Die Sky-Frühjahrsvorschau: TSV Hartberg

Am Freitag startet die ADMIRAL Bundesliga (alle Spiele der ADMIRAL Bundesliga live auf Sky – mit dem Sky X-Traumpass unkompliziert den besten Livesport streamen) ins Frühjahr! Vor dem Auftakt haben unsere Vereinsredakteure eine umfassende Vorschau zu ihrem jeweiligen Verein auf die Beine gestellt. Hier findet ihr die wichtigsten Infos über den TSV Hartberg, zusammengestellt von Kimberly Budinsky.

Vorbereitung

Flop der Vorbereitung

Die infrastrukturellen Bedingungen. Hartberg ist in der Wintervorbereitung immer wieder auf externe Trainingsplätze ausgewichen, weil die Bedingungen in Hartberg nicht bundesligatauglich und veraltet sind. Dass ein neues Stadion inklusive neuer, besserer Trainingsmöglichkeiten her muss, ist nichts Neues. Aber so gut, wie sich Hartberg aktuell sportlich entwickelt, wäre es gleicherweise wünschenswert, wenn es für den Stadionbau endlich Vollzug zu vermelden gäbe.

Top der Vorbereitung

Dass das starke Hartberger-Team sich (fast) gar nicht verändert hat. Dadurch konnten in der Vorbereitung weitere wichtige Schritte in der Entwicklung eines jungen Teams gegangen werden. Nur Christoph Lang hat sich Richtung Hütteldorf verabschiedet. Und: Geldtechnisch muss man in Hartberg zwar auf die mit Abstand höchste Transfersumme der Vereinsgeschichte für Maximilian Entrup verzichten (kolportierte €1,4 Millionen von Holstein-Kiel), sportlich ist es dennoch erfreulich, dass der aktuelle Führende der Torschützenliste dem TSV erhalten bleibt.

Sky exklusiv || Heil: „Keiner will, dass der Verein zugesperrt wird, nur weil wir kein Stadion haben“

Transfers

Zugänge: Onurhan Babuscu (Leihe, Gaziantep FK)

Abgänge: Christoph Lang (Ende Leihe SK Sturm Graz > SK Rapid Wien), Maximilian Sellinger (USV Scheiblingskirchen-Warth), Marin Karamarko (Vereinslos), Jürgen Lemmerer (Leihe, Amstetten)

Rising Stars

„Players to watch“, die zwar noch Zeit brauchen werden, um ihr Können in Gänze auf den Platz zu bringen, aber sinnbildlich für eine neue Hartberger-Generation stehen: Julian Halwachs & Maximilian Fillafer.

„Ankick“-Tipps

Maximilian Entrup, Raphael Sallinger und Mamadou Sangare

Mögliche Startelf

 

Durchschnittsalter: ø 24,1

Kadergröße: 30

Spielanlage

Mutiger Ballbesitzfußball trifft auf junges, frisches Blut. Hartbergs Spielstil erinnert in der vergangenen Herbstsaison nicht selten an Brighton, die unter Trainer De Zerbi mit ihrer Effektivität weltweit für Schlagzeilen gesorgt haben. Ein Spielstil, der Spielintelligenz und Mut voraussetzt. Und damit überrascht auch Hartberg. Schopp fordert Wille, Einsatzbereitschaft, und sorgt in der Kabine dafür, dass niemals Zufriedenheit oder gar eine Form des Stillstands einkehrt.

Forderungen, die manchmal gar einschüchternd auf den ein oder anderen jungen Spieler wirken können, der Ehrgeiz und die akribische Arbeit des Trainers aber mit ein Grund für den Erfolg der vergangenen Herbstsaison waren. Erfolg, der ihm in seiner Sache recht gibt: Der von Sky-Experte Marc Janko ins Leben gerufene Begriff „Schoppball“ darf sich im Frühjahr weiter etablieren, denn Markus Schopp wird von seiner Idee keinen Schritt abweichen. Bleiben wir gespannt, wer nach Maximilian Entrup und Christoph Lang als nächstes das Scheinwerferlicht auf sich zieht, Kandidaten gäbe es da so einige.

Prognose

Zu Beginn dieser Saison hat es im gleichnamigen Beitrag geheißen: „Hartberg könnte ein Geheimtipp sein“.  Ganz so geheim ist dieser Tipp fünf Monate später nicht mehr. Markus Schopp und seine Spieler halten, was ein Geheimtipp verspricht. Selbstvertrauen und historischer Erfolg prägen die Herbstsaison des TSV Hartberg. Mit einem Punkterekord von 29 Punkten im Grunddurchgang überwintert der Verein auf dem vierten Platz der Gesamt- und Heimtabelle. Und man darf erwarten, dass es genau so weitergehen wird.

Motivation, Zusammenhalt und Glaube prägen die neue Ära des TSV-Hartberg. Ein kleines oststeirisches Städtchen avanciert mit einer leidenschaftlichen Präsidentin (die im österreichischen Fußball schon längst Kultstatus erreicht hat), einem mutigen Sportdirektor und Trainer und jungen, hungrigen Spielern zu einem kleinen Fußball-Mekka. Denn: Wer schönen Fußball sehen möchte, der darf im Frühjahr nach Hartberg pilgern – da werden dann nämlich mit hoher Wahrscheinlichkeit ein paar Knaller-Partien gegen die besten Mannschaften Österreichs das Gemüt der oststeirischen Fußballherzen erfreuen. Hartberg wird sich abermals gegen Vereine, wie unter anderem die steirische Konkurrenz und den Serienmeister, nicht verstecken müssen. Und wer hätte es gedacht – mit dieser Hartberg-Prognose lehnt man sich nicht einmal weit aus dem Fenster.

Das Einzige, was wirklich sauer aufstößt, ist die Sache mit der Infrastruktur: Die nicht enden wollende Stadionfrage wird der aktuellen Arbeit, die beim TSV geleistet wird, nicht gerecht. Bis zum Sommer 2025 hat man Zeit, dann ist die Uhr für ein neues Stadion abgelaufen. Man kann dem TSV nur wünschen, dass dies am Ende nicht der Grund sein wird, woran das Projekt Hartberg scheitert.

Tipp Endplatzierung

Platz 3-5

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Bild: GEPA