konter mit seinem ersten internationalen Treffer krönte, war die Vorentscheidung gefallen. Das verzweifelte Sporting kam gegen die starke LASK-Defensive kaum zum Stich, Schützenauer verhinderte mit guter Reaktion das 2:3 (75.). Die Portugiesen versuchten es bis zum Schluss vergeblich, der Anschlusstreffer durch Suarez kam zu spät – und hätte wegen eines vorangegangenen Fouls vom VAR eigentlich nicht anerkannt werden dürfen.

Es änderte sich auch in einer hitzigen achtminütigen Nachspielzeit nichts mehr daran, dass Sporting wie schon in der Europa-League-Quali 2020 (1:4) gegen den LASK eine Heimniederlage bezog.

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