Auswärtssieg bei Hearts: Sturm zieht souverän in dritte CL-Quali-Runde ein
Sturm Graz legt nach dem klaren Hinspielsieg in der zweiten Qualifikationsrunde der Champions League mit einem 2:0-Auswärtserfolg bei Heart of Midlothian FC nach und steht dank eines 6:0-Gesamtscores höchst verdient in der nächsten Runde.
In der ersten Spielhälfte durfte Sturm nur kurz jubeln – Seedy Jatta erzielte das vermeintliche Führungstor, welches das Schiedsrichterteam jedoch aberkannte. Sturms dominante Herangehensweise wurde dafür nach etwas über einer Stunde doppelt belohnt: Simon Seidl erzielte das nun zählende 1:0 (64.), woraufhin erste Hearts-Fans bereits das Stadion verließen. Nur vier Minuten später stellte Emran Soglo auf 2:0 (68.).
„Einfach magisch“ – Die Reaktionen zum Sturm-Sieg bei Hearts
Europäischer Herbst für Sturm fix
Durch den Einzug in die dritte CL-Quali-Runde des Platzierungsweges steht Sturm zumindest fix in der Ligaphase der Europa League. Gegner in der nächsten Runde ist der Sieger der Paarung aus Fenerbahce Istanbul und Gornik Zabrze. Der türkische Vizemeister geht nach einem 1:0-Sieg aus dem Hinspiel mit einem klaren Vorteil ins morgige Rückspiel in Polen.
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Spieltermine für die 3. Runde sind der 4./5. und 11. August. Beide Teams dürfen mit einer europäischen Gruppenphase planen, folgt doch bei einem Out der Umstieg in die Europa League. Sturm fixierte zum sechsten Mal in Folge die Teilnahme an einer europäischen Gruppenphase. Im Tynecastle Park sorgten im Duell zweier nationaler Vizemeister Sommer-Zugang Simon Seidl (64.), der schon zuletzt bei seinem Pflichtspieldebüt im ÖFB-Cup getroffen hatte, und Emran Soglo (68.) erst nach der Pause für die Entscheidung. Eine gelungene Generalprobe vor dem Ligastart am Samstag bei der WSG Tirol (der Saisonstart der ADMIRAL Bundesliga LIVE & EXKLUSIV auf Sky Sport Austria!) wurde so perfekt.
Grazer vor der Pause ineffizient
Die Grazer setzten bei strömendem Regen in Edinburgh auf die gleiche Startelf wie im Hinspiel. In der Defensive ließen die Gäste nichts anbrennen und kaum Torchancen zu. Selbst konnten sich die Steirer in der Offensive oftmals in Szene setzen, es mangelte aber dem Sturmduo an der Kaltschnäuzigkeit. Simon Wodarczyk scheiterte aus zehn Metern am Goalie (16.) wie auch mit einem Kopfball (38.). Seedy Jatta vergab zweimal (24., 25.), ehe er eine Minute später nach Hereingabe von Seidl aus vier Metern mit dem Außenrist locker einschob. Nach VAR-Eingriff nahm der lettische Schiedsrichter Andris Treimanis den Treffer allerdings aufgrund eines vermeintlichen Jatta-Foulspiels zuvor wieder zurück.
Nach Wiederbeginn war das Spielgeschehen ziemlich unverändert. Sturm gab den Ton an, Seidl (56.) und Jeyland Mitchell (57.) vergaben vorerst weitere Topchancen. Im Gegenzug musste Sturm-Tormann Daniil Chudjakow bei einem Miller-Schuss das einzige Mal eine Parade zeigen. Danach münzten die Gäste ihre Überlegenheit auch noch in Tore um. Jon Gorenc Stankovic bediente Seidl per Kopf ideal, und der Mittelfeldspieler traf überlegt ins lange Eck. Vier Minuten später machte Soglo nach einem kurz abgewehrten Schuss mit einem glücklichen Abstauber alles klar. Sturm hat damit weiter noch nie einen Vier-Tore-Vorsprung nach einem Europacup-Hinspiel noch verspielt.
