Die Sky-Saisonvorschau: SK Rapid Wien

Ab Freitag rollt der Ball wieder in der ADMIRAL Bundesliga (alle Spiele der ADMIRAL Bundesliga live auf Sky – mit dem SkyX-Traumpass kannst du bereits ab 15 Euro pro Monat live dabei sein)! Vor dem Saisonauftakt haben unsere Vereinsredakteure eine umfassende Vorschau zu ihrem jeweiligen Verein auf die Beine gestellt. Hier findet ihr die wichtigsten Infos über den SK Rapid Wien, zusammengestellt von Sky-Reporter Phillip Lautischer.

Saisonziel

Sportlich hat neben dem Fokus auf einen guten Start in die Liga das Erreichen der Conference League-Gruppenphase höchste Priorität. In der Meisterschaft ist das Ziel das Erreichen eines internationalen Startplatzes, die Hütteldorfer wollen im Feld der Verfolger Salzburgs eine gute Figur abgeben. Der Titeltraum im ÖFB-Cup soll traditionell zumindest so lange wie möglich geträumt werden. Weiters soll endlich ein Derby-Heimsieg her und Rapid in der Tabelle wieder vor der Austria landen.

Vorbereitung

20.Juni: offizieller Trainingsauftakt der gesamten Mannschaft mit Ausnahme der U 19 Teamspieler.

25. Juni– 2. Juli: Trainingslager in Bad Tatzmannsdorf

Testspiele im Rahmen des Trainingslagers:

25. Juni: Rapid Wien – Neusiedl am See 3:1

29. Juni: Rapid Wien – SV Lafnitz 5:2

2. Juli: Rapid Wien – AEK Larnaka 2:3

9. Juli: Rapid Wien – Celtic Glasgow 3:3

10. Juli: Admira – Rapid 1:2

15. Juli: ÖFB-Cup, 1. Runde: Treibach – Rapid 0:1

Top

Der Kaderumbruch konnte frühzeitig finalisiert werden, es herrscht Aufbruchsstimmung und der Trainer hat deutlich mehr Optionen als noch im Frühjahr.

Flop

Durch den enttäuschenden 5. Rang der Vorsaison und dem damit verbundenen frühen Einstieg in Q2 der Conference League bleibt nur wenig Zeit, um sich zu finden, Druck und Belastung sind höher als bei der gesamten BL-Konkurrenz.

Transfers

Rapid war am Transfermarkt aktiv wie seit Jahren nicht. Man will weiterhin auf junge Spieler setzen, bei den Neuverpflichtungen wurde aber in erster Linie darauf geachtet, dass sie in der Vergangenheit wenig verletzungsanfällig waren und auch die Mentalität passt. Neben Talent wurde auch Erfahrung und Leadership verpflichtet, Rapid hat jetzt im Gegensatz zum Frühjahr eine stärkere Bank, das sollte helfen, um Spiele in der Endphase für sich zu entscheiden!

Der Kader stand relativ früh (Barisic: „Glücklich darüber, voll im Plansoll.“), es kann sich aber natürlich immer was tun, aber nur, wenn der Preis stimmt. Sollte Rapid in der ECL-Quali scheitern, dann sind Abgänge wahrscheinlich. Die heißesten Transferaktien sind Demir, Grüll, Aiwu, Moormann.

Neuzugänge

  • Guido Burgstaller (St. Pauli)
  • Ferdy Druijf (AZ Alkmaar)
  • Nicolas Kühn (FC Bayern)
  • Ante Bajic (SV Ried)
  • Patrick Greil (Austria Klagenfurt)
  • Aleksa Pejic (Soligorsk)
  • Roman Kerschbaum (Admira)
  • Martin Koscelnik (Slovan Liberec)
  • Michael Sollbauer (Dynamo Dresden)

