ÖFB-Kapitän Alaba weiter auf Vereinssuche – Hintergründe zu den Gerüchten

ÖFB-Kapitän Alaba weiter auf Vereinssuche – Hintergründe zu den Gerüchten

Das Sommertransferfenster in den Top-Ligen Europas ist bereits geschlossen. Doch ein Name ist präsenter denn je: David Alaba. Der ÖFB-Kapitän, der nach seinem Abschied bei Real Madrid noch keinen Vertrag bei einem neuen Klub unterschrieben hat, ist weiterhin ablösefrei zu haben. In den vergangenen Wochen überschlugen sich die Artikel aus England, Italien, Mexiko und Spanien rund um das österreichische Aushängeschild. Sky Sport Austria-Transferexperte Eric Niederseer ordnet die jüngsten (Falsch-)Meldungen ein.

Zuletzt war der 117-fache Teamspieler und ÖFB-Kapitän David Alaba in „medi-aller Munde“. Von Absagen und gescheiterten Gesprächen mit u.a. Manchester United, Lazio Rom oder Club America war die Rede. Diverse Medien titelten mit „vergeblicher Vereinssuche“, „Geduldsprobe“ oder „nächster Transfer-Dämpfer für Alaba“. In einigen Gazetten wurde das österreichische Aushängeschild sogar als „zu teuer, zu alt“ abgestempelt. Nach Sky-Informationen ist die Situation jedoch eine gänzlich andere, als sie derzeit dargestellt wird.

Weder „vergeblich“ noch „hoffnungslos“ – Verkehrte Welt bei Gerüchten um Alaba

David Alaba ist weiterhin ablösefrei auf dem Markt zu haben – und entsprechend groß ist das (mediale) Interesse und sind die Gerüchte um den variablen, österreichischen Defensivspieler. Immer wieder tauchten in den vergangenen Tagen Meldungen auf, wonach sich Manchester United, Lazio Rom oder Club America aus Mexiko für Alaba interessierten, sich schlussendlich jedoch gegen eine Verpflichtung des 34-Jährigen entschieden hätten. Erst am heutigen Tage war in diversen Medien von einer Absage von Club America aus Mexiko, nachdem Alaba dort scheinbar angeboten wurde, die Rede.

Nach Sky-Informationen sind viele dieser Meldungen faktisch falsch. Korrekt ist: Es gab bislang keinen Klub, mit dem sich Alaba bereits mündlich geeinigt habe – der ihm danach jedoch abgesagt hätte. Vielmehr ist es so, dass der ÖFB-Kapitän selbst bislang noch keine endgültige Entscheidung über den nächsten Karriereschritt getroffen hat.

ÖFB-Kapitän Alaba lehnte Angebote aus Italien und Spanien ab

Nach Sky-Informationen lagen Alaba bereits mehrere Angebote von Top-Klubs aus Italien, Spanien oder aus anderen Ligen vor. Doch bei keinem dieser Interessenten waren die Rahmenbedingungen sowie das Projekt bislang zu 100 Prozent stimmig. Zudem lehnte Alaba selbst das Interesse von Klubs aus Spanien, aus Respekt zu seinem ehemaligen Klub Real Madrid, ab.

Das sind die Gründe, warum die Wahl des nächsten Arbeitgebers weiterhin nicht abgeschlossen ist. Nicht, weil Alaba keine Interessenten hat, sondern weil der 117-fache österreichische Teamspieler bislang noch kein Angebot vorliegen hat, von dem er vollends überzeugt war. Fakt ist: David Alaba kann sich seinen nächsten Schritt sehr genau aussuchen. Nach 13 Jahren beim FC Bayern und fünf Jahren bei Real Madrid steht der Wiener vor dem nächsten großen Kapitel seiner Karriere.

Alaba hat weiterhin hohe Ambitionen, trainiert täglich und ist topfit

Dass die Ansprüche und Ambitionen des ÖFB-Kapitäns nach wie vor hoch sind, wird beim Blick auf seine Trophäen-Sammlung und seinen aktuellen Fitness-Zustand klar. Der 34-Jährige ist mit vier Champions League-Titeln der meistdekorierte, österreichische Fußballer der Historie. Mit dem FC Bayern gewann er 2013 und 2020 die Champions League, mit Real Madrid folgten 2022 und 2024 weitere Triumphe.

Längst ist der Klappstuhl-Jubel Alabas nach dem gewonnen Achtelfinal-Duells gegen PSG in der Saison 2021/22 österreichisches Sportkulturgut. Auch die Bilanz des zehnfachen, österreichischen Fußballers des Jahres bei Real Madrid ist beeindruckend: In fünf Saisonen absolvierte Alaba 132 Spiele und gewann insgesamt elf Titel – darunter unter anderem zwei Champions-League-Trophäen, eine Klub-WM, zwei spanische Meisterschaften und einen Copa del Rey-Titel.

Zuvor hatte sich Alaba beim FC Bayern über Jahre auf höchstem Niveau etabliert und dort unter anderem zehn deutsche Meisterschaften, sechs DFB-Pokalsiege und zwei Champions-League-Titel gefeiert. Ein weiterer Beweis, der die Eingangsthese unterstreicht, ist der, dass sich Alaba seit der WM-Teilnahme mit dem ÖFB-Team in den USA individuell fit hält, tägliche Trainingseinheiten absolviert und sich unter anderem in den sozialen Medien als gewohnt athletisch und hochmotiviert präsentiert. Der ÖFB-Kapitän könnte somit sofort in jedes Teamtraining einsteigen.

Kein Schnellschuss um jeden Preis – Alabas Routine und Führungsqualität als Trumpf

Eine schnelle Entscheidung wird es daher nicht um jeden Preis geben. Alaba prüft seine Optionen genau und bleibt auf dem Transfermarkt entsprechend interessant – insbesondere für Klubs, die Erfahrung, Führungsqualität und Spielstärke suchen. Fakt ist: Der 34-Jährige hat bislang keinem Verein zugesagt. Aber ebenso klar ist: Es liegt nicht daran, dass kein Verein den ÖFB-Kapitän haben möchte. Es gab schlicht noch kein Gesamtpaket, das zu 100 Prozent passte. Daher bleibt die Suche nach dem perfekten, nächsten Karriereschritt weiterhin spannend.

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