"Sollte man nie unterschätzen": Fjörtoft warnt vor Sturm-Gegner Bodø/Glimt

„Das ist ihre große Stärke“: Fjörtoft warnt vor Sturm-Gegner Bodö/Glimt

Sturm Graz bekommt es im Kampf um die Ligaphase der Champions League mit den FK Bodö/Glimt zu tun. Sky-Experte Jan Age Fjörtoft sieht im norwegischen Meister eine schwere Aufgabe für die Mannschaft von Trainer Jürgen Säumel.

„Bodö war in den vergangenen Jahren das mit Abstand beste Team Norwegens. Sie haben ähnlich wie Sturm Graz nicht nur die Mannschaft entwickelt, sondern den gesamten Verein. Schlüsselfigur ist ganz klar der Trainer Kjetil Knutsen. Die Spielweise von Bodö ist klar offensiv ausgelegt. Das siehst du sofort, wenn die Mannschaft von hinten das Spiel eröffnet. Der Trainer hat eine klare Vorstellung, welchen Fußball er sehen will. Und genau dafür holt er sich die passenden Spieler“, beschreibt Fjörtoft die Skandinavier, gegen die er in seiner aktiven Profikarriere einmal spielte.

Im Mai 2001 siegte er mit seinem damaligen Klub Stabäk Fotball mit 2:1 gegen Bodö/Glimt. Der damals 34-Jährige lieferte dabei den Assist zum zwischenzeitlichen 1:0.

Fjörtoft: „Einen Favoriten gibt es nicht“

Nach einigen Jahren mit starken Auftritten in der Europa League und Conference League sieht der ehemalige norwegischen Weltklasse-Stürmer das Erreichen der Königsklasse für den Klub nun als „logischen nächsten Schritt nach vorne“ in der Entwicklung. „Sie haben in den vergangenen Jahren schon europäisch aufgezeigt, aber jetzt sind sie ganz nah dran an der größten Bühne im Klubfußball“, sagte Fjörtoft.

Da sich aber auch der SK Sturm in den vergangenen Jahren international achtbar verkaufte, sieht Fjörtoft die Chancen auf den Aufstieg in die Champions-League-Ligaphase bei 50/50. „Einen Favoriten gibt es in diesem Playoff-Duell nicht, der Ausgang ist sehr offen. Was für Bodö sprechen könnte, ist ihre Spielweise, die sie über Jahre antrainiert haben und die die Spieler loyal mittragen. Das ist die große Stärke dieser Mannschaft“, so Fjörtoft.

Kunstrasen in Bodö als entscheidender Faktor?

Als möglichen Nachteil für Sturm Graz sieht Fjörtoft auch den ungewohnten Untergrund im Stadion von Bodö/Glimt. „Ein Vorteil für Bodö könnte auch der Kunstrasen im Aspmyra-Stadion sein, an den die Mannschaft von Bodö gewohnt ist. Das sollte man niemals unterschätzen! Ich war live vor Ort, als Bodö zuhause 6:1 gegen AS Roma gewonnen hat. Das war schon sehr beeindruckend“, erinnert sich Fjörtoft an den 21. Oktober 2021 zurück.

Das Aspmyra Stadion in Bodö/Glimt fasst 8270 Zuschauer und besitzt einen Kunstrasenplatz. @Imago

Und auch in der vergangenen Saison taten sich viele Mannschaften im hohen Norden von Europa schwer. Die Norweger besiegten vor heimischem Publikum namhafte Teams wie den FC Porto (3:2), Besiktas Istanbul (2:1), Maccabi Tel Aviv (3:1), Olympiakos Piräus (3:0) oder Lazio Rom (2:0).

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Bild: GEPA