Europacup-Bilanz ernüchternd: Österreich fällt aus den Top 15

Europacup-Bilanz ernüchternd: Österreich fällt aus den Top 15

Seit Donnerstag ist es amtlich: Aus gesamtösterreichischer Sicht war die Fußball-Europacup-Saison ein Desaster. Sturm Graz betrieb mit dem 1:0 über Brann Bergen noch etwas Kosmetik, die Bilanz fällt nach dem Ausscheiden der Steirer sowie von Red Bull Salzburg aber trist aus. In der UEFA-Fünfjahreswertung ging der wichtige 15. Platz verloren, in der Saison 2027/28 stehen Österreichs Clubs damit nur noch vier anstelle von fünf internationalen Startplätzen zur Verfügung.

In insgesamt 16 Partien der Ligaphase gelangen den beiden Teams vier Siege und ein Remis. Rapid kam in sechs Conference-League-Partien über ein Unentschieden nicht hinaus. Die Austria und der WAC hatten es erst gar nicht in eine Ligaphase geschafft. In Bezug auf die noch laufende Saison schnitten 27 Länder besser als die Austro-Fighter (4,1 Punkte) ab. Darunter Irland (4,25), Bulgarien (4,687) oder Slowenien (4,750) – Nationen, die in den vergangenen Jahren beständig hinter Rot-Weiß-Rot gelegen waren.

Der Sinkflug begann aber schon weit früher: 2022/23 gelangen 4,9, im Jahr darauf 4,8 Zähler, ehe es in der Vorsaison mit 9,65 noch einmal einen positiven Ausreißer nach oben gab – doch auch der war zum Teil auf die Umstellung von Gruppenphase auf Ligaphase und damit auf mehr Spiele zurückzuführen. Exemplarisch für den Abfall steht Salzburg, das in den vergangenen Jahren den Löwenanteil der Punkte erspielt hatte. 2025/26 war die punkteschwächste Saison der Bullen seit 2015/16.

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Rückkehr in Top-15 mehr als fraglich

Den Preis für dieses Abschneiden haben die heimischen Vereine ab Sommer 2027 zu zahlen. Nur vier anstelle von fünf Europacup-Startplätzen standen Österreich zuletzt vor zehn Jahren zu. Eine baldige Rückkehr unter die Top 15 ist mehr als fraglich, schließlich fallen in der kommenden Spielzeit die 10,4 Punkte aus Österreichs Europacup-Topsaison 2021/22 aus der Wertung. Nach aktuellem Stand startet die Bundesliga in der Fünfjahreswertung als 19. in die Europacup-Saison 2026/27.

Die Zeiten, in denen der österreichische Meister fix in der Champions League und der Cupsieger fix in der Europa League spielte, sind bis auf Weiteres vorbei. 2027 startet der Meister in der zweiten Champions-League-Qualirunde und der Cupsieger in der ersten Europa-League-Qualirunde. Die beiden weiteren Startplätze gelten für die zweite Conference-League-Qualirunde. Dadurch könnte es passieren, dass Österreich in der übernächsten Saison keinen einzigen Verein in einer Ligaphase stellt.

Nur 2026 gibt es noch einmal eine Gnadenfrist. Da beginnt der Meister wie auch im vergangenen Sommer im Champions-League-Play-off und ist damit schlechtestenfalls in der Europa-League-Ligaphase, der Vize steigt in der zweiten CL-Qualirunde ein. Für den Cupsieger geht es in der dritten Europa-League-Qualirunde los, die beiden restlichen Starter greifen in der zweiten Conference-League-Qualirunde ins Geschehen ein.

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(APA) / Bild: GEPA