Die Sky-Saisonvorschau 2026/27: FK Austria Wien

Ab Freitag rollt in der ADMIRAL Bundesliga endlich wieder der Ball – alle Spiele seht ihr live auf Sky Sport Austria oder im Stream mit Sky X! Vor dem Saisonstart haben unsere Vereinsredakteure wie gewohnt eine Vorschau zu ihrem Verein auf die Beine gestellt.

Hier findet ihr die wichtigsten Infos über die Wiener Austria zusammengestellt von Sky-Reporter und Vereinsredakteur Johannes Brandl.

Transfers

Zugänge

  • Julian Hettwer (ablösefrei, Fortuna Düsseldorf)
  • Ibrahim Buhari (ablösefrei, Elfsborg)
  • Jonas Feddersen (ablösefrei, BVB 2)

Abgänge

  • Abubakr Barry (RB Salzburg)
  • Ifeanyi Ndukwe (Liverpool)
  • Konstantin Aleksa (TSG Hoffenheim)
  • Dejan Radonjic (SV Ried)
  • Tin Plavotic (Motor Lublin)
  • Marko Raguz (Altach)
  • Romeo Vucic (BW Linz)
  • Hakim Guenouche (vereinslos)
  • Ziad El-Sheiwi (Karriereende)
  • Alan Lembakoali (Benfica Lissabon U17)
  • Dejan Radonjic (SV Ried)

Vorbereitung

Wichtige Säulen sind noch beim Team, die Mannschaft wirkt in der Idee von Stephan Helm gefestigt. Die Wiener Austria will Fußball spielen, so der Ansatz des Trainers. Das haben die Veilchen in der Vorbereitung auch immer wieder unter Beweis gestellt. Es war aber auch deutlich sichtbar, dass der Spielaufbau ohne Aleksandar Dragovic und Philipp Wiesinger noch problembehaftet ist. Auch die Rolle von Johannes Eggestein in der Offensive scheint unverzichtbar zu sein im Spiel der Violetten.

Dragovic ist in der Defensive weiterhin der große Anker. Auch Wiesinger, der aktuell mit Patellasehnenproblemen zu kämpfen hat, ist ein Spieler, der das Spiel der Austria nach oben hebt. Auch Johannes Handl wird ein wichtiger Baustein sein. Die Neuzugänge Ibrahim Buhari – bringt eine Physis ins Spiel die bisher nicht im Portfolio war – sowie Jonas Feddersen – der als einziger verbliebener Linksfuß einen äußerst positiven Eindruck hinterlassen hat – können spannende Rollen einnehmen. Für Dejan Radonjic war die Situation diffiziler. Den Young Violets ist er entwachsen. In die Aufgaben ganz oben aber noch nicht hineingewachsen, deshalb auch der Wechsel zur SV Ried. Auch Kang-Hee Lee kann als Allrounder viele Aufgaben ausfüllen und Valentin Toifl wird erste Erfahrungen sammeln können.

Sky-Info: Radonjic vor Wechsel innerhalb der Bundesliga

Auf der rechten Seite war in der vergangenen Spielzeit stets Reinhold Ranftl zu finden. Für Trainer Stephan Helm ist er einer der verlässlichsten Spieler der Liga. Der Routinier hat seinen Vertrag nochmal um eine Saison verlängert, bekommt aber von Youngstar Daniel Nnodim Druck. Nnodim durfte im Cup gegen den Sportclub von Beginn an ran und hat einen äußerst positiven Eindruck hinterlassen, wie auch schon in der gesamten Vorbereitung.

Ob auf der linken Seite WM-Starter Tae-Sok Lee noch zu Geld gemacht wird, werden die nächsten Wochen zeigen. Der Koreaner hat sich in der vergangen Saison stark präsentiert und durfte auch zwei Mal für sein Land bei der Weltmeisterschaft ran. Müdigkeit scheint er aber keine zu kennen. Kaum wieder im Land spielte er auch schon wieder.

Das Mittelfeld ist wohl der spannendste Bereich im Kader der Austria. Neben den eher defensiv ausgerichteten Philipp Maybach und Florian Wustinger könnte es auch die Durchbruchsaison von Sanel Saljic, Vasilije Markovic, Moritz Wels, Hasan Deshishku oder Julian Hettwer werden. Alles äußerst interessante Spieler, die sich an der Achse Dragovic/Fischer/Eggestein entwickeln können und auch müssen. Wels hat bei der WSG schon bewiesen, dass er es kann. Saljic und Markovic haben ihr Talent auch schon aufblitzen lassen. Mit Hettwer ist ein enorm schneller Spieler zum Kader dazugestoßen und final konnte auch mit Deshishku eine Einigung erzielt werden. Zusätzlich hat Maybach schon öfter Talentproben abgegeben und der Umstand, dass das Stehaufmännchen Wustinger in der Conference League Qualifikation ein Tor erzielt hat, hat viele violetten Herzen höherschlagen lassen.