Abgänge

  • Robert Ljubicic (Dinamo Zagreb)
  • Leo Greiml (Schalke 04)
  • Filip Stojikovic (LASK)
  • Kelvin Arase (Karlsruher SC)
  • Koya Kitagawa (Shimizu S- Pulse)
  • Benjamin Kanuric (Bielefeld)
  • Schobesberger, Grahovac und Velimirovic (alle vereinslos)

Durchschnittsalter Kader + Kadergröße

23,8 Jahre, 30 Spieler, 6 Legionäre

Mögliche Startelf zu Saisonbeginn

 

Einschätzung zu den einzelnen Positionen

Torwart:

Gegen Celtic und im Cup spielte Hedl von Beginn an, Feldhofer hat sich auf ihn wie erwartet als neuen Einser festgelegt, er wird auf alle Fälle die ersten Spiele starten. So weit ist das auch eine logische Entscheidung: Hedl ist jünger als Gartler, fußballerisch besser und hat noch ein Jahr länger Vertrag (bis 2024).  Aber auch der ältere der beiden Ex-U21-Teamgoalies hat letzte Saison gut performt und ist laut Torwarttrainer Macho bei Bedarf jederzeit eine Option. Unger bleibt die Nummer drei.

Innenverteidiger:

Die vielen Innenverteidiger im Kader machen die Entscheidung wahrlich nicht einfach. Beim 3:3 gegen Celtic im einzig richtungsweisenden Test haben Sollbauer und Wimmer begonnen. Hofmann ist nach den gegen die WSG erlittenen Gesichtsverletzungen erst seit ein paar Tagen zurück im Mannschaftstraining, da fehlt noch einiges. Aiwu wird wohl öfters im DM gebraucht. Christopher Dibon hat sich für eine Karrierefortsetzung entschieden und feierte gegen Celtic ein Comeback. „Ich will auch spielen, nicht nur trainieren, habe die Vorbereitung voll durchziehen können…“ Zudem wird Dibon als verlängerter Arm des Trainerteams betrachtet. Mit Moormann (eher als LV eingeplant) Querfeld („auch er wird seine Spiele machen“) und Tambwe-Kasengele (wird weiter bei Rapid II gefördert) hat der SCR zudem noch talentierte Youngster in der Hinterhand.

Außenverteidiger:

Links Auer oder Moormann. Rechts Koscelnik oder Schick. Koscelnik machte im Test gegen Celtic einen guten Eindruck, im Cup wiederum begann Schick. Der talentierte Fallmann soll weiter in der zweiten Mannschaft aufgebaut werden. Wer links zum Einsatz kommt, das könnte auch vom jeweiligen Gegner abhängig gemacht werden: Auer ist dynamischer und offensiver denkend als Moormann. Der wiederum ist defensiv stabiler und wurde von Feldhofer stark forciert.

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Mittelfeld zentral:

Da Petrovic mit Kreuzbandriss den gesamten Herbst ausfällt und Kerschbaum auch noch ein wenig brauchen wird, dürfte Greil erstmal als spielender Sechser gesetzt sein. Daneben Aiwu oder Pejic, an Aiwu im defensiven Mittelfeld dürfte Feldhofer Gefallen gefunden haben. Mit Oswald und dem in der Vorbereitung hochgezogenen U18-ÖFB-Teamspieler Sattlberger gibt’s aktuell auch im defensiven Mittelfeld zwei Talente, die das eine oder andere Spiel machen könnten.

Angriff + Flügel:

Im Angriff sollte Burgstaller gesetzt sein, aber der Routinier wird nicht alle Spiele machen können. Zimmermann gibt weiterhin die Frontspitze, die energisch anläuft. Rene Kriwak (im Winter vom Sportklub geholt und bei Rapid II aufgebaut) hat in der Vorbereitung aufgezeigt, ist eine echte Option, zumal Druijf nach Knieprellung und Ödem noch ein paar Wochen brauchen wird. Als Zehner sind zudem Demir, Knasmüllner, Kühn und Oswald Optionen. An den Flügel sollen es Grüll, Kühn und Bajic richten, auch Demir, Savic und Auer können über die Seiten kommen. Klar ist: Rapid sollte wesentlich flexibler als in den letzten Spielzeiten agieren können, Feldhofer hat sehr viele Möglichkeiten.

