Exportschlager: Assist-Sammler im Abstiegskampf

via Sky Sport Austria

Zwischen Europacup-Ambitionen und Abstiegssorgen befinden sich derzeit die österreichischen Legionäre der deutschen Bundesliga.

Während ausgerechnet ein Defensivspieler für die einzigen österreichischen Treffer in der höchsten deutschen Spielklasse sorgte, konnten sich am Wochenende gleich vier Spieler als Vorlagengeber auszeichnen. Doch auch in der 2. Bundesliga und im Nordosten Europas knüpfen rot-weiß-rote Profis an erfolgreiche Zeiten an.

Kevin Stöger – Fortuna Düsseldorf

Das Duell zwischen Düsseldorf und Hoffenheim war nichts für schwache Nerven: Neben vier Treffern sorgen strittige VAR-Entscheidungen sowie ein Platzverweis für eine aufgeheizte Stimmung. Beim 2:2 überzeugt Fortuna-Legionär Kevin Stöger früh als Vorlagengeber, als er nach fünf Minuten per Flanke das 1:0 auflegt. Durch seine fünfte Torvorlage ist Stöger nun gemeinsam mit Mitspieler Erik Thommy bester Vorlagengeber seines Teams.

Trotz einer erfolgreichen Passquote von 89 Prozent und den meisten erfolgreichen Dribblings der Partie kann sich der Mittelfeldspieler nicht gänzlich freuen: Düsseldorf bleibt als 16. auf dem Relegationsplatz und trifft in den nächsten Runden als Außenseiter auf Dortmund und Leipzig.

Stefan Posch – TSG Hoffenheim

Auch der TSG-Defensivspieler steht beim umkämpften Thriller mehrmals im Mittelpunkt. Nach einem Freistoß scheitert Posch am zunächst am gegnerischen Torhüter, ehe Ex-Salzburg-Stürmer Munas Dabbur den Abpraller aus kurzer Distanz zum 1:1 verwertet.

Beim vermeintlichen 2:1 der Düsseldorfer wird der Teamverteidiger entscheidend gefoult, der VAR nimmt daraufhin den Treffer zurück. In der Schlussphase muss der angeschlagene Verteidiger bei seinem 50. Liga-Einsatz den Platz vorzeitig verlassen. Posch glänzt wie Stöger mit einer hohen Passgenauigkeit (85 Prozent), Hoffenheim ist nun bereits seit vier Spielen ungeschlagen.

Stefan Ilsanker – Eintracht Frankfurt

Als “Ketchupflaschen-Prinzip” analysiert der Frankfurt-Profi seinen überraschenden Doppelpack. Eigentlich als defensiver Abräumer bekannt, trifft Ilsanker beim Nachtragsspiel gegen Werder Bremen als Joker gleich zweimal.

Nach seiner Einwechslung in der 81. Minute benötigteder Salzburger nur 17 Sekunden Einsatzzeit für sein erstes Bundesliga-Tor – einer der schnellsten Joker-Treffer der Bundesliga-Geschichte. Weniger erfreulich endet das darauffolgende Duell gegen Mainz: Durch die 0:2-Pleite verpasst die Elf von Trainer Adi Hütter den Sprung auf einen einstelligen Tabellenplatz.

Doppelpack von Rekord-Joker Ilsanker

Legionärsübersicht 1. Bundesliga (30. Spieltag):

Philipp Lienhart Freiburg 90′ 1:0 vs. Gladbach
Stefan Lainer Gladbach 90′ 0:1 vs. Freiburg
Konrad Laimer Leipzig 25′ 1:1 vs. Paderborn
Aleksandar Dragovic Leverkusen 90′ 2:4 vs. Bayern
Julian Baumgartlinger Leverkusen 62′ 1 Assist
David Alaba FC Bayern 90′ 4:2 vs. Leverkusen
Kevin Stöger Düsseldorf 90′ 1 Assist 2:2 vs. Hoffenheim
Markus Suttner Düsseldorf 90′
Stefan Posch Hoffenheim 85′ 1 Assist 2:2 vs. Düsseldorf
Christoph Baumgartner Hoffenheim 62′
Florian Grillitsch Hoffenheim 5′
Martin Hinteregger Frankfurt 90′ 0:2 vs. Mainz
Stefan Ilsanker Frankfurt 90′
Phillipp Mwene Mainz 90′ 2:0 vs. Frankfurt
Karim Onisiwo Mainz 15′ 1 Assist
Xaver Schlager Wolfsburg 83′ 1:0 vs. Bremen
Christopher Trimmel Union Berlin 90′ 1:1 vs. Schalke
Michael Gregoritsch Schalke 58′ 1:1 vs. Union Berlin
Alessandro Schöpf Schalke 90′
Florian Kainz Köln 79′ 1:1 vs. Ausgburg

Robert Zulj – VfL Bochum

Beim formstarken VfL läuft derzeit (fast) alles nach Wunsch. Schon nach 15 Minuten lässt sich der Ex-Salzburg und -Ried-Spieler die Torchance vom Elfmeterpunkt nicht nehmen. Auch am späteren Endstand ist Zulj beteiligt: Seinen Eckball von der linken Seite bringt sein Mitspieler Leitsch per Kopf im Tor unter.

Seit dem Wiederbeginn der 2. Bundesliga ist Bochum ungeschlagen, dennoch soll die aktuelle Bilanz erst der Anfang sein. “Es soll keiner glauben, dass wir schon etwas erreicht haben”, erklärt Zulj demütig gegenüber dem kicker.

Tor & Assist: Zulj Matchwinner bei Bochum-Sieg

Legionärsübersicht 2. Bundesliga (30. Spieltag):

Martin Fraisl Sandhausen 90′ 2:1 vs. Fürth
Robert Zulj Bochum 90′ 1 Tor / 1 A. 2:0 vs. St. Pauli
Mathias Honsak Darmstadt 46′ 0:3 vs. Regensburg
Heinz Lindner Wiesbaden 90′ 2:3 vs. Dresden
Georg Margreitter Nürnberg 90′ 1:1 vs. Bielefeld
Nikola Dovedan Nürnberg 1′
Sasa Kalajdzic Stuttgart 75′ 0:0 vs. Osnabrück
Lukas Gugganig Osnabrück 90′ 0:0 vs. Stuttgart
Konstantin Kerschbaumer Heidenheim 69′ 1:2 vs. Hannover
Philipp Zulechner Aue 16′ 1:0 vs. Karlsruhe
Marco Djuricin Karlsruhe 90′ 0:1 vs. Aue

Noch ausstehend: Hamburg vs. Kiel (Mo., 20.30)

Daniel Offenbacher – Suduva Marijampole

Auch ohne den nunmehrigen Grödig-Trainer Heimo Pfeifenberger bleibt Litauens Meister die Österreich-Filiale des Baltikums: Am dritten Spieltag der Ganzjahresmeisterschaft wird der Serienmeister seiner Favoritenrolle grecht, Suduva siegt bei Panevezys mit 3:1.

Schon nach neun Mintuen bringt der einstige WAC-Profi Daniel Offenbacher sein Team mit einem Linksschuss in Führung, der kroatische Ex-Sturm-Profi Josip Tadic steuert noch in der ersten Halbzeit das 2:0 bei. Auch Ex-Austrianer Thomas Salamon kommt zu einem Kurzeinsatz, während der dritte Österreich-Export Mihret Topcagic aufgrund einer Sperre fehlte.

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Beitragsbild: Imago.