„Ordentliche Challenge“: Austria vor Ligastart und nächster Quali-Hürde

Dieser Block an Spielern zwischen 18 und 23 kann viel Spaß machen, auch wenn Leistungsschwankungen vorprogrammiert sein werden.

Ganz vorne führt kein Weg an Eggestein vorbei. Der Deutsche hat im Cup mit drei Toren geglänzt und ist für das Spiel der Austria enorm wichtig. Er erkennt Räume und kann komplizierte Spielsituationen auflösen, ein absoluter Qualitätsspieler eben. So einen Spielertypen gibt es in der Hinterhand nicht. Sollte Eggestein Pausen benötigen, dann muss Stephan Helm mit anderen Attributen versuchen, dass Offensivspiel der Austria zu beflügeln.

Die finanzielle Situation ist weiterhin angespannt am Verteilerkreis. Auch wenn der Schuldenschnitt viel Entlastung gebracht hat, braucht die Austria Einnahmen, entweder durch eine Ligaphase oder durch Transfers. Die Stadionmiete (Anm. 1,4 Millionen €) ist eine zukünftige Belastung für den Verein, der Brustsponsor ist ebenfalls noch nicht vergeben. Das Börserl ist trotz der Verkäufe von Abubakr Barry, Ifeanyi Ndukwe und Konstantin Aleksa gefühlt weiterhin leer.

Verletzungsupdate

1) Philipp Wiesinger: Probleme mit der Patellasehne, steht kurz vor dem Comeback.

2) Aleksandar Dragovic: nach leichter Gehirnerschütterung hat er eine Pause bekommen, sollte zum Ligaauftakt wieder verfügbar sein.

3) Noah Botic: Nach Knöchelbruch auf dem Weg zurück. Sollte Ende September ins Mannschaftstraining einsteigen können.

4) Manprit Sarkaria: Realistischerweise soll Sarkaria in der Wintervorbereitung wieder voll zur Mannschaft dazustoßen, auch wenn vielleicht schon etwas früher Einsätze möglich wären, hier will man kein Risiko gehen.

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Durchschnittsalter Kader:

24.2 Jahre

„Rising Stars“

Vasiljie Markovic könnte in dieser Saison den absoluten Durchbruch schaffen und sich zu einem Leistungsträger bei der Austria entwickeln. Sein Potential ist unbestritten, er hat Qualitäten mit Ball, Spielwitz und scheut keinen Körperkontakt.

„Ankick“ – Fußballmanager – Tipps

Kein Geheimtipp, aber Johannes Eggestein ist ein absoluter Punktelieferant. Wer ihn im Team hat kann sich glücklich schätzen. Der Deutsche hat Scorerqualitäten, das Auge für die Mitspieler und tritt Standards. Da sind Punkte garantiert.

Mögliche Startelf

Stephan Helms Idee

Wie schon kurz erwähnt, will Helm Fußball spielen lassen. Der Kampf um den zweiten Ball und das sofortige Suchen der Tiefe ist nicht sein Ansatz von Fußball. Spielerische Lösungen sollen im Fokus stehen. Die Mannschaft hat auch die Spieler und das Potential, um diese Art von Fußball zu spielen. Das heißt aber nicht, dass nicht auch mal ein Ball lang geschlagen werden darf.

Stephan Helm geht in seine dritte Saison als Trainer der Austria. Seit knapp 800 Tagen und 79 Pflichtspielen (41 Siege / 13 X / 25 NL) ist Helm nun im Amt. Am Ende der Saison würde er Erich Hof überholen. Hof steht bei 117 Spielen für die Violetten. Auf dem Weg dorthin lässt er dann Legenden wie Herbert Prohaska (106 Spiele), Vaclav Halama (99) , Hermann Stessl (93) und Karl Stotz (91) hinter sich. Auf Förderer Thorsten Fink fehlen noch 51 Spiele.

Tipp VR Endplatzierung

Top 4 ist für die Truppe von Stephan Helm durchaus möglich.

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