Spielanlage + Entwicklung:

Feldhofer: „Die Formation ist nicht entscheidend, wichtig ist, dass jeder weiß, was zu tun ist, um kurze Wege zu haben und den Gegner zu stören. Wir wollen begeisternden Fußball zeigen! Auch wenn am Anfang noch nicht alles funktionieren kann (in Treibach war das laut Coach bei den Themen Chancenverwertung, Passschärfe, Restverteidigung und Standards der Fall), alle ziehen voll mit und es ist ein richtig guter Spirit drinnen.“ Mit dem Erfolgsdruck geht Feldhofer pragmatisch um: „Nix neues für mich, seit ich da bin, gab es ständig Entscheidungsspiele.“

Ankick-Tipp

Nicolas Kühn könnte einer jener Spieler sein, die dem Rapid-Spiel in dieser Saison ihren Stempel aufdrücken. Der Deutsche ist Teil einer breit aufgestellten Offensive mit hohem Potenzial, da wird es für jeden Einzelnen leichter, gut zu performen.

https://www.skysportaustria.at/das-interaktivste-bundesliga-erlebnis-oesterreichs-sky-startet-die-early-access-phase-von-ankick-der-sky-sport-austria-fussballmanager/

Fazit + Aktuelles

Wieder einmal war es bei Rapid in der Sommerpause alles andere als ruhig. Transfertechnisch fand der größte Umbruch der letzten Jahre statt, trotz einiger interessanter Neuzugänge ist der nunmehr breitere Kader laut Geschäftsführer Sport Zoran Barisic nicht teurer als in der vergangenen Saison. Bei der außerordentlichen Hauptversammlung bekannte sich der Klub dazu, bis 2024 in den Frauenfußball einzusteigen. Im Herbst folgt dann die Ordentliche Hauptversammlung, wo sich Präsident Bruckner (neu im BL-Aufsichtsrat) mit seinem Team (neu dabei „Legende“ Hatz) der Wiederwahl stellt.

Die Gemütslage im Westen Wiens ist tendenziell positiv, ob das so bleibt, wird schon von einem sportlich anspruchsvollen Saisonstart abhängen. Nicht außer Acht zu lassen ist auch, wie sich die Pandemie entwickelt. Die Covid-Konzepte liegen in der Schublade und können jederzeit reaktiviert werden, wünscht sich keiner, ist aber denkbar. Aktuell steht Rapid laut Geschäftsführer Wirtschaft Christoph Peschek besser da denn je: „Das Geschäftsjahr 2021/22 wird bei einem Umsatz von 45 Millionen mit einem deutlichen Plus abgeschlossen. Es wird dennoch keine Waghalsigkeiten geben. Wir haben auch ohne Gruppenphase budgetiert.“ Auch positiv: 10.000 Abos sind verkauft, der Klub initiiert zahlreiche Aktionen, um die Zuschauerzahlen zu steigern.

Ein Meilenstein für Rapid ist die Fertigstellung des neuen Trainingszentrums im Prater. Das Funktionsgebäude ist im Vollbetrieb, zwei zusätzliche Trainingsplätze werden noch finalisiert, ein sechsstelliger Betrag wurde zuletzt noch für Kraftkammer, Reha und eigenes Labor in die Hand genommen. Das Investitionsvolumen liegt insgesamt bei zehn Millionen Euro, der überwiegende Anteil wurde laut Peschek selbst finanziert… Der Rasen im Allianz-Stadion wurde vergangene Saison zum besten Geläuf der Liga gewählt. Damit das auch so bleibt, wurde gleich ein neuer „Teppich“ verlegt (übrigens auch auf West 1).

Fix ist: Auf Rapid wartet ein spannender und emotionsgeladener Herbst, fad wird´s in Hütteldorf sicher nicht!

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(Phillip Lautischer)/Bilder: GEPA