Austria und WAC untermauern Ruf als formstärkste Ligateams

Die Austria und der WAC warten nach ihren Samstag-Siegen in der Fußball-Bundesliga mit beeindruckenden Zahlen auf. Das 2:1 beim GAK war der zwölfte Erfolg der „Veilchen“ in ihren jüngsten 14 Pflichtspielen, die Kärntner halten nach dem 3:0 in Hartberg bei sieben Siegen und einem Unentschieden aus ihren vergangenen acht Bewerbspartien. Dank dieser Erfolgsserien machen beide Clubs Druck auf Spitzenreiter Sturm Graz.

Die Austria zeigte sich vom Heim-0:1 in der Vorwoche gegen Red Bull Salzburg gut erholt. „Wir wollten nach der Niederlage sofort mit drei Punkten wieder voll da sein, das war wichtig“, erklärte Trainer Stephan Helm. Der Ausfall des gesperrten Abwehrchefs Aleksandar Dragovic fiel nicht ins Gewicht. „Meine Spieler haben das bravourös gelöst. Wir sind in der letzten Linie richtig gut aufgestellt“, meinte der Burgenländer.

HIGHLIGHTS | Grazer AK – FK Austria Wien | 20. Runde

Als Erfolgsgeheimnis nannte Helm einmal mehr den außergewöhnlichen Teamspirit. „Bei uns ist sich keiner zu schade, dem Fehlpass des Mitspielers nachzulaufen.“ Stürmer Maurice Malone pflichtete seinem Trainer bei. „Wir machen einen guten Job und sind auch nach zehn Siegen am Boden geblieben. Der Zusammenhalt zeichnet unsere Mannschaft aus“, betonte der Schütze des zweiten Austria-Tores in Graz.

Zum bereits dritten Mal in diesem Kalenderjahr gastierten die Favoritner in der steirischen Landeshauptstadt. Am 1. Februar schaltete man in der Merkur Arena Titelverteidiger Sturm Graz im ÖFB-Cup-Viertelfinale mit 2:0 aus, sechs Tage später folgte am selben Ort in der Meisterschaft ein 2:2 gegen den Tabellenführer. Nun gab es drei Punkte gegen den Vorletzten GAK. „Wir fahren immer gerne nach Graz, aber es ist auch jedes Mal ein hartes Stück Arbeit“, sagte Helm.

Kühbauer über WAC-Leistung: „Sehr, sehr reif“

Weniger zittern musste der WAC in Hartberg, Trainer Dietmar Kühbauer sprach nach dem 3:0 sogar von der besten Leistung seiner Mannschaft in diesem Jahr – und das, obwohl heuer schon Sturm und Rapid geschlagen wurden. Die Wolfsberger machten zwar erst mit einem Elfmeter von Thierno Ballo zum 2:0 in der 77. Minute den Sack zu, hätten die Partie aber aufgrund vieler guter Chancen früher entscheiden können.

„Man sieht, dass die Spieler Selbstvertrauen und Spaß am Fußball haben“, sagte Kühbauer hinsichtlich der Erfolgsserie. Folglich spielt der WAC zum fünften Mal nach 2019, 2020, 2021 und 2022 im Frühjahr in der Top-Gruppe. Aktuell sind die Kärntner sogar erster Verfolger des Spitzenduos Sturm und Austria Wien. „Man kann jetzt schon ein bisschen nach vor denken, wir sind von der absoluten Spitze nicht mehr so weit entfernt“, gab sich Kühbauer angriffslustig.

Für Hartberg scheint der Zug Richtung Meistergruppe abgefahren. Nur falls die beiden Linzer Clubs LASK und Blau-Weiß am Sonntag patzen, sind die Top sechs noch realistisch. „Wir brauchen jetzt über die Meistergruppe nicht mehr viel diskutieren“, gestand Trainer Manfred Schmid.

HIGHLIGHTS | TSV Hartberg – Wolfsberger AC | 20. Runde

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(APA)/Beitragsbild: GEPA