"Er war ein A****loch": Cullen legt im Streit mit Suljovic nach

„Er war ein A****loch“: Cullen legt im Streit mit Suljovic nach

Die Schlammschlacht zwischen Österreichs bestem Dartsprofi Mensur Suljovic und dem Engländer Joe Cullen geht in die nächste Runde!

Dieser hatte Suljovic nach dem Aus in der 2. Runde der Darts-WM des Betrugs beschuldigt und ihm absichtlich langsames Spiel sowie einen zu aufreizenden Jubel vorgeworfen.

„Wenn das Darts ist, will ich damit nichts zu tun haben! Ich glaube, ich bin nicht der Einzige, der so denkt. Die alte Garde wird sagen, dass das zum Spiel gehört, aber wie auch immer man es formuliert – es ist BETRUG!“, hatte Cullen nach seiner Zweitrundenniederlage vor Weihnachten geschrieben.

Suljovic reagierte danach mit Unverständnis auf Cullens Äußerungen. „Ich habe Cullen kein einziges Mal provoziert“, wies der 53-Jährige die Schuld von sich.

Cullen legt gegen Suljovic nach

Nach den Feiertagen legte der 32. der Darts-Weltrangliste nach und erneuerte seine Betrugsvorwürfe gegenüber Suljovic. „Ich persönlich halte es nach wie vor für Betrug. Wenn man etwas tut, um den anderen Spieler absichtlich zu beeinflussen, dann ist das meiner Meinung nach Betrug“, sagte der 36-jährige Engländer im Interview mit der Zeitung „Telegraph & Argus“.

Zwar hatte Cullen mit der langsamen Spielweise von Suljovic gerechnet, in diesem Duell sei es aber „schlimmer als sonst“ gewesen. „Er wurde sogar vom Schiedsrichter verwarnt, was ich noch nie gesehen habe. Also kann ich mit dem Finger auf Mensur zeigen und sagen, dass er ein A****loch war“, wählte Cullen deutliche Worte.

Littler verteidigt Suljovic

In der 3. Runde der Darts-WM bekommt es Suljovic nun mit Topfavorit Luke Littler zu tun. Dieser hatte den Österreicher nach Cullens Kritik verteidigt. 

„Ich habe nichts Falsches gesehen“ erklärte Littler, der das Match seines Drittrundengegners verfolgte. Cullen habe die Situation anders wahrgenommen und öffentlich darauf aufmerksam gemacht. „Offensichtlich hatte Joe das Gefühl, dass etwas nicht stimmt, und er hat es angesprochen“, so Littler weiter. Für ihn selbst habe es jedoch keinen Moment gegeben, der Anlass zur Kritik geboten hätte.

Der 18-jährige Littler geht am späten Samstagabend (nicht vor 23.00 Uhr MEZ) im Alexandra Palace als haushoher Favorit ins Duell mit dem Wiener. Suljovic darf sich dank seines Einzugs in die dritte Runde bereits über 35.000 Pfund (knapp 40.000 Euro) freuen.

Er machte vor dem Duell mit dem Weltmeister deutlich, dieses locker angehen zu wollen. Littler wolle er von der Bühne befördern. „Ein leichter Stoßer, und das war’s für ihn“, scherzte Suljovic. Er werde sich danach auch entschuldigen.

Suljovic im Duell gegen Titelverteidiger Littler gefordert

Bild: Imago